(openPR) Die Einkommensschere in Deutschland hat sich im internationalen Vergleich besonders weit auseinander entwickelt, die Einkommensunterschiede hierzulande sind so groß wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Auch die Zahl der Armen erreichte im Jahr 2005 einen Rekordwert. Ein Aufsatz englischer Wissenschaftler hat zu dem Thema "ökonomische Ungleichheit und daran geknüpfte soziale Probleme" nun eine Vielzahl neuerer Forschungsergebnisse vorgelegt. Es zeigt sich: Je größer die Einkommensunterschiede in einem Land sind, desto häufiger tauchen dort auch andere soziale, kulturelle oder gesundheitliche Probleme auf.
Deutlich gemacht wird dies mit einer Vielzahl von Daten, die allesamt aufzeigen, dass die Höhe der Einkommensunterschiede, die Schere zwischen Arm und Reich, auch andere Felder des Sozialstaats berührt. Dies betrifft etwa Krankheit und Lebenserwartung, die Verbreitung von Übergewicht, unerwünschte Teenager-Schwangerschaften, die Häufigkeit psychischer Erkrankungen, das Ausmaß an Gewalt und Tötungsdelikten oder auch Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Hierzu lagen bereits vielfältige wissenschaftliche Veröffentlichungen vor. Neu sind die jetzt mitgeteilten Befunde, dass auch die Schulleistungen von Jugendlichen, die Zahl der Strafgefangenen, Todesfälle durch Drogen oder das Ausmaß sozialer Mobilität, die gesellschaftlichen Aufstiegschancen, von den in einem Land feststellbaren Einkommensunterschieden abhängen.
Weitere Details zur Studie: "Hohe Einkommensunterschiede: Ursache auch sozialer, kultureller und gesundheitlicher Problemherde"
http://www.forum-gesundheitspolitik.de/dossier/index602.htm



















