12.07.2007 - 16:32 - Gesundheit & Medizin

Hohe Einkommensunterschiede: Ursache auch sozialer, kultureller und gesundheitlicher Problemherde

Pressemitteilung von: Forum Gesundheitspolitik
Bild im Großformat
Die Einkommensschere in Deutschland hat sich im internationalen Vergleich besonders weit auseinander entwickelt, die Einkommensunterschiede hierzulande sind so groß wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Auch die Zahl der Armen erreichte im Jahr 2005 einen Rekordwert. Ein Aufsatz englischer Wissenschaftler hat zu dem Thema "ökonomische Ungleichheit und daran geknüpfte soziale Probleme" nun eine Vielzahl neuerer Forschungsergebnisse vorgelegt. Es zeigt sich: Je größer die Einkommensunterschiede in einem Land sind, desto häufiger tauchen dort auch andere soziale, kulturelle oder gesundheitliche Probleme auf.

Deutlich gemacht wird dies mit einer Vielzahl von Daten, die allesamt aufzeigen, dass die Höhe der Einkommensunterschiede, die Schere zwischen Arm und Reich, auch andere Felder des Sozialstaats berührt. Dies betrifft etwa Krankheit und Lebenserwartung, die Verbreitung von Übergewicht, unerwünschte Teenager-Schwangerschaften, die Häufigkeit psychischer Erkrankungen, das Ausmaß an Gewalt und Tötungsdelikten oder auch Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Hierzu lagen bereits vielfältige wissenschaftliche Veröffentlichungen vor. Neu sind die jetzt mitgeteilten Befunde, dass auch die Schulleistungen von Jugendlichen, die Zahl der Strafgefangenen, Todesfälle durch Drogen oder das Ausmaß sozialer Mobilität, die gesellschaftlichen Aufstiegschancen, von den in einem Land feststellbaren Einkommensunterschieden abhängen.

Weitere Details zur Studie: "Hohe Einkommensunterschiede: Ursache auch sozialer, kultureller und gesundheitlicher Problemherde"
www.forum-gesundheitspolitik.de/dossier/index602.htm

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Dr. Gerd Marstedt
Parkallee 39
28209 Bremen
Tel. 0421-218-4385
Email:

FORUM GESUNDHEITSPOLITIK ist eine private Initiative, die von gesundheitspolitisch engagierten Wissenschaftlern getragen wird. Zielsetzung ist eine fundiertere Information der Öffentlichkeit und insbesondere von Wissenschaftlern und Journalisten, Studenten/innen und politischen Entscheidungsträgern über gesundheitspolitische Rahmenbedingungen, gesetzliche Veränderungen in diesem Bereich sowie Ansprüche der Bevölkerung an das Gesundheitssystem. Die Website verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen.

News-ID: 146173 • Views: 1504

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr