Jeder Leser von Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen hat es schon einmal gesehen oder liest dieses gar regelmäßig als erstes. Das Editorial steht zumeist auf den ersten Seiten eines Schriftwerkes und damit an exponierter Stelle. Aber auch bei Büchern gibt es eine besondere Form des Editorials, dort heißt es allerdings Klappentext und steht im Gegensatz zum Magazin gut leserlich auf der Rückseite. Für viele Buchleser ist es eine wichtige Orientierung zum Inhalt.
Allen Formen gemein ist die Tatsache, dass eine solche Einleitung eine mehr oder weniger umfangreiche Vorschau in Textform abbildet. Vor allem in Magazinen dient das Editorial auch als Spiegel einer bestimmten Meinung zu einem Thema oder einem aktuellen Ereignis. In politischen Druckwerken wird das Editorial seit geraumer Zeit auch zur Meinungsbildung genutzt und besitzt dadurch auch in gewisser Weise beeinflussende Wirkung auf die Leserschaft.
Was genau steht in einem Editorial?
Das Editorial wird auch gerne als Vorwort bezeichnet und beschreibt damit bereits seine grundlegende Funktion. Bei Magazinen schreibt in der Regel der Chefredakteur zu einem bestimmten Thema seine eigene Meinung und steigert damit zugleich auch das Interesse der Leser. Bei Zeitungen wird als Gegenstück häufig auch ein sogenanntes Opposite-Editorial (dt. Gastkommentare) von Lesern oder Kolumnisten geschrieben, die mit Ihrer eigenen Stimme und Meinung auf eine besondere Thematik hinweisen wollen und dem Editorial durchaus auch entgegenstehen können. Dieses steht im Vergleich zum Editorial aber nicht auf den ersten Seiten, sondern hat meistens eine festen prominenten Platz im Druckwerk.