(openPR) Kaum eine Branche verzeichnet solche Zuwachsraten wie der Health-Care-Sektor. Das spiegelt sich auch im Arbeitsmarkt wider. Dreiviertel der Medizinischen Dokumentationsassistenten konnten auf Anhieb nach der Ausbildung an den Euro-Schulen Trier Anfang Oktober in den Beruf einsteigen. Das Spektrum der Tätigkeiten wird immer vielfältiger und anspruchsvoller.
In Krankenhäusern zählen an erster Stelle die medizinische Behandlung, Pflege und Gesundung der Patienten. Doch auch die Dokumentation der Betreuung und der Diagnosen ist sowohl für die Patienten als auch für die Krankenkassen ein wichtiger Teil der Versorgung. Um die Mediziner und Patienten hierin zu entlasten, wurde der Beruf der Medizinischen Dokumentationsassistenten (MDA) entwickelt. Vor allem wegen der Dokumentationspflicht entstehen im Krankenhaus komplexe Systeme, die nicht mehr allein von Ärzten und Pflegern übernommen werden können. „Durch die zeitnah begleitende Dokumentation von der Patientenaufnahme an steigert sich die Qualität nicht nur für die Abrechnung, sondern auch für die Patienten“, erläutert Berufsfachschulleiter Ulrich Wirth. „Durch die MDAs werden Ärzte weitgehend vom lästigen Kodieren befreit und können sich stärker ihren eigentlichen patientennahen Aufgaben widmen.“ Dies mache nicht zuletzt den Arztberuf wieder attraktiver. So verwundert es nicht, dass ein Trierer Krankenhaus mittlerweile die MDAs als Marketinginstrument einsetzt in Stellenannoncen gezielt darauf hinweise, dass die Kodiertätigkeiten von MDAs übernommen werden.
Und so sind die Abteilungen Medizin-Controlling und Patientenmanagement an den Krankenhäusern in der Region Trier sehr an den Absolventen interessiert und bieten neben Praktikumsstellen während der Ausbildung im Anschluss auch feste Arbeitsplätze an. So haben das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder allein fünf und das Studiensekretariat des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen drei MDAs eingestellt. „Doch auch in pharmazeutischen Instituten und in der Klinischen Forschung werden die Assistenten dringender denn je benötigt“, so Wirth.
Mit dem Carl-von-Linné-Gedächtnispreis, den die Schule jährlich für zwei besonders gelungene praxisnahe und innovative Abschlussarbeiten vergibt, wurden Lydia Djakonov und Brigitte Heuer gesondert ausgezeichnet. Lydia Djakonov entwickelte ein Internet basiertes Managementsystem für Suspected Unexpected Serious Adverse Reactions auf der Basis von MySQL und PHP für das Studiensekretariat des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier. Brigitte Heuer widmete ihre Abschlussarbeit der Technischen Dokumentation und erstellte mehrere Benutzerhandbücher für das Telemonitoring System MoniCard, mit dem Herzinfarktpatienten ihre Vitalparameter direkt, regelmäßig und bequem ins Krankenhaus senden können, ohne jeden Tag zum Hausarzt zu müssen. Diese Arbeit ist am Centre de Recherche Public Henri Tudor Luxembourg enstanden.














