05.11.2009 - 18:22 - Energie & Umwelt
Kinofilm „Die Bucht“ sorgt für Zündstoff - Delfinschützer fordern Offenlegung der Zuchtbücher
Pressemitteilung von: Journal Society GmbHPR Agentur: Journal Society GmbH
05.11.2009 - Radolfzell/Hagen - Der Kinofilm „Die Bucht“, der als Öko-Thriller weniger blutige Bilder von den japanischen Delfintreibjagden zeigt, als vom Kinobesucher befürchtet, sorgt nach wie vor für Zündstoff. Delfinschutzorganisationen kritisieren die Haltung der Delfine in den drei deutschen Zoos in Duisburg, Münster und Nürnberg.
Nach Aussagen der deutschen Delfin- und Walschutzorganisationen WDSF und ProWal vertuschen die Delfinarienbetreiber der drei Zoos in Münster, Duisburg und Nürnberg die wahren Zustände über die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft. Der Geschäftsführer von ProWal, Andreas Morlok, befürchtet gar, dass Delfine zwangsernährt werden müssten, weil sie normalerweise toten Fisch als Aas betrachten und diesen in freier Wildbahn nicht fressen würden.
Morlok: „Es ist kein Zufall, dass z.B. die Tierarztkosten im Nürnberger Delfinarium etwa 40% der Kosten des gesamten Zoos ausmachen.“ Die Delfinschützer fordern, dass die Zoos ihre vorhandenen Zuchtbücher und Jahresprüfberichte offenlegen. Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des WDSF: „Wenn die Delfinarienbetreiber eine schöne heile Welt vorgaukeln und glaubwürdig sein sollen, dann müssen sie auch für eine solche Transparenz bereit sein. Es ist nicht hinnehmbar, dass auch öffentliche Gelder für die Delfinhaltung in städtischen Zoos verwendet werden und diese keine Einblicke in die Zuchtbücher gewähren. Selbst Bundestagsparteien verwehrte man diese Einsichtnahme der Eintragungen, die wohl so brisant sind, dass man sie lieber unter Verschluss hält.“
Das WDSF und ProWal fordern die Schließung der letzten drei von ehemals neun Delfinarien im Land, weil kein künstliches Becken den Ansprüchen der Delfine genügen kann. Andreas Morlok: „In Deutschland starben schon über 100 Delfine und auch Wale in Gefangenschaft. Kein einziges Tier wurde jemals ausgewildert und deshalb haben die deutschen Zoos mit dem Schutz der Delfinarten nichts gemein – ganz im Gegenteil, denn sie sind aufgrund der nicht nachhaltigen Zucht auf weitere Wildfänge angewiesen, damit die Shows auf Kosten der Tiere fortgesetzt werden können.“ –
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)*
gemeinnützige Meeressäuger-Umweltgesellschaft
gUG (haftungsbeschränkt)
Geschäftsführer Jürgen Ortmüller
Möllerstr. 19
58119 Hagen
Tel.: 02334/919022
mobil: 01512 4030 952
© Journal-Society GmbH -jsg- Presseagentur/Mediengesellschaft Amtsgericht Hagen HR-B Nr.:4037 Möllerstr. 19 58119 Hagen Tel.: 02334/9190-12 Fax: 02334/9190-19 Digitale Pressemappe: www.presseportal.de/story.htx?firmaid=43450 Die Journal Society GmbH (jsg) wurde Anfang 2000 gegründet, um ein kritisches Umweltmagazin herauszugeben. Darüber hinaus erstellt die Journal Society GmbH Film- und Fotoaufnahmen mit Berichterstattung und stellt diese den Medien zur Verfügung (so z.B. Färöer-Walfang -ARD/Sat1/WDR/HR) und berichtet über die jährlichen Kongresse der Internationalen Walfang Kommission (IWC). Insbesondere befasst sich die jsg mit Themen des Wal- und Delfinschutzes und maritimer Säugetiere.
Nach Aussagen der deutschen Delfin- und Walschutzorganisationen WDSF und ProWal vertuschen die Delfinarienbetreiber der drei Zoos in Münster, Duisburg und Nürnberg die wahren Zustände über die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft. Der Geschäftsführer von ProWal, Andreas Morlok, befürchtet gar, dass Delfine zwangsernährt werden müssten, weil sie normalerweise toten Fisch als Aas betrachten und diesen in freier Wildbahn nicht fressen würden.
Morlok: „Es ist kein Zufall, dass z.B. die Tierarztkosten im Nürnberger Delfinarium etwa 40% der Kosten des gesamten Zoos ausmachen.“ Die Delfinschützer fordern, dass die Zoos ihre vorhandenen Zuchtbücher und Jahresprüfberichte offenlegen. Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des WDSF: „Wenn die Delfinarienbetreiber eine schöne heile Welt vorgaukeln und glaubwürdig sein sollen, dann müssen sie auch für eine solche Transparenz bereit sein. Es ist nicht hinnehmbar, dass auch öffentliche Gelder für die Delfinhaltung in städtischen Zoos verwendet werden und diese keine Einblicke in die Zuchtbücher gewähren. Selbst Bundestagsparteien verwehrte man diese Einsichtnahme der Eintragungen, die wohl so brisant sind, dass man sie lieber unter Verschluss hält.“
Das WDSF und ProWal fordern die Schließung der letzten drei von ehemals neun Delfinarien im Land, weil kein künstliches Becken den Ansprüchen der Delfine genügen kann. Andreas Morlok: „In Deutschland starben schon über 100 Delfine und auch Wale in Gefangenschaft. Kein einziges Tier wurde jemals ausgewildert und deshalb haben die deutschen Zoos mit dem Schutz der Delfinarten nichts gemein – ganz im Gegenteil, denn sie sind aufgrund der nicht nachhaltigen Zucht auf weitere Wildfänge angewiesen, damit die Shows auf Kosten der Tiere fortgesetzt werden können.“ –
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