(openPR) Der Systemanbieter Seven2one Informationssysteme für Energie- und Umweltplanung GmbH aus Karlsruhe gewann das Ausschreibungs-verfahren für die Implementierung einer unternehmensweiten Datenbank bei der österreichischen Regulierungsstelle E-Control.
Ähnlich der deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA) überwacht E-Control die Liberalisierung des Elektrizitäts- und Erdgasmarktes. Darüber hinaus erstellt E-Control die österreichischen Elektrizitäts- und Gasstatistiken und ist zuständig für die Vorbereitung und Koordination von Maßnahmen, um die Elektrizitäts- und Erdgasversorgung in Österreich im Krisenfall sicherzustellen. Um die dafür erforderlichen Analysen und Berichte erstellen zu können, benötigt die Behörde einen zentralen Datenpool, in dem relevante Daten aus verschiedenen Quellen erfasst, konsolidiert und verwaltet werden können.
Allein in den letzten 5 Jahren sind bei E-Control ca. 500 Millionen Datensätze gemeldet worden.
"Das Angebot von Seven2one basiert auf ihrer Standardsoftware MESAP, die ohne große Modifikationen auf unsere Bedürfnisse angepasst werden kann. Eine schnelle und kostengünstige Umsetzung des Projektes ist somit möglich. Die im Standardpaket enthaltenen Schnittstellen und Werkzeuge zum Datenimport erleichtern die Konvertierung der vorhandenen Daten und die Dateneinspeisung“, begründet E-Control die Auftragsvergabe.
Aus dem zentralen Datenpool kann E-Control Zeitreihendaten für alle relevanten Bereiche wie z.B. Erzeugung, Transport, Verteilung, Verbrauch, Börsenpreise, Fundamentaldaten der Energieversorger etc. auslesen und auswerten. Ähnlich einem Datawarehouse speichert MESAP Zeitreihen aller Zeitauflösungen in einem standardisierten Datenmodell. Mit einer gemeinsamen Systematik verwaltet die Software Stammdaten (Kraftwerke, Verteilnetze), Dokumentationsobjekte (Literaturhinweise, Kommentare, Dateien), Berechnungsverfahren, Datensichten und Abfragen, Excel-Reports sowie Ereignisse (Störfälle).
Besondere Anforderungen stellt E-Control an die Datensicherheit, die Einhaltung der Datenschutzgesetze, kontrollierte Dateneingabe, Plausibilitätskontrolle und Qualitätsprüfung. Die Regulierungsstelle verlangt flexible Datenimport-Stellen, eine Protokollierung aller Veränderungen in der Datenbank (Datenhistorie) und ein entsprechendes Speicher- und Leistungsvolumen der Datenbank.
Neben Behörden wie dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) in Bern nutzen auch Energieversorger wie RWE, E.ON und ENBW
IT-Lösungen auf Basis von MESAP.
Das Projekt soll im ersten Quartal 2007 abgeschlossen werden.


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