06.04.2009 - 08:20 - Politik, Recht & Gesellschaft

Antisemitismus-Vorwurf widerlegt - TU Berlin muß Schmerzensgeld an Gerhard Wisnewski zahlen

Pressemitteilung von: Gerhard Wisnewski
PR Agentur: Presse-Service Gerhard Wisnewski

Bild im Großformat
München, 4. April 2009. Nach einem Urteil des Kammergerichts Berlin muß die Technische Universität Berlin ein Schmerzensgeld in Höhe von 5.000 Euro an den Autor Gerhard Wisnewski ("Operation 9/11", "Mythos 9/11") zahlen. Das "Zentrum für Antisemitismusforschung" der TU hatte Wisnewski in einer Wanderausstellung antisemitische Thesen zu den Attentaten des 11.9.2001 unterstellt. Nachdem das ZfA 2007 bereits eine Unterlassungserklärung unterschreiben mußte, stellte das Kammergericht Berlin nun fest, daß für diese schwerwiegende Ehrverletzung auch eine Geldentschädigung zu zahlen ist. Das Gericht zog auch eine klare Trennlinie zwischen Israelkritik und Antisemitismus. Die Revision wurde nicht zugelassen.

Drei Wochen lang hatte das "Zentrum für Antisemitismusforschung" (ZfA) der Technischen Universität Berlin 2007 im Lichthof der Auswärtigen Amtes eine Ausstellung mit dem Titel "Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?" aufgestellt. Mittendrin: Die Namen von Gerhard Wisnewski, Andreas von Bülow und Mathias Bröckers. Auf einer Tafel zum Thema „Die Protokolle der Weisen von Zion“ - wurde ihnen die These unterstellt, jüdische Kreise und der Mossad hätten von den Anschlägen des 11.9.2001 gewusst, und Israel habe Nutzen daraus gezogen.

"Besonders für einen deutschen Journalisten stellt der Verdacht, ein Antisemit zu sein, nicht nur eine schwerwiegende Ehrverletzung dar, sondern auch eine Existenzgefährdung. Wer in den Ruch des Antisemitismus gerät, wird sehr schnell von Auftraggebern gemieden", sagte Wisnewski.

Daher klagte der preisgekrönte Autor (Rechtsanwalt: Markus Menzendorff, Frankfurt) zunächst vor dem Landgericht Berlin auf Schmerzensgeld und dann - in der Berufung - vor dem Kammergericht Berlin, das ihm jetzt in dieser Frage Recht gab (Geschäftsnummer 9 U 142/08):

„Einen – zumal deutschen – Journalisten zu Unrecht derartiger antisemitischer Verschwörungstheorien zu bezichtigen, stellt grundsätzlich eine schwerwiegende Rufbeeinträchtigung dar“, stellten die Richter fest.

In der Verleumdung Wisnewskis in der Antisemitismus-Ausstellung erkannte das Gericht eine besondere Prangerwirkung. Den Umstand, daß die Ausstellungsleiterin Dr. Wetzel bereits zu Beginn der Ausstellung von Dritten auf den Fehler hingewiesen worden war, ihn aber fast drei Wochen lang nicht beseitigte, bezeichnete das Gericht als grobe Fahrlässigkeit, „wenn nicht gar vorsätzliche Persönlichkeitsrechtsverletzung“.

Das Gericht zog im übrigen eine klare Trennlinie zwischen Israelkritik und Antisemitismus: Wisnewski habe sich zwar sehr kritisch über die Regierung des Staates Israel geäußert, sein Denken richte sich aber nicht gegen den jüdischen Glauben oder das sich religiös konstituierende jüdische Volk. Demgemäß gebe es auch keine entsprechenden Äußerungen von ihm.

Ausführlicher Artikel auf www.gerhard-wisnewski.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

PRESSESERVICE GERHARD WISNEWSKI
Thomas Langner
Postfach 14 06 24
80456 München
Tel. + Fax: 0180 / 5019 8003 7772
e-Mail:
Internet: www.gerhard-wisnewski.de

Über Gerhard Wisnewski:
Gerhard Wisnewski, geboren 1959 in Krumbach, studierte in München Politikwissenschaft und ist seit 1986 hauptberuflich freier Journalist, Schriftsteller und TV-Autor. Seine Themenschwerpunkte sind Politik, Wissenschaft, Technik und Geschichte. Im Jahr 2000 gewann der auf seinem Buch „Das RAF-Phantom“ basierende Fernsehfilm „Das Phantom“ den Grimme-Preis und den 3sat-Zuschauerpreis. 2009 erhielt Wisnewski den José Lutzenberger-Preis für Zivilcourage und Whistleblowing.

Bücher von Gerhard Wisnewski:
„verheimlicht – vertuscht –vergessen. Was 2008 nicht in der Zeitung stand“ (2009)
„verheimlicht – vertuscht –vergessen. Was 2007 nicht in der Zeitung stand“ (2008)
„Verschlußsache Terror: Wer die Welt mit Angst regiert“ (2007)
“One Small Step? The Great Moon Hoax“ (2007)
„Lügen im Weltraum: Von der Mondlandung zur Weltherrschaft“ (2005)
„Mythos 9/11: Der Wahrheit auf der Spur“ (2004)
„Operation 9/11: Angriff auf den Globus“ (2003)
„Das RAF-Phantom“ (1992, mit Co-Autoren)

News-ID: 298307 • Views: 2508

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr