openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Gesetzgebung und Vollziehung für Kinderbetreuung muss in Österreich Bundes- und Landessache sein

27.06.200800:21 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Der gesamte Bereich der Kinderbetreuung mit sämtlichen Betreuungseinrichtungen - beginnend von den Kinderkrippen über die Kindergärten, Tagesmütter, Kinderhäuser, altersgemischte Gruppen, elternverwaltete Kindergruppen u. a. m. bis letztlich zu den Horten - sollte verfassungsrechtlich Bund und Ländern zugeordnet werden.



Der Österreichische Dachverband der Berufsgruppen der Kindergarten- und HortpädagogInnen - ÖDKH als Dachorganisation aller österreichischen Bundesländer-Berufsgruppen verlangt in einer Stellungnahme zur geplante Staats- und Verwaltungsreform, dass alle außerfamiliäre Bildungs- und Betreuungseinrichtungen in Gesetzgebung und Vollziehung Bundessache und Landessache sein sollten.

"Den ersten und entscheidenden Beitrag für ganzheitliche Bildung und soziales Lernen leisten in der Regel die Eltern oder andere primäre Bezugspersonen des Kindes. Qualifizierte familienergänzende Bildungsangebote tragen zur Entlastung und Unterstützung von Eltern bei und ermöglichen eine Reihe von präventiven Maßnahmen. Die ganzheitliche Bildung als Voraussetzung zur Persönlichkeitsentwicklung bietet eine entscheidende Grundlage für die individuelle Lebensqualität und das gesellschaftliche Zusammenleben. Sie stellt daher einen zentralen Wert für die gesamte menschliche Existenz dar, der auch durch die Verfassung seinem Rang entsprechend zuzuordnen ist", meint Lydia KADOUN, Obfrau des ÖDKH.

Eltern bzw. Elternteile haben einen Anspruch auf bedarfsgerechte und für alle Familien leistbare elementare bzw. außerschulische Bildungseinrichtungen. Die Gesellschaft teilt mit den Eltern die Verantwortung für die Kinder und hat demnach solidarisch den erforderlichen Beitrag für familienergänzende, qualifizierte Bildungsangebote zu leisten.
Ein bedarfsdeckendes Angebot mit vergleichbaren Qualitätsstandards ist bundesweit zu sichern. Langfristig gesehen müssen (auch elementare) Bildungseinrichtungen kostenlos für die Eltern sein. Die Finanzierung muss gemeinsam von Bund, Ländern und Gemeinden wahrgenommen werden.

"Die in den familienergänzenden Bildungseinrichtungen tätigen Personen benötigen eine einschlägige Qualifikation, in der Inhalte und Methoden einer entwicklungs- und altersgemäßen, ganzheitlichen Entwicklung und Bildung der Kinder erworben werden. Diese Qualifikation sollte gemeinsam mit allen pädagogischen Berufen an den Pädagogischen Hochschulen erfolgen, wobei für die betroffenen PädagogInnen die Durchlässigkeit des Berufsfeldes ElementarpädagogIn – PrimarschulpädagogIn - SekundarschulschulpädagogIn modular zu sichern ist, wodurch den PädagogInnen bessere Berufschancen sowie Bund, Ländern und Gemeinden große Vorteile in der Verwendung der PädagogInnen und finanziellen Belastung erwachsen", führt Raphaela KELLER als Obfrau-Stellvertreterin des ÖDKH aus.

Dazu braucht es - neben der verfassungsrechtlichen Stellung und Definition der gemeiniglich als "Kindergarten und Hort bezeichneten Einrichtungen als "Bildungseinrichtungen" - ein Bundesrahmengesetz zur Qualitätssicherung in elementaren und außerschulischen Bildungseinrichtungen. Ein entsprechender Entwurf wurde vom ÖDKH gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Plattform EduCare erarbeitet. Er trägt der neuen Verfassungs-Bestimmung Rechnung und ist Voraussetzung und Grundlage für einen in weiterer Folge zu erarbeitenden österreichweit gültigen Bildungsplan.

"Alle Kinder haben im Sinne der UN-Konvention über die Rechte des Kindes einen Anspruch auf einen bedürfnisgerechten Platz in einer elementaren bzw. außerschulischen Bildungseinrichtung. Kinder mit besonderen Bedürfnissen haben ein Recht auf spezifische Angebote. Bekennen wir uns dazu mit der geforderten verfassungsrechtlichen Normierung und den entsprechenden Ausführungsgesetzen in Bund und Ländern!" appelliert der ÖDKH an die verantwortlichen Politiker im Parlament und in den Ländern.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 222563
 164

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Gesetzgebung und Vollziehung für Kinderbetreuung muss in Österreich Bundes- und Landessache sein“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Plattform EduCare

Bild: Plattform EduCare unterstützt Gewerkschaftsforderung nach bundesweitem Kollektivvertag
Plattform EduCare unterstützt Gewerkschaftsforderung nach bundesweitem Kollektivvertag
Die Gewerkschaft der Privatangestellten sowie die Gewerkschaft vida fordern einen österreichweit gültigen Kollektivvertrag für alle privaten Kinderbetreuungseinrichtungen (und österreichweite einheitliche Regelungen im öffentlichen Dienst?), um einheitliche Rahmenbedingungen und Bezahlung der Beschäftigten in Krippen, Kindergärten und Horte abzusichern. Die Bezahlung der in den Kindertagesstätten arbeitenden MitarbeiterInnen ist ein wichtiges, aber bei weitem nicht d a s wichtigste Thema: was nützt es den PädagogInnen, zwar einheitlich bezah…
EleMENtar - Männer in der pädagogischen Arbeit mit Kindern
EleMENtar - Männer in der pädagogischen Arbeit mit Kindern
Das österreichische Forschungsprojekt „Elementar“ hat in den Jahren 2008-2010 die Situation männlicher Pädagogen im Elementarbereich umfassend untersucht. Die vielfältigen Ergebnisse betonen die Chancen, die mit einer Beteiligung von Männern verbunden sind, fordern aber auch zu einer kritischen und differenzierten Auseinandersetzung mit der Genderthematik im Elementarbereich auf. Aufbauend auf einem umfangreichen Überblick über den aktuellen Forschungsstand wurden sowohl Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende als auch in der Praxis tät…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Deutsche Familien durch Kinder beruflich im NachteilBild: Deutsche Familien durch Kinder beruflich im Nachteil
Deutsche Familien durch Kinder beruflich im Nachteil
Betreut Report 2011 bringt Unzufriedenheit deutschsprachiger Familien ans Licht Berlin, 14.04.2011. Familien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind mit der Kinderbetreuungssituation in ihrem Land unzufrieden. Schlusslicht des Zufriedenheits-Rankings ist die Schweiz, Deutschland liegt im Mittelfeld und Österreich vorn auf. Dies ergab der Betreut …
Steuerzahler fordern Begrenzung der kommunalen Steuern, Beiträge und Gebühren
Steuerzahler fordern Begrenzung der kommunalen Steuern, Beiträge und Gebühren
… Neumünster/Segeberg im Bund der Steuerzahler bei der Delegiertenversammlung des Landesverbandes eingebracht. Angenommen wurde ein Antrag vom Bezirksbeiratsvorsitzenden Hans-Peter Küchenmeister, die Gesetzgebung bürgerverständlich zu gestalten. „Dabei geht es um eine ausreichende Vorlaufzeit von Gesetzen und Verordnungen,“ so Küchenmeister, „damit sich Anwender …
NaturaLife Asia / Weider Asia unterstützt den Deutschen Diabetiker Bund
NaturaLife Asia / Weider Asia unterstützt den Deutschen Diabetiker Bund
… persönliche Beratung. Der DDB ermöglicht daneben den Erfahrungsaustausch durch seine ca. 350 Selbsthilfegruppen und nimmt durch seine guten Kontakte Einfluss auf Kostenträger und Gesetzgebung. Der DDB ist die einzige Selbsthilfeorganisation für Diabetiker, die in der Gesetzgebung Anhörung findet. So konnte der DDB zum Beispiel erreichen, dass für Teststreifen …
Bild: Vattenfall muss Fischtreppe in Geesthacht vorerst nicht instand setzenBild: Vattenfall muss Fischtreppe in Geesthacht vorerst nicht instand setzen
Vattenfall muss Fischtreppe in Geesthacht vorerst nicht instand setzen
… dazu, die FAA Nord instand zu setzen. Außerdem müsse Vattenfall bis Ende September 2020 eine provisorische Leitströmung errichten. Der Kreis ordnete die sofortige Vollziehung der Ordnungsverfügungen an, weil die ökologische Durchgängigkeit am Wehr Geesthacht nicht gegeben sei. Gegen die Ordnungsverfügungen legte Vattenfall Widerspruch ein und beantragte …
STADLER: Schily muss Sicherheitsbilanz vorlegen
STADLER: Schily muss Sicherheitsbilanz vorlegen
… der so genannten Antiterrorismus-Gesetze Schily I und Schily II vorlegen. Die FDP-Bundestagsfraktion hat schon vor Wochen gefordert, eine Bestandsaufnahme der nach dem 11. September vorgenommenen Gesetzgebung zu erstellen, damit beurteilt werden kann, ob es Lücken in der Gesetzgebung gibt oder - was wahrscheinlicher ist - ob die Probleme im praktischen …
Bild: Österr. Nationalratswahl 2008 - Offizielle Stellungnahmen der Wahlparteien zu Fragen der ElementarbildungBild: Österr. Nationalratswahl 2008 - Offizielle Stellungnahmen der Wahlparteien zu Fragen der Elementarbildung
Österr. Nationalratswahl 2008 - Offizielle Stellungnahmen der Wahlparteien zu Fragen der Elementarbildung
… sollte die Grundsatzgesetzgebung Bundessache sein. Die Ausführungsgesetzgebung und die Vollziehung sollte bei den Ländern liegen. 08 Die Qualitätsstandards in der Kinderbetreuung müssen durch ein „gemeinsames Dach“ in einem Bundesrahmengesetz vereinheitlicht werden. Den Ländern obliegt die Umsetzung. 09 Betreuungsschlüssel, Gruppengröße, Raumbedingungen …
Bild: Im Zweifel hilft der Einspruch -zumindestens vorläufig-
Im Zweifel hilft der Einspruch -zumindestens vorläufig-
… bringen, wenn er das von der Finanzverwaltung geforderte Geld nicht zur Verfügung hat. In diesem Fall kann ein gesonderter Antrag auf Aussetzung der Vollziehung gestellt werden. Wenn ernsthafte Zweifel bestehen, dass die Nachzahlungsforderung der Finanzverwaltung rechtmäßig ist, kann nämlich die Vollziehung ausgesetzt werden. Mit diesem sogenannten Antrag …
Bild: KOMPETENZDSCHUNGEL IM ELEMENTARBILDUNGSBEREICH ÖSTERREICHS - Bundesweite Gesamtlösung gefordertBild: KOMPETENZDSCHUNGEL IM ELEMENTARBILDUNGSBEREICH ÖSTERREICHS - Bundesweite Gesamtlösung gefordert
KOMPETENZDSCHUNGEL IM ELEMENTARBILDUNGSBEREICH ÖSTERREICHS - Bundesweite Gesamtlösung gefordert
… Bildungsbereich Stellung: Frühe Sprachförderung – eine vertane Chance? Die gegenwärtige Bundesregierung hat mit der beschlossenen § 15a-Vereinbarung für die Förderung des Kinderbetreuungswesens und mit der vorgegebenen Sprachstandserhebung/Sprachförderung grundsätzlich positive Vorgaben gesetzt. Für den Sprachbereich wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt mit dem …
Bild: Plattform EduCare unterstützt Gewerkschaftsforderung nach bundesweitem Kollektivvertag
Plattform EduCare unterstützt Gewerkschaftsforderung nach bundesweitem Kollektivvertag
Die Gewerkschaft der Privatangestellten sowie die Gewerkschaft vida fordern einen österreichweit gültigen Kollektivvertrag für alle privaten Kinderbetreuungseinrichtungen (und österreichweite einheitliche Regelungen im öffentlichen Dienst?), um einheitliche Rahmenbedingungen und Bezahlung der Beschäftigten in Krippen, Kindergärten und Horte abzusichern. Die …
Heute ist Stichtag für die elektronische Rechnung in der Bundesverwaltung
Heute ist Stichtag für die elektronische Rechnung in der Bundesverwaltung
… Stichtag 27.11.2019 ist die Annahmepflicht von E-Rechnungen für alle weiteren öffentlichen Auftraggeber der Bundesverwaltung eingeführt worden. Die Bundesländer regeln dies in eigener Gesetzgebung bis zum 18. April 2020. Dr. Donovan Pfaff (CEO, Bonpago GmbH): „Heute wurde ein weiterer Baustein für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gelegt. …
Sie lesen gerade: Gesetzgebung und Vollziehung für Kinderbetreuung muss in Österreich Bundes- und Landessache sein