(openPR) Das Jahr neigt sich wieder dem Ende entgegen und wir möchten uns an dieser Stelle ganz aufrichtig für Ihr Interesse an unseren Internetpräsenzen mit den – zuweilen kritischen – Inhalten bedanken. Wir verfolgen monatlich unsere Webstatistiken und registrieren einen beachtlichen Zuspruch. Dies freut uns natürlich besonders, da wir meinen, mit unseren Themen und den darin geäußerten Rechtsmeinungen und Thesen nicht immer der „ganz herrschenden Lehre“ zu entsprechen.
Auch das Jahr 2007 stand ganz im Interesse des Grundrechtsschutzes und hier insbesondere im Zeichen der Patientenautonomie. Aber auch die höchst bedeutsamen Fragen der medizinischen Arbeitsteilung und die damit verbundenen Kooperationsbeziehungen einschließlich der wohlverstandenen Emanzipationsbestrebungen der Pflegeberufe waren erneut Gegenstand unseres Interesses. Gerade mit Blick hierauf vertreten wir zugegebenermaßen eine abweichende Position, erlauben aber uns den Hinweis, dass wir frei von ideologischen und berufspolitischen Einflüssen sind und somit letztlich nur zum weiteren Nachdenken anregen wollen.
Nicht selten konfrontieren wir dabei die Berufsangehörigen der Pflegeberufe mit juristischer Dogmatik und weisen darauf hin, dass es höchst problematisch ist, Rechtsgrundsätze – die etwa im Bereich der Krankenpflege Geltung beanspruchen – ohne kritische Reflektion auf andere Lebenssachverhalte zur Anwendung zu bringen. Hier muten wir – mit Verlaub – auch unserer eigenen Profession und Kollegen ein wenig mehr Dogmatik zu, denn die wissenschaftliche Arbeit darf sich nicht auf eine "Ideen-Plagiat-Kultur" reduzieren. Dass hierbei nicht selten Kollegen die intensive Diskussion meiden und im Zweifel auf anderslautende Rechtsmeinungen und –auffassungen noch nicht einmal mehr hinweisen, ist ebenso bedenklich wie zugleich eine wissenschaftliche Untugend. Die Kollegen bleiben also aufgerufen, sich mit ihren Auffassungen auch im intraprofessionellen Forum zur Diskussion zu stellen, denn nicht nur das Ergebnis oder der Praxistipp zählt, sondern auch die stringente Argumentationsführung. Es wäre fatal, wenn jedenfalls im Rahmen der wissenschaftlich gebotenen Diskussion ein wünschenswertes, weil interessen- oder ideologiengeleitetes Ergebnis von vornherein feststeht und „nur noch“ abgesichert werden soll und dabei bewusst Gegenargumente ausgeblendet werden. Geben wir den Pflegenden, aber auch den Patienten nicht „mehr Steine statt Brot“, sondern lassen Sie uns bemüht sein, die zentralen Fragen im intraprofessionellen Rahmen auszufechten und so den interessierten Berufsangehörigen die Möglichkeit zu eröffnen, die Plausibilität und Stringenz unserer Argumente überprüfen zu können.
Wir möchten Ihnen und Ihrer Familie ein besonders geruhsames Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr wünschen und hoffen, dass Sie unserem Webengagement weiterhin die Treue halten.
Abschließend möchten wir es nicht verabsäumen, uns bei dem Team von openPR für den tollen Service zu bedanken. Das offene Presseportal bietet auch uns die Möglichkeit, tagesaktuelle Meldungen einem großen Publikum anzubieten.
Mit den besten Wünschen für Sie verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Ihr Lutz Barth, 19.12.07













