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Die neue Urologie am Universitätsklinikum Frankfurt

17.11.201715:57 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Die neue Urologie am Universitätsklinikum Frankfurt
Prof. Felix K.-H. Chun, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Frankfurt
Prof. Felix K.-H. Chun, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Frankfurt

(openPR) Seit 1. November ist Prof. Felix K.-H. Chun Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Er will das Fachgebiet an diesem Standort auf wichtigen medizinischen Feldern weiter voranbringen.

Prof. Felix Chun hat in diesem Monat die Leitung der Klinik für Urologie übernommen und eine Reihe weiterer hochkompetenter Experten in sein Team am Universitätsklinikum Frankfurt geholt. Der erfahrene Operateur kommt vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf aus der Klinik für Urologie und der Martini-Klinik. Prof. Chun war an der Klinik für Urologie Geschäftsführender Oberarzt und leitete die Sektion für minimalinvasive Chirurgie. Er hat sowohl in der uro-onkologischen, der BPH-Laserchirurgie als auch in der rekonstruktiven Urologie exzellente Referenzen. An der Martini Klinik, wo weltweit die meisten Operationen zur vollständigen, also radikalen Entfernung der Prostata aufgrund einer Krebserkrankung durchgeführt werden, war Prof. Chun als Faculty-Mitglied tätig.



Effektive Weiterentwicklung in Klinik und Forschung
„Wir freuen uns sehr, dass Prof. Chun nun offiziell seine Arbeit im Universitätsklinikum Frankfurt aufgenommen hat. Er hat hier bereits ein schlagkräftiges Team zusammengestellt. Gemeinsam können sie die Urologie hier am Standort Frankfurt sehr effektiv weiterentwickeln“, sagt Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandvorsitzender am Universitätsklinikum Frankfurt. Prof. Chuns urologische Arbeit wird durch seine Forschung fundiert. „Prof. Chun hat in seinen operativen Schwerpunkten sehr relevante wissenschaftliche Ergebnisse erzielt. Er ist ein großer Gewinn für unsere Hochschulmedizin und kann die urologische Forschung – weit über den Standort Frankfurt hinaus – voranbringen“, so Prof. Josef Pfeilschifter, Dekan des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität.

Fortschritt an der Urologie des Universitätsklinikums Frankfurt
Prof. Chun will am Universitätsklinikum Frankfurt eine urologische Chirurgie etablieren, die höchste Qualitätsstandards erfüllt und einer großen Zahl von Patienten helfen kann. „Qualität wird bei Beachtung einer Evidenz-basierten Medizin mit ganzheitlicher Ausrichtung vor allem durch standardisierte Abläufe und eine langfristige Perfektionierung mittels vielfältiger kleinster Stellschrauben erzielt. Daran wollen mein Team und ich akribisch arbeiten, um unseren Patienten nachhaltig die besten Behandlungsergebnisse zu ermöglichen“, so Prof. Chun. Großen Wert legt er auf die Komplikationsprävention bei urologischen Operationen. Dazu zählen die Vermeidung von Komplikationen bei relevanten Eingriffen, eine sorgfältige präoperative Befunderhebung und eine optimale intra- und postoperative Patientenversorgung. Ebenso ist die Erwartungshaltung der Patienten vor operativen Eingriffen klar zu definieren, durch eine umfassende Aufklärung der Patienten und das Vermitteln von klaren Prognosen.

Prof. Chun möchte drei Schwerpunkte in der Urologie des Universitätsklinikums besonders weiterentwickeln.

1.) Radikale Entfernung der Prostata (offen und minimalinvasiv mittels Robotersystem)
Der erste Schwerpunkt ist die Prostatektomie, die vollständige operative Entfernung der Prostata aufgrund eines Krebses der Prostata. Hierbei stehen die Krebssicherheit, Vermeidung von postoperativer Inkontinenz und Impotenz sowie die Prävention von Komplikationen im Vordergrund. Die Prostata ist von einem vegetativen Nervengeflecht umgeben. Diese Nerven sind einerseits der Hauptzugangsweg für den Krebs aus der Prostata hinaus in den Körper. Andererseits ist es von höchster Wichtigkeit für die Potenz und Kontinenz des Patienten, dieses Gefäß-Nerven-Geflecht zu bewahren. Prof. Chun hat intensiv an einem nervenschonenden Operationsverfahren geforscht, das er nun am Universitätsklinikum einführen wird und weiterentwickeln will. Die Methode ist effektiv und verspricht deutlich weniger Beeinträchtigung der Potenz und Kontinenz sowie eine Verbesserung der onkologischen Ergebnisse (geringere Rate an positiven Schnitträndern) im Vergleich zu alternativen Verfahren – und somit eine deutliche Verbesserung der postoperativen Lebensqualität der Patienten.

2.) Schonende Eingriffe dank modernster Lasertechnik
Für den zweiten Schwerpunkt steht der Urologie seit kurzem ein in der Rhein-Main-Region einzigartiges Gerät zur Verfügung: ein Holmium-Laser der neuesten Generation. Er bietet alle Möglichkeiten bei der Behandlung von gutartigen Prostataveränderungen oder Steinen. Bei dieser von allen Fachgesellschaften empfohlenen Laserbehandlung der gutartigen Prostatavergrößerung, der sogenannten Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) können – zugunsten eines minimalinvasiven Zugangs über die Harnröhre – offene Schnittoperation vermieden werden. Somit ist die Behandlung schonend und blutungsarm. „Die neueste Baureihe dieses Lasers hat keine Grenzen, was die Größe des zu behandelnden Gewebes angeht. Einen weiteren Vorteil dieses Laserverfahrens stellt die Verfügbarkeit einer Histologie dar, sodass das entnommene Gewebe für die Diagnostik nicht verloren geht. Darüber hinaus wird dieses Gerät erfolgreich zur Steintherapie eingesetzt. Hier ist die neue sogenannte MOSES-Technologie zu erwähnen. Sie ermöglicht eine Hochfrequenzzerkleinerung eines Steins in Staubanteile direkt in der Niere. Somit wird das Risiko der Narbenbildung im Harnleiter minimiert. Aufgrund dieser Vielfalt der Einsatzbereiche wird der Holmium-Laser auch als ‚Schweizer Messer der Urologen‘ bezeichnet. Selbstverständlich setzt sich die Klinik für Urologie akademisch und kritisch mit neuesten Technologien auseinander“, so Prof. Chun.

3.) Behutsame Methode zur Harnröhrenkorrektur
Der dritte Schwerpunkt ist die chirurgische Therapie bei einer Harnröhrenverengung. Hierfür kommt eine Methode zum Einsatz, die unter Verwendung von Mundschleimhautgewebe die Harnröhrenstruktur plastisch korrigiert. Eine solche Harnröhrenplastik ist heute die Goldstandardtherapie bei dieser Diagnose. Doch aufgrund der Komplexität der Erkrankung wird das Verfahren selten angewendet. Denn viele Behandler glauben noch, dass diese operative Rekonstruktion erst dann anzuwenden ist, wenn endoskopische Eingriffe keinen Erfolg zeigen. Das hat zur Folge, dass viele Patienten noch wiederholten erfolglosen Endoskopieeingriffen unterzogen werden, bevor ihre Harnröhre offen-chirurgisch wirksam rekonstruiert wird. Eine Studie, die von einer Forschergruppe um Prof. Chun durchgeführt wurde, zeigte indessen, dass die plastische Harnröhrenrekonstruktion positive Einflüsse auf die Blasentleerung, die erektile Funktion und die vom Patienten wahrgenommene Lebensqualität hinsichtlich seiner Gesundheit zeigt.

Ausgezeichnetes internationales Engagement in der Wissenschaft
Prof. Chun nahm, nach Abschluss seines Medizinstudiums an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, 2001 seine klinische Tätigkeit in der Urologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf auf. Nach Stationen unter anderem an der Universität von Montreal habilitierte er sich 2009 zur verbesserten Früherkennung des Prostatakarzinoms und wurde 2014 zum außerplanmäßigen Professor im Fach Urologie der Universität Hamburg berufen. Dort war er seit 2008 in oberärztlicher Funktion tätig und leitete seit 2009 die Sektion für minimalinvasive Chirurgie. 2014 übernahm er die Position des Geschäftsführenden Oberarztes und durchlief eine anderthalbjährige klinische Rotation als ‚Faculty-Mitglied’ an der Martini-Klinik, dem weltweit größten Prostatakrebszentrum. Zum 1. November nun nahm er mit dem Ruf nach Frankfurt seine erste Position als Klinikdirektor und berufener Professor für Urologie der Goethe-Universität Frankfurt an.

Prof. Chun besitzt neben der deutschen auch die europäische Facharztanerkennung sowie einen Mastertitel der Gesundheitswissenschaften. Er ist Mitglied der S2K-Leitlinienkommission zum perioperativen Patientenmanagement sowie Mitglied der Young Academic Urology Blasenkrebsgruppe der Europäischen Gesellschaft für Urologie. Seine mehr als 200 in Fachpublikationen gelisteten Arbeiten wurden mit zahlreichen wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet. Eine Analyse des Laborjournals 2011 zeigte, dass Prof. Chun der am dritthäufigste zitierte Prostatakarzinomexperte im deutschsprachigen Raum ist. Darüber hinaus ist Prof. Chun Mitglied mehrerer Fachgesellschaften und Editorial Boards urologischer Fachzeitschriften und übernimmt regelmäßig Gutachtertätigkeiten für selbige. Der Wissenschaftler und Arzt mit koreanischen Wurzeln ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Quelle: Universitätsklinikum Frankfurt

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