(openPR) Kein drastisches Wechselverhalten zu erwarten
Trotz Frust über die Beitragserhöhung, gibt die Mehrheit der Versicherten im Alter zwischen 18 – 64 in einer repräsentativen Studie (n=1.072 Befragte) an, aktuell nicht über einen Wechsel nachzudenken. Allerdings sind rund ein Drittel der Befragten noch unsicher und somit im Meinungsbildungsprozess. Hauptgründe zu Bleiben sind neben hoher Zufriedenheit bzw. guter Kundenbindung, vor allem die Wahrnehmung, dass zukünftig „ohnehin kein Unterschied mehr besteht“. Wechselabsicht ist stark motiviert vom Gedanken das Preis-Leistungs-Verhältnis zu optimieren bzw. der Idee sich damit auch weiterhin finanzielle Vorteile zu sichern (keine Zusatzbeiträge/ Rückerstattung).
Große Unsicherheit und falsche Vorstellung zu Änderungen
Insgesamt hat die Mehrheit der Versicherten schon vom Gesundheitsfonds gehört. Allerdings beschränkt sich dieses Wissen aktuell zumeist auf Schlagwörter, inhaltlich herrschen noch Unsicherheit oder aber falsche Vorstellungen zu konkreten Änderungen. Wie insbesondere die qualitative Untersuchung verdeutlicht, wird die Reform von Kundenseite als „Rückschritt“ empfunden.
Auch wenn die Wahlfreiheit vorher von vielen Versicherten nicht genutzt wurde, besteht nun das Gefühl, der persönlichen Freiheit beraubt zu werden (da bisherige Kassen-Unterschiede durch den Einheitsbeitragssatz nivelliert werden sollen).
Zusatzbeiträge heikles Thema
Interessante Handlungshinweise für Krankenkassen finden sich u.a. im Bereich Informationsverhalten, so Blauw Research, welches als Marktforschungunternehmen die Studie für eine Fachtagung durchführte. Nur eine Minderheit der Mitglieder fühlt sich von ihrer aktuellen Krankenkasse ausreichend informiert.
Sensibles Vorgehen der Kassen ist auch bezüglich möglicher Zusatzbeiträge gefordert:
Bereits jetzt ist dies ein sehr emotionsgeladenes Thema, das mit einer hohen Wechselbereitschaft seitens der Versicherten, auch schon bei relativen geringen Beträgen, einhergeht (50% geben an, bei 5 Euro pro Monat mit ziemlicher Sicherheit die Kasse zu wechseln). Ferner ist auch die Angst vor Zusatzbeiträgen zu beobachten, falls seitens der Kasse zur Differenzierung künftig z.B. viele Zusatzleistungen angeboten werden.













