(openPR) Erhebliche Vorteile für Patientinnen / Einmalbestrahlung kann sechswöchige Strahlentherapie ersetzen
Hamburg, 02. Juli 2010 – Vertreter der internationalen TARGIT Studiengruppe aus Deutschland präsentierten am 2. Juli im Rahmen der 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Hamburg eine neue Therapie zur schonenderen und kürzeren Behandlung bei Brustkrebs. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der sogenannte TARGIT-A-Studie (TARGeted Intraoperative radioTherapy), der größten klinischen Studie im Bereich der intraoperativen Strahlentherapie, werden als ein Quantensprung in der Brustkrebstherapie gesehen. Die Studie beweist die Wirksamkeit der hochdosierten Einmalbestrahlung mit dem INTRABEAM® System noch während der Operation bei ausgewählten Patientinnen mit kleinem Tumor.
Die Diagnose Brustkrebs ist für Frauen ein beängstigender Befund. Doch längst ist die Erkrankung nicht mehr mit der radikalen Entfernung der Brust verbunden. Schonende und auf die Patientinnen zugeschnittene Behandlungsoptionen versprechen ein Höchstmaß an Lebensqualität – während und nach der Therapie. Auch die TARGIT-A-Studie hat zum Ziel, die Behandlung für Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium enorm zu verbessern. „Durch die einmalige gezielte intraoperative Bestrahlung beim TARGIT-Verfahren mit dem INTRABEAM® von Carl Zeiss wird das umliegende Gewebe während der Behandlung geschont und die Dosis an der Haut minimiert“, erklärt Professor Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Mannheim, der die aktuellen wissenschaftlichen Ergebnisse zum neuen Verfahren auf der Senologentagung im Hamburger Congress Center vorstellt. Sein Institut ist das Leitzentrum der Studie in Deutschland. „In der TARGIT-A-Studie wurde gezeigt, daß die hochdosierte Einmalbestrahlung während der Operation, die nur bei Risikofaktoren durch eine Nachbestrahlung ergänzt wird, hinsichtlich der Rezidivrate der konventionellen externen sechswöchige Nachbestrahlung nicht unterlegen ist.“ Sein Fazit somit: Für ältere Frauen mit einem im Frühstadium befindlichen Brustkrebs könnte bald die über sechs Wochen andauernde tägliche Strahlentherapie mit dem Linearbeschleuniger durch eine einzige und schonende Teilbrustbestrahlung mit dem mobilen INTRABEAM® während der operativen Entfernung des Tumors ersetzt werden.
Auf die Einläutung eines Paradigmenwechsels in der Brustkrebstherapie hofft auch Professor Dr. Wolfgang Eiermann, Ärztlicher Direktor der Frauenklinik am Rotkreuzklinikum München und Mitglied des internationalen TARGIT-A Steering Comitees. „Mit dieser kurzen Bestrahlung noch während der Operation wird die gesamte Ersttherapie bei Brustkrebs einfacher und deutlich schonender.
Patientinnen können somit in naher Zukunft physisch wie psychisch erheblich entlastet werden. Gleichzeitig ist die Methode kostengünstig und überall ohne große Strahlenschutzmaßnahmen einsetzbar.“ An der TARGIT-A Studie zur Einmalbestrahlung nahmen neben dem Universitätsklinikum Mannheim und dem Rotkreuzklinikum München, auch das Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin, die Ludwig Maximilians Universität München, das Frankfurter Universitätsklinikum sowie das Uniklinikum des Saarlandes in Homburg an der Studie teil. Als sogenannte „Boost“-Bestrahlung mit verkürzter Nachbestrahlung kommt das INTRABEAM® System in Deutschland bereits in 28 zertifizierten Brustzentren erfolgreich zum Einsatz.







