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Kopf- und Gesichtsschmerzen: Ein zahnärztliches Problem?

09.03.200608:05 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Kopf- und Gesichtsschmerzen: Ein zahnärztliches Problem?
Dr. Horst Kares - Tätigkeitsschwerpunkt Funktionsdiagnostik und Schmerztherapie - Master of ICCMO -
Dr. Horst Kares - Tätigkeitsschwerpunkt Funktionsdiagnostik und Schmerztherapie - Master of ICCMO -

(openPR) Chronische Schmerzen scheinen ein typisches Merkmal unserer modernen Zivilisation geworden zu sein. Unzählige Menschen leiden an anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder anderen schmerzhaften Beeinträchtigungen. Während in früheren Zeiten eine Erkrankung meist kurz und heftig war und der Patient entweder gesund wurde oder starb, wird heute dank unseren medizinischen Errungenschaften fast jedem akut Erkranktem wirksam geholfen. Manchmal ist die Genesung allerdings nur vordergründig, die Erkrankung nur scheinbar überwunden, weil sie sich nach und nach in eine chronisch schmerzhafte Beeinträchtigung verwandelt.


Ebenfalls ein typisches Merkmal unserer heutigen Gesellschaft ist die chronische psychische Anspannung, bedingt durch berufliche, familiäre oder andere soziale Faktoren. Von solchem Stress sind nicht nur der Magen oder das „Nervenkostüm“, besonders betroffen, nein, auch die Zähne sind ein allgemein bekanntes „Hilfsmittel“, um angestaute Anspannung mit Hilfe der Kaumuskulatur abzuarbeiten. Eigentlich haben die Menschen schon immer unter Stress gelitten, ja, man sollte meinen, dass sie ihn bei ihrem Überlebenskampf in früheren Zeiten noch erheblich mehr als wir heute zu erdulden hatten. Allerdings fanden sie auch ausreichend körperlichen Ausgleich und konnten damit den Stress durch harte tägliche Arbeit auch besser wieder abbauen.
Der Mangel an Bewegung und körperlichem Training ist somit ebenso ein großes gesundheitliches Problem unserer Zeit. Der durchschnittliche Erwachsene braucht heute in der Regel im Beruf oder im Haushalt nahezu keine körperlich trainierenden Tätigkeiten mehr auszuüben und kann sich bei schweren Arbeiten fast völlig auf Maschinen verlassen. Hinzu kommt, dass unsere Ernährungsgewohnheiten diesen Bedingungen nicht Rechnung tragen. Durch unausgewogene oder zu reichliche Nahrungsaufnahme kommt es häufig zu zusätzlichen Belastungen des Körpers im Besonderen auch des Bewegungsapparates (Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen).
Im Mundbereich kommt hinzu, dass hier ohnehin ein hoher Therapiebedarf besteht, teils durch Kieferfehlwachstum, Karies oder Erkrankungen des Zahnhalteapparates bedingt. Therapeutische Maßnahmen wie Kieferregulierungen, Füllungen oder Zahnersatz entwickeln sich so zu einer immer größer werdenden Beanspruchung der natürlichen Anpassungsfähigkeit der beteiligten Gewebe in der gesamten Kopfregion.
Diese Vielzahl von Risikofaktoren kann nun dazu führen, dass im Zusammenspiel der weichen und festen Strukturen der Kopfregion ein immer größeres Ungleichgewicht auftritt. Die Muskulatur verspannt sich und wird schmerzhaft, die Zähne werden empfindlich oder nutzen sich übermäßig ab, die Kiefergelenke beginnen zu knacken oder schmerzen bei der Bewegung.
Erkrankungen im Kiefer- und Gesichtsbereich, die auf der Basis der oben beschriebenen Risikofaktoren entstehen, werden unter dem Krankheitsbild der so genannten Cranio-Mandibulären Dysfunktion (CMD) zusammengefasst. Häufig auftretende Symptome dieser Erkrankung sind zum Beispiel Kaumuskelschmerzen, Kiefergelenksschmerzen, Kopfschmerzen, Kiefergelenkgeräusche, Bissprobleme aber auch Schmerzen in nicht primär betroffenen Strukturen, wie etwa dem Nacken.
Die CMD als Ursache von Schmerzen im Kiefer- und Gesichtsbereich wird durch einen in der breiten Öffentlichkeit als auch in Fachkreisen vorhandenen Informationsmangel, oft spät oder überhaupt nicht erkannt. Dies führt in vielen Fällen zu einer Chronifizierung des Schmerzgeschehens, die dann therapeutisch nur noch sehr schwer zu beherrschen ist.
Die Craniomandibuläre Dysfunktion ist in ihrer schweren chronischen Verlaufsform eine Erkrankung, die eine fachübergreifende Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Disziplinen bis hin zur Verhaltenstherapie (psychologische Schmerztherapie) notwendig machen kann. Die Mitarbeit des Patienten und seine Einsicht in die Zusammenhänge seiner Erkrankung - insbesondere bei chronischem Schmerzgeschehen - sind aber letztendlich entscheidend für das Behandlungsergebnis.

Privatpraxis für Ganzheitliche Zahnmedizin Dr. Kares & Dr. Leiner
Grumbachtalweg 9
66121 Saarbrücken
Tel: 0681 894018
Fax: 0681 897595
E-Mail
www.dr-kares.de

Praxisphilosophie

Die ganzheitliche Betrachtung des Patienten ist unsere Praxisphilosophie. Durch intensive Diagnostik, Beratung und Aufklärung wollen wir die Bedürfnisse unserer Patienten erkennen und nach bestem Wissen und Gewissen therapeutisch umsetzen.

Der Verhütung von Erkrankungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich (Prophylaxe) ist die Grundlage unserer zahnärztlichen Tätigkeit.

Der Schwerpunkt unserer Praxis liegt in der Betreuung von Patienten mit chronischen Kopf-, Kiefer- und Gesichtsschmerzen.

Unsere Mitarbeiter sollen sich wohl fühlen und Freude an der Arbeit haben. Durch intensive Kommunikation unter einander sowie Fortbildungen wollen wir die Teamarbeit kontinuierlich verbessern.

Wir wollen ein effektives Qualitätsmanagementsystem aufbauen und erhalten zur Verbesserung der Qualität unserer Dienstleistung und der Sicherheit am Arbeitsplatz.

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