(openPR) Pharmacelsus GmbH (Saarbrücken) erhält im Rahmen zweier Projekte des 6. Forschungs-Rahmenprogramms der Europäischen Kommission für die Entwicklung neuer in vitro-Methoden eine Forschungsförderung von 530.000 Euro über eine Laufzeit von drei Jahren. Pharmacelsus ist sowohl im VITROCELLOMICS- als auch im CARDIOWORKBENCH-Konsortium als industrieller Netzwerkpartner vertreten.
Das Ziel des VITROCELLOMICS-Projektes besteht in der Etablierung alternativer Methoden zu Tierversuchen in der Pharmaindustrie. Im Mittelpunkt dieses Projekts stehen funktionsfähige Leberzellen. Diese werden von einem weiteren Projektpartner aus embryonalen Stammzellen gewonnen und zur Entwicklung eines neuartigen artifiziellen Modells für die menschlichen Leber eingesetzt. Das neuartige Lebermodell wird im Gegensatz zu den bisherigen präklinischen Methoden besser in der Lage sein, den Metabolismus potentieller Arzneistoffe vorauszusagen und lebertoxische Substanzen zuverlässiger zu identifizieren: Die im VITROCELLOMICS-Ansatz entwickelten Leberzellen können die in vivo-Situation wesentlich besser widerspiegeln als die gängigen in vitro-Methoden. Pharmacelsus wird im Rahmen von VITROCELLOMICS schwerpunktmäßig Metabolismus und Toxizität von Arzneistoffen sowohl an den herkömmlichen als auch an den neuen Lebermodellen untersuchen und validieren.
Neben Pharmacelsus und der Universität des Saarlandes sind namhafte Partner wie die Charité-Universitätskliniken in Berlin, das Stockholmer Karolinska-Institut und der schwedische Pharmakonzern AstraZeneca sowie weitere exzellente europäische Institute und Firmen Mitglieder im Forschungskonsortium.
Das Ziel des zweiten EU-Projektes CARDIOWORKBENCH besteht darin, die Suche nach geeigneten Wirkstoffen zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz zu optimieren. Obwohl kardiovaskuläre Erkrankungen die häufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen darstellen, ist die Entwicklung neuer effizienter Behandlungsmethoden sowie gezielt wirkender Medikamente ein sehr langwieriger und kostenaufwändiger Prozess. CARDIOWORKBENCH vereint die fachlichen Kompetenzen aus den Bereichen Medizin und Biologie mit computergestützter Datenverarbeitung, um Diagnose und Therapie kardiovaskulärer Krankheiten zu erleichtern.
Das Konsortium des CARDIOWORKBENCH-Projekts wird gebildet von deutschen Forschergruppen aus Leipzig, Bielefeld und Pharmacelsus, europäischen Universitätsinstituten in Italien, Estland und Österreich, sowie zwei skandinavischen Unternehmen.
Pharmacelsus ist eine international operierende Auftragsforschungsfirma, die für Pharma- und Biotech-Unternehmen pharmakologische, biologische und analytische Tests für die frühe Forschungs- und Entwicklungsphase neuer Arzneimittel entwickelt und durchführt. Die Firma wurde 2000 gegründet, beschäftigt heute 19 Mitarbeiter und hat somit auch für die Region Saarland attraktive Arbeitsplätze im naturwissenschaftlichen Umfeld geschaffen. Die Mitgliedschaft in den beiden Konsortien integriert Pharmacelsus in ein Forschungsnetzwerk mit führenden wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen in ganz Europa, so dass enge innovative Kooperationen zwischen akademischen Forschergruppen und industriellen Partnern entstehen können.
Für weitere Fragen steht die Gründerin und Geschäftsführerin Dr. Christine Batzl-Hartmann (0681-3746 7510 und
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