(openPR) Es ist Herbst und damit auch klassisch jene Phase im Jahr, in dem Unternehmen sich zurückziehen und die geeigneten Schritte für das kommende Jahr überlegen, oder auch nicht. Damit Sie diese Fehler nicht machen, nehmen wir die gröbsten Fehler unter die Lupe.
Fehler 1: Auf die Jahresplanung verzichten
Die Jahresplanung ist der zentrale Baustein in der Unternehmensführung. Trotzdem wird dieser Bereich noch immer zu oft nur geringfügig bearbeitet oder schlichtweg ignoriert.
„Es hat oft den Anschein, dass der nächste Urlaub gründlicher geplant wird, als das nächste Geschäftsjahr“, erzählt Thomas Ullram, Geschäftsführer von ‚edler und ullram’. „Zu oft hört man, dass es nur Zeit kostet und nichts bringt, denn die Wirklichkeit sieht ganz anders aus.“ Es stimmt, dass man nicht alle Eventualitäten einplanen kann und der überraschende Großauftrag auch passieren kann, doch wer sein Geschäft auf diesen Eventualitäten aufbaut und nicht auf dem Tagesgeschäft, das sehr wohl planbar ist, der hat von Haus aus schlechte Karten. Eine optimale Ressourcenpolitik ist nicht möglich, die Erfolge basieren auf Glück und Zufall und das unternehmerische Handeln wird auf „Reagieren“ beschränkt.
Lieber also doch einige Tage Zeit nehmen, um einen Plan zu erstellen, die Ressourcen zu verteilen und die richtigen Überlegungen zu treffen, um frühzeitig agieren zu können.
Fehler 2: Planen ist mehr als Ziele stecken
„Viele Unternehmer verwechseln die Planung mit Zielsetzung. Außerdem ist es für sie meist eine Pflichtübung, als eine echte Vorbereitung auf die Zukunft. In erster Linie geht es darum, sich realistische Ziele zu setzen. Aber oft hört es dann schön wieder auf. Es fehlen die Strategien, diese Ziele zu erreichen und die dahinter stehenden Aktivitäten.“
Am Beginn steht natürlich die Zielsetzung. Damit beginnt die Planung aber erst. Es müssen Überlegungen angestellt werden, wie die Ziele erreicht werden sollen. Jede Umsatzsteigerung kann realistisch sein, wenn man weiß, welche Aktivitäten und Projekte dahinter stehen. Deshalb ist es unumgänglich nicht nur Ziele zu stecken, sondern diese auch mit Strategien und Aufgaben zu versehen.
Fehler 3: Auf die Vergangenheit vergessen
Noch vor der Zielsetzung steht immer eine Ist-Analyse. Wo stehen wir heute. Je nach Unternehmen und Branche kann diese Analyse ein paar Zeilen, aber auch einige 100 Seiten lang sein. Auf jeden Fall sollten die wichtigsten Parameter – Wettbewerb, Kunden, Portfolio – enthalten sein.
Einer der schlimmsten Fehler ist es auf diese Vergangenheit zu vergessen. Aus der eigenen Vergangenheit zu lernen und kritisch damit umzugehen ist die beste Voraussetzung im nächsten Jahr erfolgreicher zu werden. Betrachtet man das letzte Jahr so ergeben sich automatisch Verbesserungsmöglichkeiten, die zu einem besseren nächsten Jahr führen. Erst auf dieser Basis ist es möglich realistische Ziele zu setzen.
Fehler 4: Jahresplanung ist mehr als eine Zahlenspielerei
Eine Jahresplanung muss ein vollständiges Abbild des Unternehmens im nächsten Geschäftsjahres wiedergeben und nicht nur Teile davon.
Die Basis sind natürlich Zahlen – Einnahmen, Ausgaben, Umsatz, Produktionsvolumen usw. Doch zu diesen Hard Facts müssen auch Soft Facts gefügt werden. „Will ein Unternehmen 30% Umsatzsteigerung bis Ende nächsten Jahres erreichen, so sollte es auch wissen, wie es das erreichen will. Zu oft bleibt es bei dem frommen Wunsch, ohne jedoch zu erläutern, wie er geschafft werden soll.“ meint Thomas Ullram.
Stehen zum Beispiel 100.000 Euro als Marketingbudget zur Verfügung, so kann diese Zahl in den Jahresplan eingefügt werden. Doch was mit diesen 100.000 Euro angestellt wird, muss ebenso festgehalten werden. Nur so wissen alle Beteiligten von Anfang an, was mit den Ressourcen zu tun ist.
Fehler 5: Das Ursache-Wirkung-Prinzip
„Der Jahresplan ist wie eine Maschine mit vielen Rädchen. Dreht man an einem, drehen sich viele andere mit. Will man 30% Mehr erreichen, so muss man sich auch im Klaren sein, was das sonst noch bedeutet, zum Beispiel neue Mitarbeiter – also höhere Personalkosten – oder mehr Werbung – also höhere Marketingausgaben. Behält man alles gleich, so muss man sich zumindest die Frage stellen, warum im letzten Jahr nicht schon 30% mehr möglich waren. Deshalb ist auch die Ist-Analyse am Beginn so notwendig. Denn habe ich bereits dieses Jahr einen neuen Mitarbeiter aufgebaut, so kann dieser nächstes Jahr durchstarten, ohne, dass sich Kosten großartig verändern. Wichtig ist in dieser Phase also, sich bewusst zu werden, wie es funktionieren kann.“
Bleiben wir bei den 100.000 Euro Marketingbudget von vorher. Entscheidet man sich, diese Geld für eine Neuprodukteinführung auszugeben, bedeutet das auch, dass sich die Logistikkosten ändern, dass der Umsatz aus diesem Neuprodukt erst später im Jahr generiert werden kann, dass Mitarbeiter eventuell zusätzliche Prämien bekommen werden usw.
Die Erstellung einer Jahresplanung ist geprägt von diesen Zusammenhängen und jeder Schritt, der eingefügt wird, verlangt, dass andere Schritte überprüft werden müssen, um weiterhin Gültigkeit zu haben. Auch wenn es anstrengend ist, diese Arbeit wird sich lohnen.
Fehler 6: Die Zeitfalle
Bei der Planung der Aktivitäten passiert regelmäßig ein Fehler, man vergisst die Zeit. Zeit ist die wichtigste Ressource überhaupt und dementsprechend muss man sorgsam mit ihr umgehen. Es ist schlichtweg unmöglich alles im ersten Quartal umzusetzen, abgesehen davon bleibt die Frage, was man in den restlichen drei Quartalen macht.
Es muss sowohl der Beginn, als auch die Fertigstellung der Projekte geplant werden. Einige Aktivitäten benötigen Zeit sie zu erarbeiten und sie benötigen Zeit, um im Markt zu greifen und Resultate zu liefern. Auch die Wirkung von Aktivitäten kann abhängig von ihrem Einsatzzeitpunkt vollkommen unterschiedlich sein.
Man sollte das gesamte Geschäftsjahr ausnutzen, desto regelmäßiger und gleich bleibender man am Markt sichtbar ist, desto nachhaltiger ist auch die Wirkung.
Fazit
Wenn man diese Fehler vermeidet, alle Schritte der Jahresplanung zusammen passen und durchgängig sind, so hat man ein gutes Fundament geschaffen, um das kommende Jahr erfolgreich zu meistern. Trotzdem warnt Thomas Ullram: „So gut es ist, einen guten Plan zu haben, er muss auch umgesetzt und regelmäßig überprüft werden. Es gibt immer wieder Ereignisse, die Unternehmen dazu zwingen Pläne über Bord zu werfen oder zu ändern, im Positiven wie im Negativen. Klammern Sie sich nicht zu sehr an den Plan, lassen Sie sich Spielräume für überraschende Möglichkeiten offen und denken Sie daran Polster für unliebsame Überraschungen einzuplanen.“
edler und ullram OEG
Hetzendorfer Str. 112/C2
1120 Wien
Österreich
Ansprechperson und Pressekontakt: Thomas Ullram












