(openPR) Berlin, 2. Juli 2010. In der homöopathischen Praxis gibt es die Sprechstunde noch. Werden in konventionellen Praxen Patienten in der Regel in sehr kurzer Zeit behandelt, dauert die Fallaufnahme in einer homöopathischen Arztpraxis bei chronischen oder schwerwiegenden Erkrankungen mindestens eine Stunde, häufig länger. Der homöopathisch therapierende Arzt muss sich für die ausführliche Anamnese Zeit nehmen, um im Gespräch mit dem Patienten alle für die Erkrankung wesentlichen Symptome, aber auch individuelle Vorlieben oder Eigenarten des Patienten zu erfassen. Nur so kann er die für den Patienten stimmende homöopathische Arznei verordnen. Die gesamte Therapie wird bis ins kleinste Detail dokumentiert. Dr. Samuel Hahnemann hat die Behandlungsdokumentation als einer der ersten Ärzte in die Medizin eingeführt. Vor Hahnemann wurden in der Regel nur Diagnosen und Verschreibungen dokumentiert. Neben der ausführlichen Anamnese kann dies als eine seiner wesentlichen Neuerungen gelten, die die moderne Medizin mit geprägt haben. Hahnemanns Krankenjournale sind im Besitz des Stuttgarter Instituts für Geschichte (IGM) der Medizin der Robert-Bosch Stiftung. Zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Thema Anamnese und Dokumentation in der Homöopathie laden das IGM und der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) am 7. Juli nach Stuttgart ein.
Veranstaltung: Anamnese und Dokumentation in der Homöopathie
Begrüßung: Dr. Franziska Polzer-Foreman, ärztl. Geschäftsführerin des DZVhÄ
Vortrag und Diskussion: Prof. Dr. Martin Dinges, Institut für Geschichte der Medizin der Robert-Bosch-Stiftung und Dr. Klaus Holzapfel, Internist / Homöopathie, Stuttgart
Zeit: 7. Juli, 19 – 21 Uhr
Ort: Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstr. 4, 70174 Stuttgart – der Eintritt ist frei



















