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Deutsch-russische Initiative zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten gegründet

11.10.2006 • 14:34 Uhr • Gesundheit & Medizin

(openPR) Dresden, 11. Oktober 2006 - Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin unterzeichneten deutsche und russische Wissenschaftler am Dienstagabend in Dresden auf dem 6. Petersburger Dialog die Gründungsurkunde des Koch-Metschnikow-Forums (KMF). Die deutsch-russische Initiative zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten ist die bisher umfangreichste zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit beider Staaten im Gesundheitswesen. Ziel ist es, die weltweite Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie AIDS und Tuberkulose, aber auch Vogelgrippe durch Kooperationen in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft langfristig einzudämmen.



„Infektionskrankheiten sind eine weltweite Gefahr, die nur durch intensive Zusammenarbeit eingedämmt werden kann. Das KMF ist ein zivilgesellschaftliches Netzwerk für alle, die ihren Beitrag zur aktiven Bekämpfung dieser Seuchen leisten wollen“, sagt Prof. Helmut Hahn, Vorsitzender der Berliner Medizinischen Gesellschaft und der deutschen Seite des KMF. Bereits seit mehreren Jahren arbeiten deutsche und russische Mediziner an der Bekämpfung von Infektionskrankheiten zusammen. Um diese Kooperation einen entscheidenden Schritt weiter zu bringen und zu institutionalisieren, wurde das KMF gegründet. Die Federführung haben die Berliner Medizinische Gesellschaft, die Metschnikow-Akademie St. Petersburg und die Russische Akademie der Medizinischen Wissenschaften übernommen.

Viele gemeinsame Projekte und Initiativen laufen bereits

Schon vor seiner offiziellen Gründung führte das KMF mehrere Projekte durch, unter anderem deutsch-russische Kongresse zu infektiologischen Themen ("AIDS and Tuberculosis - Double Trouble"). Unter der Führung des KMF wurden zudem gemeinsame wissenschaftliche Initiativen der Tuberkulose-Immunologie zwischen dem Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin, dem Zentralen Tbc-Forschungsinstitut Moskau und der Medizinischen Universität Tomsk angestoßen. Projekte zur Qualitätskontrolle der Arbeit infektionsdiagnostischer Laboratorien zwischen der Charité Berlin und dem Moskauer Aids-Zentrum laufen bereits ebenso wie klinische Studien zur Therapie von Tuberkulose-Patienten mit hochresistenten Erregern zwischen der Staatlichen Universität Tomsk und deutschen Pharmaunternehmen. „In einer globalisierten Welt halten sich Infektionskrankheiten nicht an Staatsgrenzen. Durch die Fokussierung auf die grenzüberschreitende Bekämpfung von Tuberkulose und AIDS dient das KMF als Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung der G-8-Beschlüsse vom 17. Juli in St. Petersburg“, sagt der russische KMF-Vorsitzende Prof. Alexander Shabrov, Leiter der Staatlichen Metschnikow-Akademie in St. Petersburg.

Summer School für deutsche und russische Nachwuchswissenschaftler

Neben der Durchführung wissenschaftlich-praktischer Veranstaltungen zur gegenseitigen Information und Weiterbildung sieht das KMF Stipendien- und Austauschprogramme für Nachwuchsmediziner und den Austausch von Präparaten und technischen Mitteln vor. Im Vorfeld des Petersburger Dialogs veranstaltete das KMF eine mehrtägige Summer School zum Thema „Infectious diseases – affecting civil societies“ zu der mehr als 40 Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland und Russland zusammengekommen sind, um über ihre Erfahrungen und Forschungsergebnisse zu diskutieren.
Für 2007 ist neben der Erweiterung des Netzwerks und dem Aufbau und der Fortführung begonnener wissenschaftlicher Projekte im Mai das deutsch-russische Symposium „100 Jahre Metschnikow-Akademie“ geplant.

Pressekontakt Koch-Metschnikow-Forum
Alexander Bogner
Ketchum GmbH
Nymphenburger Str. 86
80636 München
Tel.: +49 89 12445-216
Fax: +49 89 12445-114
E-Mail: E-Mail

Pressekontakt Petersburger Dialog
Nadine Reimer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petersburger Dialog e.V.
Schillerstr. 59
10627 Berlin
Tel.: +49 30 263 907-22
Fax: +49 30 263 907-20
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Über das Koch-Metschnikow-Forum
Das Koch-Metschnikow-Forum (KMF) ist eine politisch gewollte und politisch begleitete zivilgesellschaftliche Experteninitiative des Petersburger Dialogs. Ziel des KMF ist die Verbesserung der internationalen Kooperation im Gesundheitswesen, insbesondere die grenzüberschreitende Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Die Federführung haben die Berliner Medizinische Gesellschaft, die Metschnikow-Akademie St. Petersburg und die Russische Akademie der Medizinischen Wissenschaften übernommen. Weitere Partner des KMF sind die Charité Berlin, das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie sowie das Nationale Referenzzentrum für Mykobakterien. Auch das Deutsch-Russische Forum, der Deutsche Akademische Austauschdienst sowie zahlreiche Unternehmen unterstützen das KMF.

Weitere Informationen unter: www.kmforum.eu

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