(openPR) Beratung kann Wege aus der Grundsicherung eröffnen
Die Forderung nach einer Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Langzeitarbeitslose ist aus der Sicht des Deutschen Verbands für Bildungs- und Berufsberatung e.V. (dvb) unerlässlich. „Das Armutsrisiko erwerbsloser Menschen ist in Deutschland unter allen europäischen Ländern am höchsten,“ gibt Rainer Thiel, Vorsitzender des dvb, Erkenntnisse einer Erhebung von Eurostat, dem statistischen Amt der EU, wieder. „Diese Tatsache weist auf erhebliche Mängel in den Strukturen und Abläufen v.a. des bestehenden Hartz IV-Regimes hin, das den weitaus größten Teil der Arbeitslosen betrifft.“ Der Verband begrüßt daher ausdrücklich die aktuellen Initiativen von Regierung und Teilen der Opposition, Qualifizierung und Chancen langzeitarbeitsloser Menschen vermehrt in den Mittelpunkt zu stellen und weniger deren Defizite zu betrachten und zu bestrafen.
Zu einem gelingenden Entwicklungsprozess gehört jedoch eine professionelle Unterstützung der Erwerbslosen in den Jobcentern. Nur auf diese Weise können deren Fähigkeiten erkannt und gezielt gefördert werden. Bislang fehlt es jedoch an ausreichenden Fachkräften, die arbeitslose und Qualifizierung suchende Menschen gut orientieren und beraten können. „Das Grundrecht auf freie Berufswahl auch für Hartz IV-EmpfängerInnen kann nur durch mehr und besser qualifizierte persönliche AnsprechpartnerInnen in den Jobcentern erreicht werden,“ so Thiel. Volkswirtschaftlich rechne sich eine Investition in Beratung, da eine gelungene Hilfe zur Selbsthilfe langzeitarbeitslose Menschen und deren Familien mittelfristig aus dem Leistungsbezug befreien könne.
Datenbasis Eurostat:
https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-eurostat-news/-/DDN-20180226-1?inheritRedirect=true&redirect=%2Feurostat%2F












