(openPR) Seit Januar 2009 gibt es neun weitere Langzeit-Reha-Plätze im Evangelischen Johannesstift Berlin
Mehr als drei Jahre Erfahrung, ein geschultes Team, ein Netzwerk aus spezialisierten Ärzten und Therapeuten, die mit den modernsten Reha-Methoden arbeiten – das ist die Einrichtung NAVIS im Evangelischen Johannesstift Berlin. NAVIS bietet Langzeitrehabilitation nach Schädel-Hirnerkrankungen ohne zeitliche Beschränkung.
Das Angebot von NAVIS richtet sich an Menschen, die nach kurzer und intensiver Frührehabilitation in einer Klinik noch nicht fit genug sind für den Alltag. Die aber dennoch ihre Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit zurück wollen. Die eine Einrichtung suchen, die sie nach einem bewährten Konzept und mit hoher Erfolgsquote auf das Leben nach einem Schädel-Hirn-Trauma vorbereitet.
"Als die Nachfrage immer größer wurde, haben wir uns entschieden, eine dritte Gruppe aufzumachen", sagt Annette Steinke, die NAVIS koordiniert. So stehen – neben den vorhandenen 16 Plätzen – seit Januar 2009 weitere neun Einzelzimmer im Paul-Gerhard-Haus auf dem Gelände des Ev. Johannesstifts zur Verfügung. Alle Räume der neuen Gruppe wurden komplett saniert, behindertengerecht und nach ökologischen Standards ausgestattet. Nun hat jeder Bewohner ein eigenes Bad mit Toilette. In die Therapieräume im Keller gelangen Rollstuhlfahrer über einen Aufzug. Dort machen sie ihre ersten Schritte im Stehtisch, am Gehwagen und später auf dem Laufband. Im Erdgeschoss grenzen an den hellen, großräumigen Essbereich die Terrasse und der hauseigene Garten. Hier spürt man die Ruhe und erholsame Atmosphäre, die das Gemeinwesen Johannesstift auszeichnet. Nur hundert Meter entfernt liegen das Schwimmbad und die Reithalle. Dort finden das therapeutische Schwimmen und die Hippotherapien statt.
In die Erweiterung fließen alle Erfahrungen der letzten Jahre mit ein. So bietet NAVIS zum Beispiel – einmalig in Deutschland - ein Wohntraining unter realistischen Bedingungen an. Einmalig ist auch der Ansatz, die Rehabilitationsphase nicht von vorneherein zu beschränken. "Unseren Erfahrungen nach macht es keinen Sinn, die Reha nach einem Schädel-Hirn-Trauma zeitlich zu begrenzen.", sagt Annette Steinke. "Das Gehirn ist ein hochkomplexes Organ – und jeder Betroffene hat hier sein individuelles Reha-Tempo, das wir respektieren und dem wir uns anpassen."
Dass dieses Konzept aufgeht, zeigt die hohe Erfolgsquote. Alle Ehemaligen konnten – innerhalb ihrer Möglichkeiten – von dem speziellen NAVIS-Konzept profitieren. Einige kehrten in die Familie zurück, die dank der Reha die Betreuung übernehmen konnte. Andere wechselten in eine eigene Wohnung mit ambulanter Betreuung und erreichten so ein sehr hohes Maß an Selbständigkeit wieder. Oder sie zogen in eine andere Wohnform, oft mit erheblich geringerem Betreuungsaufwand. "Die Therapien waren schon anstrengend. Aber ich wollte es unbedingt. Und ich bin froh, dass ich durchgehalten habe", sagt Hartmut R., der – nach zwei Jahren bei NAVIS – jetzt wieder in seiner eigenen Wohnung lebt.








