(openPR) Wenn Strafe droht, unterdrückt der Mensch egoistische Impulse. Zu diesem Schluss kommen die Forschungsgruppen von Manfred Spitzer und Ernst Fehr der Universitäten Ulm und Zürich in einer Studie. Die Untersuchung liefert Hinweise für neurobiologische Ursachen antisozialer Persönlichkeitsstörungen und könnte erklären, weshalb Jugendliche sich in geringerem Masse als Erwachsene von drohenden Strafen abschrecken lassen.
Es ist in diesem Zusammenhang von Interesse, dass bei vielen Formen pathologischen Sozialverhaltens die in der Studie besonders aktiven Hirnregionen weniger stark entwickelt bzw. geschädigt sind. Auch weiss man, dass sich diese frontalen Hirnregionen erst in der Adoleszenz voll entwickeln. Dies könnte erklären, weshalb Jugendliche sich durch drohende Strafen oft erstaunlich wenig abschrecken lassen.
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