(openPR) Die Weltmetropole London war trotz ihrer eigenen Musikszene schon immer ein internationaler Anziehungspunkt für Komponisten vom europäischen Festland gewesen. Im stimmungsvollen Schloss Nymphenburg präsentieren die internationalen Künstler des Pianistenclubs München einen multikulturellen Querschnitt aus über drei Jahrhunderten zum Thema "London".
Es spielen Gregor Arnsberg, Sylvia Dankesreiter, Ludmila Kwan, Yi Lin Jiang und Heiko Stralendorff, moderiert von Sylvia Dankesreiter.
Der britische Komponist Henry Purcell gilt bis heute als einer der bedeutendsten englischen Musikpersönlichkeiten. Er verbrachte sein ganzes Leben in London und wurde mit dem Ehrentitel "Orpheus britannicus" ausgezeichnet. Neben seinen bekannten Opern, Hymnen und Chorwerken schrieb er zahlreiche Instrumentalstücke, wovon die kleine Suite in G-Dur einen feinen Einblick in die englische Barockmusik wider gibt.
Neben seinen zahlreichen Opern und Oratorien waren auch die Suiten von Georg Friedrich Händel bereits zu seinen Lebzeiten populär, die der Komponist in London veröffentlichte. Die Sarabande dieser Suite in d-Moll besteht aus der Folia-Melodie, die vor allem während der Barock-Epoche äußerst beliebt war.
Auch Johann Christian Bach verbrachte einige Jahre in London und gründete dort als Konzertunternehmer die ersten Abonnementskonzerte für die höhere Gesellschaft. Seine lebhafte Klaviersonate zu vier Händen diente u. a. als ein musikalisches Vorbild für Mozarts Frühwerke.
Der aus Italien stammende Muzio Clementi erhielt seine musikalische Ausbildung in London und lebte dort weiterhin erfolgreich als Pianist, Pädagoge und Komponist. Die brillante Klaviersonate in fis-Moll ist ein hervorragendes Beispiel für seinen pädagogischen Einfluss auf die nachkommenden Generationen.
Der irische Pianist und Komponist John Field war ein langjähriger Schüler von Clementi. Er gilt als Erfinder des Nocturnes, und bereits in seinem ersten Nocturne in Es-Dur kann man bereits den träumerischen Charakter erkennen, von dem sich Frédéric Chopin inspirieren ließ und selber zahlreiche Nachtstücke komponierte. Seine beiden Nocturnes op. 62 sind durch differenzierte Klangfarben und tiefe Emotionen geprägt. Der Komponist spielte sein letztes öffentliches Konzert in London, wo neben den Nocturnes u. a. auch seine Barcarolle op. 60 auf dem Programm stand, ein einmaliges Werk mit gesanglichen Melodien.
Den Abschluss bildet die Fantasie op. 28 von Felix Mendelssohn, die den Beinamen „Schottische Sonate“ trägt und mit leidenschaftlicher Dramatik wie Virtuosität die Epoche der Romantik zur Geltung bringt.
Info und Karten gibt es unter www.pianistenclub.de und bei München Ticket.










