(openPR) München, im August 2007. Rund 73 Prozent der untersuchten Softwareprodukte sind auf Sharehostern als Raubkopie verfügbar. Alle bekannten Software-Firmen sind zu finden – von Adobe und Apple über Corel bis hin zu Microsoft. Auch Hersteller von Spezial-Software – wie Autodesk und Quark – und von Spielen – wie Electronic Arts – sind be-troffen. Das belegt eine aktuelle Untersuchung der Firma P4M – Die InternetAgenten zu Software-Piraterie im Internet. Gefahndet wurde nach den 18 aktuellsten Software-produkten der TOP 8-Hersteller im August 2007.
Ob Office 2007 (Microsoft), Photoshop CS3 (Adobe) oder Mac OS X Tiger (Apple) – 73 Prozent der untersuchten Produkte sind auf Sharehostern als Raubkopie downloadbar. Bei Spezial-Software wie AutoCAD 2008 (Autodesk) und Quark Xpress 7 (Quark) ergibt sich ein ähnlich drastisches Bild: Rund 67 Prozent der untersuchten Produkte sind als Raubkopien erhältlich. Das belegt eine aktuelle Software-Untersuchung von P4M.
Die Software-Piraterie boomt, besonders im Internet. Sehr zum Leidwesen von geprellten Verbrauchern und Unternehmen. Zwar sind etliche Software-Hersteller längst dabei, gegen Software-Piraten vorzugehen. Microsoft hat ihnen beispielsweise bereits seit 1999 den Kampf angesagt.* Was in der realen Welt jedoch bereits schwierig ist, wird für viele Unternehmen zur unüberwindbaren Hürde in der virtuellen Welt. Raubkopierer im Internet sind meist nur mit hohem Aufwand zu identifizieren. Links auf illegale Software verbreiten sich rapide über dunkle Kanäle. Und Sharehoster wie RapidShare wachsen explosionsartig.** RapidShare hat seine Download-Kapazitäten erst kürzlich verdoppelt, seit Juni steht den Nutzern eine Bandbreite von 100 Gigabit zur Verfügung. „Wir rechnen bei RapidShare mit monatlichen Betriebskosten von 2 Millionen Euro und über 300.000 zahlenden Premiummitgliedern“, schätzt Petur Agustsson, InternetAgent bei P4M. Das Aufspüren und Löschen illegaler Kopien ist deshalb auch eine „24-Stunden-Aufgabe“, weiß P4M-Geschäftsführer Wolfgang Greipl aus eigener Erfahrung. „Wir müssen solche Portale rund um die Uhr beobachten, um sie gemeinsam mit dem Betreiber bereinigen zu können.“
Nach Recherchen von P4M ist die Piraterie-Szene gerade dabei, ihre Aktivitäten zu verlagern: „Neue File Hoster laufen den etablierten Tauschbörsen wie BitTorrent oder Edonkey den Rang ab“, so Greipl. P4M hat darauf reagiert und bietet eine neue Methode an, um die Verbreitung von Raubkopien auf solchen Plattformen zu bekämpfen. Start des Projekts waren Maßnahmen gegen raubkopierte Filme. Denn ähnlich wie bei der Software-Industrie sind auch die digitalen Produkte der Filmbranche bei Raubkopierern sehr beliebt: „In einer dreiwöchigen Testphase ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit den Betreibern wie zum Beispiel RapidShare 80 Prozent der Raubkopien auf den Servern zu löschen“, freut sich Greipl. „Gab es am ersten Tag noch rund 600 Quellen, so waren es nach drei Wochen nur noch 120, und nach vier Wochen ging die Zahl gegen Null.“
Was sind Sharehoster?
Als Sharehoster, One-Click-Hoster oder Filehoster werden Webspeicheranbieter bezeichnet, bei denen der Anwender Dateien online abspeichern kann. Über den Uploader werden außer der Datei keine weiteren Informationen gespeichert, Anmeldeprozeduren wie beim gewöhnlichen Webhosting gibt es nicht. Der Upload geschieht über die Webseite des Anbieters. Nach dem Upload wird eine Downloadadresse angezeigt. Unter der Downloadad-resse kann die Datei mit Hilfe des normalen Webbrowsers heruntergeladen werden. Diese Downloadadressen werden vom Uploader gezielt in einschlägigen Foren verteilt. P4M hat die Möglichkeit, die entscheidenden Daten über angebotene Raubkopien zu sammeln und an Sharehoster wie RapidShare weiterzuleiten. Der Sharehoster löscht oder inaktiviert dann die gemeldeten Links, so dass Raubkopien nicht mehr heruntergeladen werden können.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sharehoster / P4M
* Vgl. http://www.microsoft.com/germany/piraterie/pidservice.mspx
** Vgl. http://rapidshare.com/de/news.html und http://www.gulli.com/news/rapidshare-kommt-die-traffic-2007-08-06/.
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