(openPR) Am Dienstag, den 17. Oktober 2006, hat das Landgericht Düsseldorf die Berufung des nunmehr 77jährigen türkischen "Beschneiders" Sagan B. gegen ein Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf verworfen, da er zur Berufungsverhandlung nicht erschienen ist. Das erstinstanzliche Urteil ist damit rechtskräftig.
Sagan B. wurde wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hat gestanden, an mindestens sieben Jungen von vier bis vierzehn Jahren gegen Zahlung von jeweils 200 Euro und mit Einverständnis der Eltern in Privatwohnungen ein Beschneidungsritual an den Genitalien durchgeführt zu haben bei dem er jeweils unter unsterilen Bedingungen einem nicht ungefährlichen und auch sehr schmerzhaften chirgischen Eingriff durchgeführt hat, bei dem die Vorhäut, die normalerweise die Eichel des Penis bedeckt abgeschnitten wird.
Chirurgische Eingriffe dürfen in Deutschland nur von Medizinern durchgeführt werden.
Aber auch Beschneidungen durch Ärzte kommen zunehmend in Verruf. Einige Ärzte schätzen, dass ca. 90 % der aus medizinischen Gründen bei Jungen durchgeführten Beschneidungen vermeidbar sind. Andere Behandlungsmethoden sind die Behandlung mit Salben oder auch eine operative Erweiterung der Vorhautöffnung. Bei der Beschneidung dagegen wird in der Regel die gesamte Vorhaut entfernt, so dass die empfindliche Eichel ständig freiliegt und dadurch gefühlsmäßig abstumpft. Daher werten Kritiker die Beschneidung ohne wirklichen medizinischen Grund auch als Verstümmelung.
Das Ergebnis einer Beschneidung ist für viele Jungen und auch Eltern erschreckend, die ärztliche Aufklärung ist in diesem Bereich leider absolut mangelhaft, Betroffene ziehen daher nach dem Eingriff auch immer häufiger erfolgreich vor Gericht oder vor die Schlichtungsstellen der Ärztekammern.
Die Internetseite Phimose-Info Deutschland ( http://www.phimose-info.de ) beschäftigt sich mit diesem Problemfeld und gibt Betroffenen und Eltern Ratschläge im Umgang mit dem Krankheitsbild der Phimose (Vorhautverengung).
Phimose-Info Deutschland
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Phimose-Info Deutschland beschäftigt sich mit dem Thema Vorhautverengung (griechisch: Phimose, "Knebel") und ihrer Behandlung.
Bei der Phimose lässt sich die Vorhaut des Penis nicht oder prinzipiell nur mit Gewalt und unter Schmerzen von der Eichel zurückziehen.
















