07.07.2010 - 11:38 - Sport
Heligirls Tina und Gisi das beste Damenteam bei der Offenen Schweizer Hubschrauber Meisterschaft 2010
Pressemitteilung von: Heligirls
Dietzenbach/Grenchen (CH), 07. Juli 2010
Die diesjährige Deutsche Meisterschaft im Hubschrauberpräzisionsflug wurde 2010 im Rahmen der Offenen Schweizer Meisterschaft am Flugplatz Grenchen ausgetragen. Nachdem es zunächst noch geregnet hatte, konnte die Eröffnungsfeier am 23. Juni bei Sonnenschein stattfinden. Im Laufe der Tage flaute der Wind (eine kräftige Bise) immer mehr ab, so dass zu Beginn der Wettbewerbe nahezu optimale Bedingungen herrschten.
Zunächst fand als erster Wettbewerb ein knapp einstündiger Navigationsflug statt. Dabei galt es, in einer vorgegebenen Zeit u.a. am Boden ausgelegte Sichtzeichen zu identifizieren. An den nächsten beiden Tagen fanden dann die drei anderen Wettbewerbe, d.h. Präzisionsflug im Hoverparcours, Fender Rigging und Slalom statt.
Von den insgesamt 27 teilnehmenden Besatzungen waren in Grenchen 7 Crews aus Deutschland dabei, außerdem nahmen Crews aus Russland, der Schweiz, Österreich, England und erstmalig auch ein Team aus den Niederlanden teil. Als Hubschraubertypen waren Robinson R22, Robinson R44, Hughes 300 und Hughes 500 sowie Eurocopter EC 120 und Bell 206 Jet Ranger am Start.
Als eines von zwei Damenteams gingen die Dietzenbacher Helipilotin Bettina Schleidt und ihre Co-Pilotin Gisela Freund mit einem Hubschrauber der Marke Robinson R22 des Fördervereins Allgemeine Luftfahrt Zweibrücken Homburg (www.falzw.de) an den Start. Ihr Ziel war es, dieses Mail die 900 Punkte Marke zu „knacken“
Die einzelnen Disziplinen
Der erste Wettkampftag begann mit dem Navigationsflug – der sogenannten Königsdisziplin der Meisterschaften. Nach einer Flugvorbereitung von fünf Minuten muss die Crew ein definiertes Zielgebiet (die sogenannte search box) anfliegen und innerhalb des Zielgebietes mehrere ausgelegte Zeichen finden. Für das Verlassen dieses Bereiches besteht eine genaue Zeitvorgabe. Anschließend sollen mehrere festgelegte Geländepunkte (turning points (TP) - d.h. TP1 bis TP3) überflogen und mit Reis gefüllte Säckchen in einem markierten Zielkreis aus geringer Höhe abgeworfen werden. Mit dem Überfliegen der Ziellinie am Flugplatz (Linie A bzw. arrival line) endet der Teil A des Navigationsfluges.Der Zeitpunkt für den Überflug wird den Besatzungen in Abhängigkeit vom jeweiligen Hubschraubertyp vorgegeben. Die erlaubte Gesamtflugdauer errechnet sich aus der aktuellen Flugstrecke (90 bis 120 km) und der typspezifischen Reisefluggeschwindigkeit. Nach dem Überfliegen der Ziellinie beginnt die Zeit für die eine neue Aufgabe zu laufen. Innerhalb von 60 Sekunden muss die Besatzung ein Rechteck mit insgesamt drei 90°-Kurven in einer festgelegten Höhe abfliegen und eine weitere Ziellinie überfliegen. Nach dem Überfliegen dieser Ziellinie gilt es, eine Last einzulochen. Innerhalb von 20 Sekunden muss der Copilot die an einem sieben Meter langen Seil befestigte Last (Kegel) in eine Öffnung (Dachluke 40 x 40 cm) abgelassen haben. Auch diese Übung ist aus der Luftrettung abgeleitet, d.h. beispielsweise Lebensmittelversorgung aus der Luft an eingeschlossene Personen bei z.B. Hochwasserkatastrophen.
Am zweiten Tag stand das sogenannte Hoverquadrat auf dem Programm: Hier wird verlangt, den Hubschrauber in stets gleich bleibender Höhe durch ein Viereck – das sogenannte Hoverquadrat - zu fliegen. In zwei der vier Eckpunkte muss eine 360° Drehung um die Hochachseachse durchgeführt werden. Zur Kontrolle der Flughöhe sind unter dem Helikopter zwei mit Gewichten beschwerte Seile angebracht. Das kürzere der beiden Seile darf den Boden nie berühren und das längere darf den Boden nicht verlassen. Das kürzere frei schwingende Seil ist direkt unter dem Pilotensitz fixiert und soll während der gesamten Aufgabe innerhalb des einen Meter breiten Korridors des Hoverparcours schweben. Natürlich gilt das auch während der beiden 360° Drehungen, die jede für sich mindestens 15 Sekunden dauern muss. Im Anschluss an das Hoverquadrat muss eine Diagonale unter gleichen Bedingungen im Schrägflug bewältigt werden. Nach dem Ausflug aus der Diagonalen nach dem Fliegen des Quadrates setzt der Pilot zur Präzisionslandung an. An den beiden Kufen des Helikopters sind auf gleicher Höhe Markierungen angebracht. Bei Helikoptern mit Fahrwerken werden vergleichbare Markierungen festgelegt. Die Maschine muss vom Piloten so abgesetzt werden, dass sich die Markierungen genau auf der 5 cm breiten Ankunftslinie befinden.
Der dritte Wettkampf bestand aus dem sogenannten Fender Rigging:
Dabei führt der Copilot einen an einem Seil befestigten Fender (ca. 30 cm Durchmesser) mit einem Gewicht von ca. 7,5 kg zunächst durch ein Eingangstor und dann nacheinander zu drei am Boden befindlichen Tonnen von je ca. 50 cm Durchmesser. Ziel ist es, den Fender schnellstmöglich und ohne Berührung der Tonne oder des Bodens in diesen drei Tonnen zu versenken. Sie sind auf einer 50 x 50 Meter großen Fläche verteilt. Dabei hängt der Fender an verschiedenen Seillängen von 4, 6 und 8 Metern. Seillänge und Reihenfolge der Tonnen werden vor dem Wettbewerb bekannt gegeben und variieren. Nach dem Zeichen des Starters (Senken der Flagge) zählt die Zeit. Für das Passieren des Eingangstores und das Versenken aller drei Fender gilt eine Zeitvorgabe von 60 Sekunden. Danach wird das Gebiet durch ein definiertes Ausflugstor verlassen.
Die vierte und letzte Disziplin war der Slalom: Der Slalom setzt sich aus zwei Elementen zusammen: aus dem Führen eines Behälters durch einen Slalomparcours und aus dem zentrierten Absetzen dieses Behälters auf einem Tisch. Der Behälter (Wassereimer) hängt während der gesamten Disziplin an einem 5 Meter langen Seil und wird vom Copiloten gehalten und geführt.
Die Heligirls
Für die Heligirls begann die Meisterschaft zunächst mäßig. Bedingt durch Zeitstrafen mussten sie beim Navigationswettbewerb - trotz eines guten Fluges, bei dem fast alle der Aufgaben gelöst werden konnten - viele Punkte lassen. Dieses Ergebnis konnten sie dann an den nächsten beiden Tagen mit einem gelungenen und nahezu fehlerfreien Präzisionsschwebeflug bzw. dem Hoverquadrat und einer konzentrierten Leistung beim Slalom wettmachen und sich damit einen Platz im vorderen Mittelfeld sichern. Ihr Ziel, das Knacken der 900 Punkte Grenze, gelang ihnen.
Ergebnisse
Deutsche Meister wurden Marcel Stegmüller/Jens Scholpp auf einem Robinson R22 Hubschrauber, bestes deutsches Damenteam wurden Bettina Schleidt/Gisela Freund, ebenfalls auf einem R22.
Den Gesamtwettbewerb gewann das russische Team Sotnikov/Puajaukas mit 1184 von 1200 Punkten auf einem Robinson R44.
Quellen und weitere Informationen:
www.deutscher-hubschrauberclub.de
www.wikipedia.de
www.heligirls.com
www.falzw.de
www.airport-grenchen.ch
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Ansprechpartner für die Presse:
Bettina Schleidt
In den Speyergärten 3
63128 Dietzenbach
www.heligirls.com
Mail:
Tel: 0049 176 2237 2348
Bettina Schleidt, im Hauptberuf promovierte Wirtschafts-Psychologin mit den Schwerpunkten Personal- und Organisationsentwicklung und Change Management.
Gisela Freund, im Hauptberuf Rettungsassistentin beim BRK in Passau und auf dem Rettungshubschrauber Europa Christophorus 3, stationiert in Suben (A).
Beide zusammen starten als eines der beiden Damenteams seit 2007 gemeinsam als „Heligirls“ bei nationalen und internationalen Meisterschaften im Hubschrauberpräzisionsflug.
Die diesjährige Deutsche Meisterschaft im Hubschrauberpräzisionsflug wurde 2010 im Rahmen der Offenen Schweizer Meisterschaft am Flugplatz Grenchen ausgetragen. Nachdem es zunächst noch geregnet hatte, konnte die Eröffnungsfeier am 23. Juni bei Sonnenschein stattfinden. Im Laufe der Tage flaute der Wind (eine kräftige Bise) immer mehr ab, so dass zu Beginn der Wettbewerbe nahezu optimale Bedingungen herrschten.
Zunächst fand als erster Wettbewerb ein knapp einstündiger Navigationsflug statt. Dabei galt es, in einer vorgegebenen Zeit u.a. am Boden ausgelegte Sichtzeichen zu identifizieren. An den nächsten beiden Tagen fanden dann die drei anderen Wettbewerbe, d.h. Präzisionsflug im Hoverparcours, Fender Rigging und Slalom statt.
Von den insgesamt 27 teilnehmenden Besatzungen waren in Grenchen 7 Crews aus Deutschland dabei, außerdem nahmen Crews aus Russland, der Schweiz, Österreich, England und erstmalig auch ein Team aus den Niederlanden teil. Als Hubschraubertypen waren Robinson R22, Robinson R44, Hughes 300 und Hughes 500 sowie Eurocopter EC 120 und Bell 206 Jet Ranger am Start.
Als eines von zwei Damenteams gingen die Dietzenbacher Helipilotin Bettina Schleidt und ihre Co-Pilotin Gisela Freund mit einem Hubschrauber der Marke Robinson R22 des Fördervereins Allgemeine Luftfahrt Zweibrücken Homburg (www.falzw.de) an den Start. Ihr Ziel war es, dieses Mail die 900 Punkte Marke zu „knacken“
Die einzelnen Disziplinen
Der erste Wettkampftag begann mit dem Navigationsflug – der sogenannten Königsdisziplin der Meisterschaften. Nach einer Flugvorbereitung von fünf Minuten muss die Crew ein definiertes Zielgebiet (die sogenannte search box) anfliegen und innerhalb des Zielgebietes mehrere ausgelegte Zeichen finden. Für das Verlassen dieses Bereiches besteht eine genaue Zeitvorgabe. Anschließend sollen mehrere festgelegte Geländepunkte (turning points (TP) - d.h. TP1 bis TP3) überflogen und mit Reis gefüllte Säckchen in einem markierten Zielkreis aus geringer Höhe abgeworfen werden. Mit dem Überfliegen der Ziellinie am Flugplatz (Linie A bzw. arrival line) endet der Teil A des Navigationsfluges.Der Zeitpunkt für den Überflug wird den Besatzungen in Abhängigkeit vom jeweiligen Hubschraubertyp vorgegeben. Die erlaubte Gesamtflugdauer errechnet sich aus der aktuellen Flugstrecke (90 bis 120 km) und der typspezifischen Reisefluggeschwindigkeit. Nach dem Überfliegen der Ziellinie beginnt die Zeit für die eine neue Aufgabe zu laufen. Innerhalb von 60 Sekunden muss die Besatzung ein Rechteck mit insgesamt drei 90°-Kurven in einer festgelegten Höhe abfliegen und eine weitere Ziellinie überfliegen. Nach dem Überfliegen dieser Ziellinie gilt es, eine Last einzulochen. Innerhalb von 20 Sekunden muss der Copilot die an einem sieben Meter langen Seil befestigte Last (Kegel) in eine Öffnung (Dachluke 40 x 40 cm) abgelassen haben. Auch diese Übung ist aus der Luftrettung abgeleitet, d.h. beispielsweise Lebensmittelversorgung aus der Luft an eingeschlossene Personen bei z.B. Hochwasserkatastrophen.
Am zweiten Tag stand das sogenannte Hoverquadrat auf dem Programm: Hier wird verlangt, den Hubschrauber in stets gleich bleibender Höhe durch ein Viereck – das sogenannte Hoverquadrat - zu fliegen. In zwei der vier Eckpunkte muss eine 360° Drehung um die Hochachseachse durchgeführt werden. Zur Kontrolle der Flughöhe sind unter dem Helikopter zwei mit Gewichten beschwerte Seile angebracht. Das kürzere der beiden Seile darf den Boden nie berühren und das längere darf den Boden nicht verlassen. Das kürzere frei schwingende Seil ist direkt unter dem Pilotensitz fixiert und soll während der gesamten Aufgabe innerhalb des einen Meter breiten Korridors des Hoverparcours schweben. Natürlich gilt das auch während der beiden 360° Drehungen, die jede für sich mindestens 15 Sekunden dauern muss. Im Anschluss an das Hoverquadrat muss eine Diagonale unter gleichen Bedingungen im Schrägflug bewältigt werden. Nach dem Ausflug aus der Diagonalen nach dem Fliegen des Quadrates setzt der Pilot zur Präzisionslandung an. An den beiden Kufen des Helikopters sind auf gleicher Höhe Markierungen angebracht. Bei Helikoptern mit Fahrwerken werden vergleichbare Markierungen festgelegt. Die Maschine muss vom Piloten so abgesetzt werden, dass sich die Markierungen genau auf der 5 cm breiten Ankunftslinie befinden.
Der dritte Wettkampf bestand aus dem sogenannten Fender Rigging:
Dabei führt der Copilot einen an einem Seil befestigten Fender (ca. 30 cm Durchmesser) mit einem Gewicht von ca. 7,5 kg zunächst durch ein Eingangstor und dann nacheinander zu drei am Boden befindlichen Tonnen von je ca. 50 cm Durchmesser. Ziel ist es, den Fender schnellstmöglich und ohne Berührung der Tonne oder des Bodens in diesen drei Tonnen zu versenken. Sie sind auf einer 50 x 50 Meter großen Fläche verteilt. Dabei hängt der Fender an verschiedenen Seillängen von 4, 6 und 8 Metern. Seillänge und Reihenfolge der Tonnen werden vor dem Wettbewerb bekannt gegeben und variieren. Nach dem Zeichen des Starters (Senken der Flagge) zählt die Zeit. Für das Passieren des Eingangstores und das Versenken aller drei Fender gilt eine Zeitvorgabe von 60 Sekunden. Danach wird das Gebiet durch ein definiertes Ausflugstor verlassen.
Die vierte und letzte Disziplin war der Slalom: Der Slalom setzt sich aus zwei Elementen zusammen: aus dem Führen eines Behälters durch einen Slalomparcours und aus dem zentrierten Absetzen dieses Behälters auf einem Tisch. Der Behälter (Wassereimer) hängt während der gesamten Disziplin an einem 5 Meter langen Seil und wird vom Copiloten gehalten und geführt.
Die Heligirls
Für die Heligirls begann die Meisterschaft zunächst mäßig. Bedingt durch Zeitstrafen mussten sie beim Navigationswettbewerb - trotz eines guten Fluges, bei dem fast alle der Aufgaben gelöst werden konnten - viele Punkte lassen. Dieses Ergebnis konnten sie dann an den nächsten beiden Tagen mit einem gelungenen und nahezu fehlerfreien Präzisionsschwebeflug bzw. dem Hoverquadrat und einer konzentrierten Leistung beim Slalom wettmachen und sich damit einen Platz im vorderen Mittelfeld sichern. Ihr Ziel, das Knacken der 900 Punkte Grenze, gelang ihnen.
Ergebnisse
Deutsche Meister wurden Marcel Stegmüller/Jens Scholpp auf einem Robinson R22 Hubschrauber, bestes deutsches Damenteam wurden Bettina Schleidt/Gisela Freund, ebenfalls auf einem R22.
Den Gesamtwettbewerb gewann das russische Team Sotnikov/Puajaukas mit 1184 von 1200 Punkten auf einem Robinson R44.
Quellen und weitere Informationen:
www.deutscher-hubschrauberclub.de
www.wikipedia.de
www.heligirls.com
www.falzw.de
www.airport-grenchen.ch
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Ansprechpartner für die Presse:
Bettina Schleidt
In den Speyergärten 3
63128 Dietzenbach
www.heligirls.com
Mail:
Tel: 0049 176 2237 2348
Bettina Schleidt, im Hauptberuf promovierte Wirtschafts-Psychologin mit den Schwerpunkten Personal- und Organisationsentwicklung und Change Management.
Gisela Freund, im Hauptberuf Rettungsassistentin beim BRK in Passau und auf dem Rettungshubschrauber Europa Christophorus 3, stationiert in Suben (A).
Beide zusammen starten als eines der beiden Damenteams seit 2007 gemeinsam als „Heligirls“ bei nationalen und internationalen Meisterschaften im Hubschrauberpräzisionsflug.
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