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Übersichtsstudie stellt fest: Vitaminpillen bergen tödliche Gesundheitsrisiken

01.03.200716:47 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Übersichtsstudie stellt fest: Vitaminpillen bergen tödliche Gesundheitsrisiken

(openPR) Der Markt für Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel boomt: Jeder dritte Deutsche greift nach einer Forsa-Studie zu Pillen, Kapseln oder Pülverchen. Schätzungen gehen von 1 Milliarde Euro Jahresumsatz in Deutschland allein durch Vitamin- und Mineralstoffpräparate aus. Die mit der Einnahme dieser Mittel verbundene Hoffnung auf Fitness, Gesundheit und Schutz vor Krankheiten ist jedoch überaus trügerisch. Manche Vitaminpillen, so fand jetzt eine große Studie heraus, könnten sogar die Sterblichkeit erhöhen.

Dänische Wissenschaftler, unter ihnen Goran Bjelakovic von der Universitätsklinik Kopenhagen, hatten aus einer Vielzahl schon veröffentlichter Studien solche herausgesucht, die aufgrund ihrer methodischen Grundlage besondert fundiert erschienen. Übrig blieben insgesamt 47 Studien mit über 180.000 Teilnehmern, in denen der gesundheitliche Effekt von Präparaten mit sog. anti-oxidativen Vitaminen untersucht wurde: Vitamin A, C und E, Betakarotin und das Spurenelement Selen.

Bei einer differenzierten Analyse dieser methodisch besonders gut fundierten Studien mit niedrigen Verzerrungstendenzen zeigte sich dann, dass für die Einnahme einiger Vitaminpräparate ein im Vergleich zu Kontrollgruppen erhöhtes Sterblichkeitsrisiko gefunden worden war. Dieses erhöhte Risiko betrug für Betakarotin 7%, für Vitamin A 16% und für Vitamin E 4%. Für Selen und Vitamin C konnte kein solch fataler Zusammenhang festgestellt werden.

Tatsächlich, so räumen auch die Autoren ein, ist das Risiko für den einzelnen Menschen eher gering. Berücksichtigt man jedoch, dass in Nordamerika und in Europa schätzungsweise 80-160 Millionen Menschen regelmäßig Vitaminpräparate einnehmen, so muss man die schädliche Wirkung doch anders einstufen.

Weitere Informationen:
http://www.forum-gesundheitspolitik.de/dossier/index505.htm

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