(openPR) München im August 2006. Bereits seit mehreren Jahren verzeichnen Experten bei Frauen einen stärkeren Anstieg von Rückenbeschwerden als bei Männern. Heutzutage klagt bereits jede zweite über schmerzhafte Wirbelsäulenerkrankungen. „Gründe resultieren in vielen Fällen aus den Mehrfachbelastungen von Beruf und Familie, die viele Frauen unter einen Hut bekommen müssen“, erklärt Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist aus München. Krankenschwester, Sekretärin, Verkäuferin oder Altenpflegerin – sie üben oftmals Arbeiten aus, die besonders Rücken und Wirbelsäule durch dauerhaftes Stehen und Sitzen extrem belasten und leisten häufig zusätzlich anspruchsvolle Tätigkeiten im Haus oder Garten. Viele Frauen stehen daher unter enormem zeitlichem Druck und Belastungen, was sich wiederum auf die Krankheitsanfälligkeit auswirkt. „Schweres Heben und Tragen von Taschen oder Kleinkindern führt zu einseitigen Belastungen der Wirbelsäule. Ebenfalls beansprucht langes Stehen und Sitzen Bandscheiben extrem und fördert die Bildung eines Hohlkreuzes oder Rundrückens“, erklärt Dr. Schneiderhan, Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga e.V. Weitere Ursachen resultieren aus biologischen Mechanismen, wie der Menstruation, Menopause, Schwangerschaft oder Wechseljahre. In diesen Zeitabschnitten schwächen körperbedingte Prozesse wie Hormon- oder Gewichtsveränderungen die Gesundheit der Frauen. Ebenfalls entstehen Rückenschmerzen aus Eitelkeit, denn dauerhaftes Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen belastet die Lendenwirbelsäule und sorgt für langfristige Beschwerden.
Spezifische Therapien lindern effektiv und ermöglichen einen schnellen Berufseinstieg
Aufgrund unterschiedlicher alltäglicher Beanspruchungen im Leben steigt die Zahl von Bandscheibenvorfällen, Wirbelkörperbeschwerden und chronischen, für Betroffene undefinierbaren Rückenschmerzen. Für einen optimalen Heilungsverlauf bedarf es daher einer umfangreichen, gezielten Diagnose, um Therapien je nach Symptom effektiv, einzeln oder kombiniert einzusetzen. „Frauen empfinden eine geringere Schmerzschwelle sowie -toleranz und nehmen eine höhere und längere Schmerzintensität wahr als Männer, aus diesem Grund bieten sich für viele unserer Patientinnen moderne, schonende minimalinvasive Behandlungsmethoden anstatt offener Operationen an“, erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan. Sie dauern nur 40 bis 60 Minuten und ermöglichen kurze stationäre Aufenthalte, besonders von Vorteil für berufstätige Frauen mit Kindern. Kurz nach dem Eingriff können Patientinnen wieder aufstehen und nach zwei bis drei Tagen den Heimweg antreten. „Dank moderner Methoden, die wir in unserer Praxisklinik auch für Kassenpatienten auf Krankenschein anbieten, sofern ein stationärer Aufenthalt medizinisch begründet ist, können wir Frauen schonend, schnell und effektiv je nach Erkrankung behandeln“, verdeutlicht der Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga. Frauen mit Bandscheibenbeschwerden kurieren Mediziner der Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen anstelle eines offenen Eingriffs beispielsweise mit moderner Mikrotherapie. Bei diesem Verfahren dreht der Neurochirurg eine Hohlschraube, den so genannten Mikro-Trokar, durch empfindliche Muskelfasern an die schmerzende Stelle. So kann mit Hilfe eines Operationsmikroskopes und feinster Instrumente der Bandscheibenvorfall entfernt und eingeengte Wirbelkanäle schonend erweitert werden. „Verspüren Frauen nach einem offenen Eingriff weiterhin Schmerzen, schaffen wir mit der Wirbelsäulenkatheterbehandlung schnell Abhilfe, so dass nach einer Woche nichts gegen die Aufnahme leichter beruflicher Tätigkeiten spricht“, erläutert der Orthopäde. Unter örtlicher Betäubung und Bildwandlerkontrolle sowie Kontrastmittelgabe führen Mediziner die Spezialkanüle in den Spalt zwischen Rückenmarkshülle und Wirbelkanal im Steißbeinbereich ein. Über eine kleine Sonde spritzen Mediziner eine Medikamentenmischung direkt an betroffene Nervenwurzeln. Schmerzmittel stellen gereizte Stellen ruhig, Enzyme lösen Vernarbungen und Kochsalzlösung schrumpft nervenbedrängendes Gewebe. „Aufgrund ihres stärkeren Schmerzbewusstseins und der in vielen Fällen bestehenden Doppelbelastung zwischen Beruf und Familie neigen Frauen eher zu chronischen als zu akuten Beschwerden“, erklärt Dr. Schneiderhan. In diesem Fall therapieren die Mediziner der Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen mit der Mikrolasertherapie. Über die nur 0,2 mm dünne Mikronadel erreichen energiereiche Laserstrahlen besonders enge und schwer zugängliche Bereiche zwischen den Wirbelkörpern. Sie schrumpfen Gewebe, verschließen kleine Einrisse und unterbrechen Schmerzfasern sowie die Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn.
Wichtige Alarmzeichen beachten
Frauen, die unter folgenden Symptomen leiden, empfiehlt Dr. Schneiderhan schnellstmöglich einen Orthopäden aufzusuchen:
•Rückenschmerzen strahlen in Beine oder Arme aus, Schmerzen verschlimmern sich beim Husten oder Niesen
•Zu den Rückenbeschwerden kommen plötzlich Blasenschwäche oder Verdauungsprobleme hinzu
•Taubheitsgefühle in Armen, Beinen oder Beckenbereich
•Schmerzbetroffene verspüren zudem ein Ziehen in der Leistengegend
