(openPR) Medienmitteilung vom 17. Februar 2003:
Auf dem absteigenden Ast
Heute Montag 17. Februar 2003 hat in Bern die Schweizerische Vereinigung für Atomenergie (SVA) mit einer Informationstagung ihre Abstimmungskampagne gestartet. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass die Interessensvertreter der AKW Betreiber die Augen vor der Realität verschliessen. Die Atomenergie befindet sich auf dem absteigenden Ast. Der Ausstieg in der Schweiz folgt einem weltweiten Trend: Global werden mehr AKW-Kapazitäten abgebaut als durch neue Anlagen hinzukommen.
Westeuropa ist bereits aus der Atomenergie ausgestiegen. Deutschland, Italien, Spanien, Österreich, Holland, Belgien, Schweden, Norwegen und viele andere Länder haben den Ausstieg beschlossen oder sind gar nie eingestiegen. Übrig bleiben nur noch drei Länder: Frankreich, Grossbritannien und Finnland. Und auch hier steht die Atomenergie vor einer ungewissen Zukunft: In Grossbritannien verhängte vor kurzem die Regierung einen fünfjährigen Baustopp für neue Reaktoren. Denn: Mit Britsh Energy steht der wichtigste AKW-Betreiber des Landes kurz vor dem Konkurs.
A propos Kosten: Die SVA ist bei ihren Behauptungen zu den Ausstiegskosten von einer Ersatzstrategie ausgegangen, die in dieser Form gar nicht zur Diskussion steht. Aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht ist ein Mix aus effizienter Energienutzung und erneuerbaren Energien am sinnvollsten. Ausserdem fehlt bei der Kostenberechnung der SVA eine Vergleichsbasis, denn die Kosten des Atompfades werden nicht einberechnet: Wie viel kostet es, die alten AKWs durch neue zu ersetzen?
Mit 2x Ja am 18. Mai 2003 machen wir den Weg frei für eine effiziente Energienutzung, für mehr Strom aus Sonne, Wind und Biomasse. Kur: Für eine sichere Stromversorgung.
Einen schönen Tag wünscht









