(openPR) Der Inbegriff des amerikanischen Polizisten ist der New Yorker Cop. In einem hellblauen Hemd lehnt er lässig an einer Brüstung und hält ein Auge auf das Treiben rund um den Ausgang der U-Bahn-Station. Auf dem Kopf die typische fledermausartige Mütze, deren acht Ecken noch heute an die ersten acht Mitglieder der Wache von Neu-Amsterdam erinnern. Der Verweis an die Stadtgeschichte ist sichtbar, die diskret unter dem Hemd getragene Weste ist hochmodern, kugelsicher und ein bergisches Textil der besonderen Art.
Im Textilhochhaus am Wuppertaler Kasinokreisel, dessen architektonischer Stil selbst nach New York verweist, finden sich Labors und Entwicklungsbüros von zwei Schwesterunternehmen im japanischen TEIJIN-Konzern. Teijin Twaron entwickelt Anwendungen rund um die Paraaramidfaser Twaron, die nicht nur in kugelsicheren Westen verwebt wird. Für Sicherheit sorgt auch die Kohlenstofffaser Tenax von Toho Tenax. Die Fasern, die beide Unternehmen produzieren, sind jedoch nur noch am Rande mit der klassischen Textilverarbeitung verwandt: Zwar werden Aramidfasern von Teijin Twaron für Arbeitsschutzbekleidung, Schnittschutzhandschuhe oder Feuerwehrschutzanzüge tatsächlich verwoben, meist werden die Kunstfasern jedoch im Verbund mit anderen Kunststoffen eingesetzt. Allein in der Automobilindustrie finden sie sich in Bremsbelägen, Schläuchen und Reifen. Mit Gewichtsvorteilen und extremer Festigkeit haben sich die Kohlenstofffasern von Toho Tenax einen festen Platz in Kunststoffverstärkungen der Luftfahrttechnik und des Sportartikelbereichs erobert.
Wenn ein Wettbewerbsvorteil allgemein anerkannt wird, wird er sogar zum Standard: So setzten im Frühsommer alle sieben Teams des „Volvo Ocean Race“ mit Hochleistungsfasern verstärkte Segel. Das Geheimnis der „High Performance“-Fasern – sowohl von Teijin Twaron als auch von Toho Tenax – ist ihre Fähigkeit, im Werkstoff eine Richtung anzunehmen.
Aber ob als geformter Kunststoff oder als gewebte Fläche, die Geburt der Kunstfaser beginnt in einer Spinndüse. Durch diese Düse werden Polymere, chemisch verkettete kleinste Moleküle gepresst und zu Fäden im Mikrometerbereich verbunden. Je nach Anwendung werden dann diese Einzelfasern, so genannte Filamente, zu Bündeln von 1.000 und mehr Fasern zusammengefasst oder verwirbelt. Als „Kurzschnitt“ kann diese Masse anderen Kunststoff-Verbindungen zur Verstärkung beigemengt werden, als Gewebematte können die Fasern großflächig verarbeitet werden.
Die harte Luftfahrtzulassung haben die Materialien des Unternehmens schon vor zwanzig Jahren bestanden und profitieren seitdem vom steigenden Bedarf der Flugzeugbauer. Mit einem Bruchteil der Dichte von Metallen und in vielen Bereichen besserer Stabilität und Zugfestigkeit, sind große Teile von Rumpf und Tragflächen aus der leichten Faser. Insgesamt ist es allerdings ein beträchtliches Gewicht – im neuen Airbus A 380 werden 30 Tonnen des Materials verbaut. In Abstimmung mit den Ingenieuren des Kunden werden aus den gewünschten Eigenschaften individuelle Produkte: Ein Hockeyschläger braucht eine andere Rezeptur als ein Formel-1-Mono-coque, Crashstrukturen eines Sportwagens oder die Rotorblattverstärkung von Windenergieanlagen.
Mehr Informationen über zwei global tätige Unternehmen, die am traditionellen Textilstandort Wuppertal hochmoderne Chemiefasern entwickeln, finden sich im Themenpark der Bergischen Expo. Zwischen dem 30. August und dem 03. September ‘06 zeigt der Gemeinschaftsstand von Teijin Twaron und Toho Tenax im Messezelt am Stadion am Zoo in Wuppertal mehr von der „Technik, die dahinter steckt“.
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