(openPR) Weizengras und Weizengras-Saft wird seit Jahrzehnten als natürliches Heilmittel beschrieben, oft in der naturheilkundlichen und leicht `esoterischen´ Literatur.
Was ist wirklich dran an der gesundheitlichen Wirkung?
Diese Frage stellte sich eine Arbeitsgruppe der Uni Karlsruhe, Fachbereich Lebensmittelverfahrenstechnik, des Max Rubner-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel und der Walter-Mühle in Böhl-Iggelheim, ein Produzent von Weizengras-Nahrungsergänzung aus heimischen Rohstoffen.
Unter Weizengras versteht man das grüne Weizen-Pflänzchen, das noch vor dem Sprießen, also bevor die typischen Ähren entstehen, geerntet wird. Weizengras kann frisch als Saft oder in Form eines Nahrungsergänzungsmittels (Pulver oder Kapseln) verzehrt werden.
Im Rahmen einer Ernährungsstudie verzehrten 55 übergewichtige Männer mittleren Alters mit einem erhöhten Cholesterinspiegel vier Wochen lang Weizengras-Produkte, die mit verschiedenen Verfahren hergestellt waren. In Blutproben der Teilnehmer wurde schließlich untersucht, inwiefern Weizengras-Inhaltsstoffe vom Körper aufgenommen werden können und ob Risikofaktoren, die mit der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängen, beeinflusst werden.
Zwar konnte innerhalb der kurzen Studienzeit ein solcher Einfluss z.B. auf den Cholesterinspiegel nicht nachgewiesen werden, es stellte sich jedoch heraus, dass Weizengras eine exzellente Aufnahmequelle für Lutein ist.
Lutein ist ein Pflanzeninhaltsstoff im Weizengras, eng verwandt mit beta-Carotin, dem bekannten Farbstoff in der Möhre.
Es schützt vor freien Radikalen und hat, so vermutet man heute, eine besondere Schutzfunktion für das Auge und den Sehvorgang, da Lutein in großen Mengen in die Netzhaut des Auges eingelagert wird und den „gelben Fleck“ erst gelb macht.
Die Ergebnisse der Studie sollen jetzt in die Tat umgesetzt werden: Die Forschungspartner suchen nun nach Möglichkeiten, schmackhafte Lebensmittel zu entwickeln, die Weizengras enthalten und dem Verbraucher als Luteinquelle zur Verfügung stehen sollen.
Nach Dr. Watzl, Leiter der Studie beim Max Rubner-Institut, könnte Weizengras z.B. eine ideale ernährungsphysiologische Ergänzung in Vollfruchtsäften und fruchtbetonten Smoothies sein.
Die Walter-Mühle als Vermarkter von Weizengras steht derzeit in Kontakt mit mehreren Smoothie-Herstellern, um die Beimischung von Weizengras in den Saft abzuklären.
Interessierte Betriebe können sich unter der angegebenen Adresse gerne beim Inhaber der Walter-Mühle, Hans-Peter Berizzi, melden.














