Dr. Horst Kares - Zahnarzt - Tätigkeitsschwerpunkt Funktionsdiagnostik und Schmerztherapie - Master of ICCMO -
Immer häufiger wird die Öffentlichkeit durch die Medien mit dem Thema Schlafstörungen konfrontiert. Schlafstörungen wie Schnarchen und Schlafapnoe stellen eines der am weitesten verbreiteten medizinischen Probleme unserer Zeit dar. Sie können zu erheblichen Leistungsbeeinträchtigungen, Tagesmüdigkeit, Unfällen und Begleiterkrankungen führen. Nicht erkannte oder unbehandelte Schlafstörungen führen zu erhöhten Belastungen der Sozialkassen durch vermehrte Fehlzeiten am Arbeitsplatz, Frühberentungen oder durch Inanspruchnahme von medizinischen Dienstleistungen. Bis zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde der Schlaf von den Naturwissenschaften wenig beachtet. Seit frühester Zeit gab es mythologische Vorstellungen und überwiegend philosophische Beschäftigungen mit dem Phänomen Schlaf. Erst nach der Entwicklung des Elektroenzephalogrammes „EEG“ durch Berger 1929 hatte man die Möglichkeit die elektrische Aktivität der Hirnrinde zu messen und aufzuzeichnen und konnte so den Funktionszustand des Gehirnes im Wach- und Schlafzustand objektivieren. Während zu Beginn der Schlafforschung die meisten Schlaflabore an psychiatrische Kliniken angegliedert waren, was sicherlich mit bedingt war durch die vorhandene technische Apparatur, hat sich aber derzeit die Erkenntnis durchgesetzt, dass weder die Krankheitsentstehung noch die gesundheitlichen Folgen der Schlafstörungen auf eine einzige Disziplin beschränkt sind, so dass zu einer umfassenden schlafmedizinischen Abklärung die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen wie Neurologie, Psychiatrie, Pneumologie, HNO, Zahnheilkunde und Pädiatrie erforderlich ist. In einfachen und mittelschweren Fällen kann der Zahnarzt nach Überweisung durch den Schlafmediziner mittels individuell angepasster Protrusionsschienen weiterhelfen. Das Schnarchen reduziert sich so um bis zu 100% und die Atemaussetzer können um mehr als 50% verringert werden. Immer mehr Zahnärzte sind heutzutage in der Lage mit diesem Krankheitsbild umzugehen und haben sich darauf spezialisiert.
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