openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Ob im Druck oder im Web - das Fraunhofer IGD denkt dreidimensional

07.08.201810:59 UhrIT, New Media & Software
Bild: Ob im Druck oder im Web - das Fraunhofer IGD denkt dreidimensional
Realistische 3D-Modelle durch Transluzenz und Transparenz. Copyright: Fraunhofer IGD
Realistische 3D-Modelle durch Transluzenz und Transparenz. Copyright: Fraunhofer IGD

(openPR) SIGGRAPH 2018 in Vancouver
------------------------------

Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD stellt auf der SIGGRAPH 2018 drei Publikationen vor, die richtungsweisende Entwicklungen im 3D-Druck, in der 3D-Webvisualisierung und der optischen Materialerfassung beschreiben. Die angenommenen Publikationen bestätigen, dass das Institut eine internationale Spitzenstellung in der computergraphik-relevanten Forschung besitzt.



Auf der SIGGRAPH 2018, die in diesem Jahr vom 12. bis 16. August in Vancouver stattfindet, wurden diesmal gleich zwei Papers sowie ein Poster des Fraunhofer IGD zugelassen. Als weltweit größte Konferenz in der Computergraphik ist die SIGGRAPH das bedeutsamste internationale Wissenschaftsforum für Virtual Reality, Mixed Reality, Animation, Spiele und digitale Kunst.

Professor Philipp Urban beschreibt in seinem Paper mit dem Titel 3D Printing Spatially Varying Color and Translucency eine Technologie, mit der völlig neue Möglichkeiten im 3D-Druck entstehen. Im Kern entwickelte er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Alan Brunton, Can Ates Arikan und Tejas Madan Tanksale einen Algorithmus, mit dem Vollfarbe, Transluzenzen und Transparenzen realisierbar und zudem kombinierbar sind. Hieraus ergeben sich vielfältige Einsatzszenarien, etwa in der Filmindustrie und in der Medizintechnik. Urban zeigt in seinem Paper, wie es unter anderem damit möglich ist, transluzente Materialien wie Haut realistisch nachzubilden. Ingenieure und Designer können die entsprechenden 3D-Modelle mit herkömmlichen Modellierungswerkzeugen erzeugen und in Standarddateiformaten abspeichern. Auch das Kopieren von Objekten aus unterschiedlichen Materialien ist vorstellbar. Anwender und Kunden können auf dieser Basis jetzt Millionen Designs drucken, die bereits im Internet verfügbar sind. Die Technologie ist im vom Fraunhofer IGD entwickelten 3D-Druckertreiber Cuttlefish integriert und wird bereits von Kunden genutzt.

Das zweite Paper Box Cutter: Atlas Refinement for Efficient Packing via Void Elimination befasst sich mit einer Methode zur Optimierung von texturierten 3D-Modellen. Dr. Max Limper und seine Kollegen Nicholas Vining und Alla Sheffer von der University of British Columbia UBC zeigen darin, wie die Box-Cutter-Software in der Lage ist, Oberflächen von 3D-Modellen detailreicher darzustellen, ohne dass mehr Speicherkapazität erforderlich ist. Was von Experten bisher mit hohem Aufwand manuell im sogenannten Atlas arrangiert werden musste, übernimmt nun ein Algorithmus. Als denkbare Anwendungsgebiete nennt Limper 3D-Visualisierungen, Computerspiele, VR-Anwendungen und 3D-Darstellungen im Browser. Insgesamt erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten von 3D-Modellen aufgrund der reduzierten Ladezeit deutlich.

Neben den beiden Publikationen wurde auch ein Poster des Fraunhofer IGD angenommen. Unter dem Titel Automated Acquisition and Real-time Rendering of Spatially Varying Optical Material Behavior stellen Martin Ritz und Pedro Santos den Konferenzbesuchern eine neue, vollautomatische Methode zur physikalisch realistischen Erfassung und Darstellung von optischem Materialverhalten vor. Je nach Lichteinfallsrichtung variieren Objektoberflächen erheblich - bisher eine große Herausforderung bei der Produktion realistischer 3D-Modelle. Die neue Methode transportiert die lichtabhängigen Oberflächenveränderungen in den Virtuellen Raum und ermöglicht im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen ein Rendern in Echtzeit. Durch die massive Einsparung im Speicherbedarf sind die erfassten Daten damit auf beliebige 3D-Modelle übertragbar. Anwendungsbeispiele finden sich in der Automobilbranche, wo verschiedene Materialien der Innenausstattung bereits vor Produktion eines Prototypen virtuell unter realistischer Beleuchtung geprüft werden können, oder in der Architektur.

Das Fraunhofer IGD lädt am 15. August zu einem Networking-Event in Vancouver ein, bei dem Gäste mit unseren Experten über diese Technologien und deren Anwendungsmöglichkeiten diskutieren können. Auch die Software instant3Dhub, die skalierbar auf allen Endgeräten 3D-Objekte visualisiert, wird dort unter Einsatz von Augmented Reality demonstriert. Dabei werden die 3D-CAD-Daten ohne manuelle Anpassungen direkt zum Tracking genutzt. Zudem wird bei der Veranstaltung eine Software vorgesellt, die die computergestützte Modellierung von gradierten Eigenschaften und multiplen Materialien für 3D-Bauteile und die Herstellung mittels 3D-Druck ermöglicht.

Weiterführende Informationen:

- https://www.cuttlefish.de/ (https://www.cuttlefish.de)
- https://www.igd.fraunhofer.de/projekte/instant3dhub (https://www.igd.fraunhofer.de/projekte/instant3dhub)
- https://www.igd.fraunhofer.de/projekte/cultlab3d




------------------------------

Pressekontakt:

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt

fon ..: +49 6151 155-146
web ..: http://www.igd.fraunhofer.de
email : E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1013858
 705

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Ob im Druck oder im Web - das Fraunhofer IGD denkt dreidimensional“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Bild: Forensische Bilddaten automatisiert zusammenführen und Befundung nachvollziehbarer machen
Forensische Bilddaten automatisiert zusammenführen und Befundung nachvollziehbarer machen
ICON VirtoFusion Wie lassen sich unterschiedliche forensische Bilddaten zuverlässig zusammenführen und Befunde besser nachvollziehen? Im Forschungsprojekt ICON VirtoFusion entwickeln Fraunhofer IGD und Universität Zürich eine Plattform, die verschiedene Bildgebungsverfahren automatisiert verknüpft, ihre Übereinstimmung prüft und Unsicherheiten sichtbar macht. So sollen reproduzierbare und nachvollziehbare Grundlagen für die forensische Dokumentation und Befundung entstehen. Forensische Bilddaten werden bislang häufig mit unterschiedlichen S…
Bild: Fraunhofer IGD - Wenn Forschung und Praxis gemeinsam aufs Feld gehen
Fraunhofer IGD - Wenn Forschung und Praxis gemeinsam aufs Feld gehen
Zukunftsfähige Landwirtschaft live erleben Am 2. September findet der erste Smart-Farming-Feldtag auf dem Innovations-Gut von Thünen in Tellow statt. Die Fraunhofer-Institute für Graphische Datenverarbeitung IGD und für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP zeigen gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Industrie und Start-ups, wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Automatisierung zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft beitragen können. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Anwendungen und Live-Demonstrationen unter realen Einsatz…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Fraunhofer IGD: KI-Lösungen synthetisch anlernen - Trainingsdaten generieren leicht gemacht
Fraunhofer IGD: KI-Lösungen synthetisch anlernen - Trainingsdaten generieren leicht gemacht
… sind maßgeblich für den Erfolg. Diese zügig und in ausreichender Stückzahl zu generieren, stellt Anwender in der verarbeitenden Industrie vor Herausforderungen. Das Fraunhofer IGD arbeitet daher mit synthetisch erzeugten Trainingsdaten. Schneller, unkomplizierter und wirtschaftlicher schaffen die Forschenden so die Grundlage für Maschinelles Lernen und …
Bild: Innovation im 3D-Druck - Neues Verfahren des Fraunhofer IGD verhindert TreppenstufenartefakteBild: Innovation im 3D-Druck - Neues Verfahren des Fraunhofer IGD verhindert Treppenstufenartefakte
Innovation im 3D-Druck - Neues Verfahren des Fraunhofer IGD verhindert Treppenstufenartefakte
Flexibel einsetzbar Mit einer rein geometrischen und algorithmischen Methode verhindern Wissenschaftler des Fraunhofer IGD Treppenstufenartefakte im Multimaterial-3D-Druck. Um Quantisierungsfehler zu vermeiden, modulieren sie die Oberfläche des Objekts mit einem hochfrequenten Signal. Das Ergebnis sind geometrisch und farblich akkurate Oberflächen. Ihre …
Bild: US-Kinofilm setzt auf deutsche 3D-Drucktechnologie
US-Kinofilm setzt auf deutsche 3D-Drucktechnologie
Software von Fraunhofer IGD erweckt LAIKAs "Mister Link" weltweit zum Leben ------------------------------ Die Macher des Stop-Motion-Films Mister Link setzten bei der Produktion ihrer Figuren auf den 3D-Druckertreiber des deutschen Forschungsinstituts Fraunhofer IGD. Das Ergebnis ist jetzt im Kino zu sehen. Am 30. Mai feiert Mister Link, der neue Animationsfilm …
Bild: Kundenspezifische Maßlösungen: Individuelles Design und fotorealistischer 3D-Farbdruck
Kundenspezifische Maßlösungen: Individuelles Design und fotorealistischer 3D-Farbdruck
Fraunhofer IGD Prototypen auf der formnext 2017 - Halle 3.0 Stand F50 ------------------------------ Eine Software, die in Echtzeit prüft, ob sich am Bildschirm entworfene Produktdesigns in der Realität überhaupt umsetzen lassen und auf 3D-Farbdruckern produzierbar sind? Was wie Zukunftsmusik klingt, wird von Forschern des Fraunhofer IGD gerade realisiert …
Bild: Fraunhofer IGD optimiert Cuttlefish-3D-Druckertreiber für Polyjet-Anwendungen von Stratasys
Fraunhofer IGD optimiert Cuttlefish-3D-Druckertreiber für Polyjet-Anwendungen von Stratasys
Zukünftige gemeinsame Lösungen geplantFraunhofer IGD, das führende internationale Forschungsinstitut für angewandte graphische Datenverarbeitung, hat seinen Cuttlefish® 3D-Druckertreiber für PolyJet™ 3D-Druck von Stratasys optimiert und arbeitet zusammen mit Stratasys an künftigen Software-Erweiterungen. Der vollfarbige Multi-Material-PolyJet 3D-Druck …
Bild: Cuttlefish-Treiber für alle Nutzer des Stratasys J750 3D-Druckers verfügbar
Cuttlefish-Treiber für alle Nutzer des Stratasys J750 3D-Druckers verfügbar
Cuttlefish ist ein universeller 3D-Druckertreiber, der vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD entwickelt wurde. ------------------------------ Der hochvolumige 3D-Druck tritt in eine neue Phase ein: Auf der Fachmesse formnext 2017 hat Stratasys seine offene Voxel Print-Schnittstelle für den Vollfarb-Multi-Material-3D-Drucker J750 …
Bild: Webinar des Fraunhofer IGD: CAD-Modelle gradieren - elegant, funktional und intuitiv
Webinar des Fraunhofer IGD: CAD-Modelle gradieren - elegant, funktional und intuitiv
… beispielsweise mittels Multimaterial-3D-Druck. CAD-Modelle mit lokal variierenden Eigenschaften zu versehen, ist schwierig und zeitaufwendig. Deshalb entwickeln Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IGD eine Softwarelösung, um Materialverteilungen an CAD-Modellen elegant und intuitiv zu definieren und damit komplexe Bauteilanforderungen umsetzen zu können. …
Bild: Durchbruch: Perfektes Computergenerierte Augenprothesen aus dem 3D-Drucker überzeugen in der PraxisBild: Durchbruch: Perfektes Computergenerierte Augenprothesen aus dem 3D-Drucker überzeugen in der Praxis
Durchbruch: Perfektes Computergenerierte Augenprothesen aus dem 3D-Drucker überzeugen in der Praxis
Einsatz der Lösung des Fraunhofer IGD am Moorfields Eye Hospital Hoffnung für hunderttausende Menschen in Europa: In reproduzierbar hoher Qualität und außerdem mit weniger Aufwand als bisher lassen sich Augenprothesen im 3D-Druckverfahren herstellen. Das Fraunhofer IGD unterstützt Okularistinnen und Okularisten mit einer Software sowie einem Druckertreiber …
Bild: Fraunhofer-Technologie revolutioniert den 3D-Druck von Augenprothesen
Fraunhofer-Technologie revolutioniert den 3D-Druck von Augenprothesen
...der weltweit erste Patient, der mit einer vollständig digital gedruckten 3D-Augenprothese versorgt wird... Augenprothesen werden in Zukunft mit 3D-Druckern hergestellt. Das Fraunhofer IGD hat eine Reihe von Technologien entwickelt, die die bisherige, rein manuelle Herstellung individueller Prothesen ablösen. Die Fraunhofer-Software Cuttlefish:Eye …
Bild: 3D-Druckertreiber Cuttlefish von Fraunhofer jetzt auch für Mimaki-Drucker
3D-Druckertreiber Cuttlefish von Fraunhofer jetzt auch für Mimaki-Drucker
Cuttlefish ist ein universeller 3D-Druckertreiber, der vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD entwickelt wurde. ------------------------------ Dem 3D-Druckertreiber Cuttlefish des Fraunhofer IGD ist ein weiteres Roll-out gelungen. Der Druckerhersteller Mimaki hat nun auch seine Schnittstellen für Cuttlefish geöffnet. So können noch …
Sie lesen gerade: Ob im Druck oder im Web - das Fraunhofer IGD denkt dreidimensional