(openPR) Einladung zu einer Vortragsveranstaltung: Schallschutz und Bauen im Bestand
am Dienstag den 19. September 2006, 18:30 Uhr
Technologiezentrum Wuppertal W-tec
42119 Wuppertal, Lise-Meitner-Straße 5-9 (Haus 2)
Die Sanierung von Altbauten gehört heute zu einer wichtigen Aufgabenstellung für Architekten, Bauingenieure und Handwerker. Während konstruktive Vorschläge zur Verbesserung des Wärmeschutzes in der Bauwirtschaft sehr gut eingeführt sind (KfW-Programme, Vor-Ort Beratungen usw.) werden die Aspekte des Schallschutzes überwiegend wenig beachtet. So kann aus einem Altbau wärmetechnisch ein Neubau werden, zumindest was den Energieverbrauch anbelangt (Teilschuldenerlass bei Einhaltung der EnEV-Neubauanforderung) wohingegen der Schallschutz deutlich hinter Neubauanforderungen zurück bleibt. Aber auch bei Nutzungsänderungen ergeben sich neue Anforderungen an den Schallschutz.
Bei Bauaufgaben im Bestand müssen bestehende Bauteile und Baukonstruktionen mit neuen Bauteilen kombiniert werden. Diese besondere Problemstellung erfordert angepasste Lösungen und lässt Standarddetails, wie sie im Neubau Anwendung finden, nur selten zu. Darüber hinaus wird der Planer mit Bauweisen und Baustoffen konfrontiert, die in ihren schalltechnischen Eigenschaften nicht bekannt und somit schwer abzuschätzen sind. Ein rechnerischer Nachweis des Schallschutzes nach der DIN 4109 ist daher häufig nicht durchführbar. Eine weitere Fragestellung beschäftigt sich mit dem anzusetzenden Schallschutzniveau unter der Berücksichtigung bestehender Bausubstanz, die von der Erneuerung nicht betroffen ist. Wie verändert beispielsweise ein Laminatfußboden die Trittschalleigenschaften einer massiven Geschossdecke mit bestehendem Fußbodenaufbau,der einen ungenügenden Trittschallschutz aufweist? Oder welche schalltechnischen Anforderungen sind an das Wärmedämmverbundsystem zu stellen, bei Fassaden mit Aussenlärmbeanspruchung. Messtechnische Untersuchungen der Luft- und Trittschalldämmung geben Aufschluss über den vorhandenen Schallschutz und ermöglichen häufig erst eine Festlegung der Schutzziele und der erforderlichen Maßnahmen. Im Vortrag wird auf die oben genannten Fragestellungen eingegangen und es werden praxisgerechte Beispiele gegeben.
Der kostenlose Vortrag richtet sich an Planer, Bauschaffende, Bauwerksbetreiber und sonstige Interessierte.
Bergischer Bezirksverein
AK - Bautechnik
Heiko Hansen, Arbeitskreisleiter











