openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Sterbehilfe und Grundrechtsschutz - Was leistet der kommende 66. DJT hierzu?

06.09.2006 • 08:28 Uhr • Gesundheit & Medizin

(openPR) Es stellt sich zunehmend als ein Ärgernis dar, dass der zur Entscheidung berufene Gesetzgeber trotz der gebotenen Dringlichkeit keine Veranlassung sieht, sich mit aller Konsequenz den Fragen der Patientenautonomie am Ende des Lebens zu widmen.

Die Politiker verkünden unablässig die Notwendigkeit spezieller Regelungen und es fragt sich, woran das Gesetzesvorhaben scheitert. Der von der Bundesjustizministerin vorgelegte (erste) Gesetzentwurf zur Patientenverfügung wurde zurückgenommen, weil ihrer Meinung nach der Meinungsbildungsprozess noch nicht abgeschlossen sei.

In der Deutschen Ärztezeitung konnten wir in dieser Woche lesen, dass u.a. der baden-württembergische Justizminister U. Goll eine klare gesetzliche Regelung zur Reichweite und Bindungswirkung von Patientenverfügungen fordert.
Der Mitteilung kann entnommen werden, dass die Regierungskoalition „noch“ in dieser Legislaturperiode zu einer Regelung kommen will; die Bundesjustizministerin plant, bis Mitte 2007 einen Gesetzentwurf vorzulegen.

Nun haben wir als Bürgerinnen und Bürger durchaus Verständnis dafür, dass die Regierungskoalition zukunftsweisende Reformen auf den Weg bringen will, wenngleich dies nicht hinderlich sein sollte, ein seit Jahren höchst sensibles und kontrovers diskutiertes Thema endlich einer Klärung zuzuführen.

Der Regelungsbedarf ist unverkennbar, nicht zuletzt auch deswegen, weil in der Sterbehilfediskussion nicht selten Positionen von Interessenverbänden vertreten werden, die über ein alltagstheoretisches Räsonnieren nicht hinaus kommen: es fehlt mancherorts die erforderliche Sensibilität für die höchst bedeutsamen Fragen am Ende Lebens und zwar insbesondere mit Blick auf die mit der Sterbehilfedebatte verbundenen verfassungsrechtlichen Fragen.

>>> mehr dazu unter http://www.iqb-info.de/Sterbehilfe_und_Grundrechtsschutz.pdf

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 98927
 2335

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Sterbehilfe und Grundrechtsschutz - Was leistet der kommende 66. DJT hierzu?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Bild: Wir sollen nicht sterben wollenBild: Wir sollen nicht sterben wollen
Wir sollen nicht sterben wollen
Der „Diskurs“ (?) über das frei verantwortliche Sterben eines schwersterkrankten und sterbenden Menschen ist nach wie vor nicht nur soziologisch unterbelichtet, sondern zeichnet sich insbesondere durch Glaubensbotschaften der selbsternannten „Oberethiker“ und deren „Geschwätzigkeit“ aus. „Lebensschützer“ meinen zu wissen, was die Schwersterkrankten und Sterbenden wünschen und welcher Hilfe diese am Ende ihres sich neigenden Lebens bedürfen. Mit Verlaub: Es reicht nicht zu, stets die Meinungsumfragen zu kritisieren, in denen die Mehrheit der…
Bild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubarBild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
Es scheint an der Zeit, in einer hoch emotionalisierten Debatte „Ross und Reiter“ zu benennen, die sich fortwährend um den „Lebensschutz“ scheinbar verdienstbar gemacht haben und unbeirrt auf ihrer selbst auferlegten Mission fortschreiten. Einige politisch Verantwortlichen sind gewillt, die „Sterbehilfe“ gesetzlich zu regeln und wie es scheint, besteht das Ziel in einer strikten Verbotsregelung. Auffällig ist, dass es sich um eine handverlesene Schar von Ethiker, Ärztefunktionären, freilich auch Theologen und Mediziner handelt, bei denen ber…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: „Viva la Revolución“ – Die neue Maxi-Single von Tristan Lauren DJT & The Revolución GirlsBild: „Viva la Revolución“ – Die neue Maxi-Single von Tristan Lauren DJT & The Revolución Girls
„Viva la Revolución“ – Die neue Maxi-Single von Tristan Lauren DJT & The Revolución Girls
„Viva la Revolución“ erscheint als erste Maxi-Single von Tristan Lauren DJT & The Revolución Girls beim Plattenlabel Lovetraxx Records als exklusive Download Version. Diese HandsUp-Nummer mit einfachen aber starken Melodien, trockenen Bässen und aufrüttelnden Vocals ist für das DJ Team um Tristan Lauren ein wegweisendes Thema für noch kommende Produktionen. …
Bild: Aufruf an alle Landesärztekammern: „Wehret weiteren Schaden ab!“Bild: Aufruf an alle Landesärztekammern: „Wehret weiteren Schaden ab!“
Aufruf an alle Landesärztekammern: „Wehret weiteren Schaden ab!“
… Ärzteschaft aufbauen zu können und zu müssen. Indes obliegt Ihnen die ohne Frage schwierige Aufgabe, den zwingend erforderlichen Spagat zwischen dem einzufordernden Grundrechtsschutz, der Wertepluralität und der gleichsam für existentiell gehaltenen Berufspflichten des ärztlichen Berufsstandes zu vollziehen. Bei der Frage der Übernahme des Verbots der …
Bild: Wir sollen nicht sterben wollenBild: Wir sollen nicht sterben wollen
Wir sollen nicht sterben wollen
… dort, wo mehr oder minder ungeniert der Versuch unternommen wird, muss das Recht (!) gegenüber solchen Instrumentalisierungsversuchen als sichere Bastion für den individuellen Grundrechtsschutz bemüht werden, und zwar ohne eine einseitige Orientierung an einer „christlichen Wertekultur“, die so humanistisch nun auch wieder nicht ist, wenn diese denn …
Liveticker vom 68. Deutschen Juristentag: Legal Tribune ONLINE lädt ein zur Diskussion im sozialen Netz
Liveticker vom 68. Deutschen Juristentag: Legal Tribune ONLINE lädt ein zur Diskussion im sozialen Netz
Köln, 20.09.2010. Beim 68. Deutschen Juristentag (djt) treffen sich vom 21. bis 24. September mehr als 3.000 Teilnehmer in Berlin. Im Mittelpunkt steht die Diskussion drängender rechtspolitischer Fragen – Fragen, die nicht nur für den Juristenstand von höchster Relevanz sind, sondern auch täglich die Nachrichten dominieren. Die Legal Tribune ONLINE, …
Sterbehilfe und Strafrecht! - Einige Anmerkungen zum Votum des Präsidenten der BÄK
Sterbehilfe und Strafrecht! - Einige Anmerkungen zum Votum des Präsidenten der BÄK
… berichtet und hierzu entsprechende Kommentare und Berichte verfasst. Der Präsident der BÄK hat sich gegen eine Liberalisierung des Strafrechts bei der Sterbehilfe ausgesprochen, nachdem auf dem 66. Deutschen Juristentag ein entsprechender Vorschlag von Juraprofessoren unterbreitet worden ist. Mehr zum Interview unter: http://www.bundesaerztekammer.de/25/10Pressemitteilungen/M200609/20060919.html Es …
Bild: Richterin spricht Urteil über Projektarbeit von IT-Umschülern
Richterin spricht Urteil über Projektarbeit von IT-Umschülern
Das Urteil der Leipziger Richterin am Landgericht Andrea Niermann über die Zusammenarbeit des 72. Deutschen Juristentags (72. djt) mit Umschülern der IT-Ausbildung fällt eindeutig positiv aus. Sie empfiehlt eine Wiederholung der Projektarbeit des Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) beim 73. djt in Hamburg 2020. Andrea Niermann, Geschäftsführerin …
Bild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubarBild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
… im Vorfeld einer möglichen Entscheidung im Bundestag davon überzeugen zu können, dass die Sterbehilfegegner mit ihren vielfach pathetisch vorgetragenen „Argumenten“ den Grundrechtsschutz auch der Schwersterkrankten und Sterbenden nicht nur untergraben und aushöhlen, sondern in der Gänze die als selbstverständlich erachtete Autonomie und Selbstbestimmung …
Bild: Sterbehilfe Bild: Sterbehilfe
Sterbehilfe
Angeklagt wegen Sterbehilfe ist der eindrucksvolle Bericht einer Ärztin, die einer tiefdementen Alzheimer-Patientin Sterbehilfe leistete. Die niederländische Staatsanwaltschaft war der Meinung, dass Sterbehilfe bei einer dementen Person trotz einer zuvor erstellten Willenserklärung zur Sterbehilfe nicht zulässig sei und eröffnete ein Gerichtsverfahren.Die …
Der neopaternalistische Ethikkurs der Bundesärztekammer ist zwingend zu stoppen
Der neopaternalistische Ethikkurs der Bundesärztekammer ist zwingend zu stoppen
… seinen grundlegenden rechtsethischen Grundstandards gilt und in diesem Sinne ist es eine vorrangige Aufgabe des parlamentarischen Gesetzgebers, für einen konsequenten Grundrechtsschutz sowohl der schwersterkrankten und sterbenden Patienten, aber auch für die verkammerten Ärzte selbst, zu tragen! Das „Grundgesetz ärztlicher Sittlichkeit“ – abgeleitet …
Bild: Das „Schweigen“ der BundesärztekammerBild: Das „Schweigen“ der Bundesärztekammer
Das „Schweigen“ der Bundesärztekammer
… standesrechtlichen und standesethischen Diskussion? Dies könnte ein Motiv für das „Schweigen“ nicht nur der BÄK sein, wenn es darum geht, ganz offen über den Grundrechtsschutz der Ärzte mit Blick auf ihre ureigene Gewissensentscheidung im Rahmen der Sterbehilfe-Debatte zu diskutieren. Im Ergebnis ein durchaus beklagenswerter Zustand, denn gerade die Stimme …
Sie lesen gerade: Sterbehilfe und Grundrechtsschutz - Was leistet der kommende 66. DJT hierzu?