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Federico Fellini - Der Meister des italienischen Films

02.10.200609:32 UhrKunst & Kultur
Bild: Federico Fellini - Der Meister des italienischen Films
Federico Fellini
Federico Fellini

(openPR) Wie kein anderer verstand Federico Fellini es, seine ganz persönlichen Träume und Visionen auf die Leinwand zu bringen und dennoch ein Millionenpublikum zu erreichen. Seine Filme gehören zu den bleibenden Kunstwerken des letzten Jahrhunderts.


Federico Fellini wurde am 20. Januar 1920 im italienischen Rimini geboren. Er kam mit fünf Jahren auf eine katholische Schule, die von Schwestern geleitet wurde. Er wuchs in einem Italien auf, in dem Mussolini und Papst Pius XII dominierten. Schon früh begeisterte Federico sich für das Zeichnen und seit dem er 1930 den ersten Tonfilm sah, wuchs auch für dieses Medium seine Begeisterung. Jedoch hatte er auch andere Träume: Im selben Jahr lief er von zu Hause weg, um sich für kurze Zeit einem Zirkus anzuschließen. Während des Krieges reiste er mit einer Wandertruppe von Komödianten durch ganz Italien.

1936 wurden erstmals seine Karikaturen und Portraitzeichnungen publiziert. Außerdem gründete er mit einem Freund das „FEBO Porträtatelier“. Nach seinem Schulabschluss schrieb und zeichnete er für die florentinische satirische Wochenzeitung „420“.

1939 verließ er Rimini, um sich an der Universität Rom einzuschreiben. Nebenbei versuchte er sich als Journalist beim Rundfunk und machte schon ein Jahr später seine ersten Erfahrungen als Drehbuchautor. Außerdem arbeitete er als Zeichner und Übersetzer von Comics für die humoristische Wochenzeitschrift "Marc' Aurelio", verfasste Hörspiele und entwickelte Gags für den Komiker Macario. Bei seiner Rundfunkarbeit lernte er die junge Schauspielerin Giulietta Masina kennen, die er 1943 heiratete.

1944 durfte er erstmals als Drehbuchautor bei Roberto Rosselinis „Rom - offene Stadt“ mitarbeiten und nach weiteren zwei Jahren saß er bei „Paisa“ sogar schon im Regieraum. Diese beiden Filme gehören zu den schönsten des italienischen Neorealismus. Als Drehbuchautor und Regieassistent war nun er maßgeblich an der Entwicklung dieses Stils beteiligt.

Zum Star wurde Fellini mit „La Strada - Das Lied der Straße“ (1954) nur ein Jahr später. Dieser Film erhielt einen Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film. In dieser poetischen Tragödie zieht das einfältige Mädchen Gelsomina (Giulietta Masina) mit dem brutalen Schausteller Zampano (Anthony Quinn) umher. Als sie dem Seiltänzer Matto begegnen, kommt es zur Katastrophe. Bis heute zieht dieser Film, der von Einsamkeit und tiefer Menschlichkeit berichtet, das Publikum in seinen Bann. Fellini verstand es hier, zwei Außenseiter zu Helden zu machen.

1952 drehte Fellini mit „Der weiße Scheich“ seinen ersten Film, eine Satire auf die damals sehr beliebten Fotoromane. Darauf folgte dann 1953 „Die Müßiggänger“. Eine Schilderung des Alltags in einer italienischen Provinzstadt. In den scheinbar unbedeutenden Menschen und den banalen Geschehnissen zeigt Fellini sehr schlicht das Milieu junger Leute im Nachkriegs-Italien.

Nachdem ihm der Durchbruch gelungen war, drehte er die Filme, „Die Schwindler“ (1955), „La dolce vita“ (1959), „Boccaccio 70“ (1961) und N8 ½L (1962). Ein schwieriges, sehr symbolfreudiges Werk war „Julia und die Geister“ (1965), der abgesehen von der „Boccaccio 70“-Episode sein erster Farbfilm war.

Frei nach dem Romanfragment des römischen Dichters Petronius Arbiter drehte Federico Fellini 1969 seinen monumentalen Bilderbogen "Satyricon", worin die amourösen Abenteuer zweier junger Römer im ersten Jahrhundert nach Christus beschrieben werden.

Mit „Roma“ (1971) zeichnete Fellini ein sehr persönliches, fragmentarisches Porträt der Stadt Rom, in dem er Real- und Phantasiesequenzen vermischte.

Ein eigenwilliges Werk war auch „Orchesterprobe“ (1978), einer Fernsehaufzeichnung von einer chaotischen Orchesterprobe, die in dem Abbruch einer kleinen Kirche ihr turbulentes Ende findet. Dieses Werk ist, wie generell bei Fellini üblich, in seiner ganzen prallen Fülle mehr auf den Bauch als auf den Kopf gerichtet. Man sollte dieses mehrdeutige, vielschichtige Werk einfach als das ansehen und akzeptieren, wie es von seinem Meister selbst empfohlen wird: „Mein Film erzählt von einer Orchesterprobe und nichts anderem!“ Die Erlebnisse des Giacomo Casanova wurden oft verfilmt. Die aufwendigste und zugleich aufsehenerregendste Fassung schuf Fellini 1976. Für „Casanova“ verbrauchte er die damals stattliche Summe von zehn Millionen Dollar. Sämtliche Originalschauplätze ließ er in der römischen Filmstadt Cinecittà nachbilden, und während der zweijährigen Drehzeit gaben mehrere Produzenten die Zusammenarbeit mit Fellini auf.

Zu Fellinis bekanntesten Alterswerken zählt „Ginger und Fred“ (1985), eine Novelle über ein paar, das nach 30 Jahren in einer weihnachtlichen Sondersendung wieder ihre Imitation des Paares Ginger Roger und Fred Astaire vorführt. In „Schiff der Träume“ (1982) sticht eine Gesellschaft von Opernstars und ihren Liebhabern am Vorabend des Ersten Weltkriegs in See, um die Asche einer verstorbenen Sängerin ins Meer zu streuen. Während der Fahrt bricht der Krieg aus, und serbische Flüchtlinge kommen an Bord. Es kommt zur Katastrophe. "Fellini erweist sich einmal mehr als souveräner Illusionist, der alle Mittel und Tricks des filmischen Handwerks beherrscht - und den Zuschauer am Ende hinter die Kulissen blicken lässt."

In „Intervista“ (1986) präsentiert sich der Altmeister von einer neuen, originellen Seite und zeigt sich selbst und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch das Studio-Gelände von Medium Film und stellt dort nebenbei die Mitarbeiter vor, die sein Schaffen fast 40 Jahre begleitet haben. Mit am Set ist auch Marcello Mastroianni, der Anita Ekberg in ihrer römischen Villa besucht.

Fellinis letztes Werk war „Die Stimme des Mondes“ (1990), worin der 70jährige Meister unter Missachtung von Konventionen der Dramaturgie und des traditionellen Erzählkinos einen liebenswürdigen Narren in Szene setzt, der auf die Stimme des Mondes hört und neugierig durch eine verrückte Welt stolpert.

In „Amarcord“ - Ich erinnere mich (1973) fasste Fellini die Erinnerungen an seine Jugendzeit in der heutigen Urlaubshochburg Rimini zu einem pittoresken Bilderbogen zusammen. Einfache Menschen, originelle Käuze und verführerische Frauen spielen die Hauptrollen in einer beinahe Volksstückhaften derben Komödie.

In seiner 40 Jahre dauernden Regie-Karriere inszenierte er insgesamt zwanzig Spielfilme. Die Liste der Preise, die er im Laufe der Zeit bekam, ist endlos lang. Er wurde 12 Mal für den Oscar nominiert, gewann ihn jedoch nur zweimal. Deshalb wurde Fellini 1993 mit dem Ehren-Oscar ausgezeichnet und verstarb wenig später, am 31. Oktober des gleichen Jahres an den Folgen eines Herzanfalls. Seine Frau Giulietta Masina blieb bis zu seinem Tod an seiner Seite. Am 23. März 1994 - fünf Monate nach Fellini -starb sie kurz nach ihrem 74. Geburtstag.

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