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Die Mittelstandsanleihe stirbt aus – Anlegern drohen hohe Verluste

(openPR) 9. Februar 2017. Seit dem Jahr 2010 wurden in Deutschland 151 Mittelstandsanleihen emittiert. Noch nicht einmal ein Drittel davon wurde vereinbarungsgemäß getilgt. Das Ende dieser Art der Unternehmensfinanzierung sei schon in Sicht, sagt der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS). Wer in Mittelstandsanleihen investierte, müsste im Insolvenzfall oft mit massiven Verlusten rechnen und sollte deshalb aktiv werden, bevor es soweit kommt.

Die Namen der Unternehmen, die in den vergangenen Jahren Mittelstandsanleihen emittiert hatten, lesen sich wie die Geschäftseinträge in den Gelben Seiten. Von Wöhrl über Gebrüder Sanders bis hin zum unlängst zur Luftnummer mutierten Landwirtschaftskonzern KTG Agrar, bei dem gerade zwei Anleihen mit über 350 Millionen Euro „im Feuer stehen“.

Für die Geschäftsführerin des DVS (www.dvs-ev.net), Jana Vollmann, ist das Ende der Mittelstandsanleihe schon deutlich am Horizont des Finanzhimmels zu erkennen. Wenn man davon ausgeht, dass die ausstehenden Titel (aktuell noch 68) tatsächlich getilgt werden, wird wohl der Markt in drei Jahren ausgestorben sein, so die Frankfurter Allgemeine. Jana Vollmann: „Mittelstandsanleihen lockten mit bekannten Namen und einer relativ hohen Verzinsung. Allerdings sieht die Bilanz dieser Finanzierungsform nicht so rosig aus. Bei der Modehauskette Wöhrl werden die Anleger, denen einst 6,5 % Zins zugesagt wurde, wohl leer ausgehen. Beim Bettwarenhersteller Gebr. Sanders hatten Anleger in 2013 und 2014 mehr als 20 Millionen Euro gepumpt, müssen nun aber mit Gesamtverlusten von bis zu 85 % rechnen.“

Bei Experten gelten und galten Mittelstandsanleihen als hoch riskant. Gerade kleine Banken, die sonst kaum an Emissionen großer Unternehmen kommen, hatten Privatanlegern diese Bonds angeboten. Die Bedingungen klangen gut: Mindesteinlage 1.000 Euro und Renditen bis zu 7 oder 8 %. „Im Jahr 2010 hat man es mit den Mittelstandsanleihen geschafft, Unternehmen eine Plattform auf dem Kapitalmarkt zu schaffen, die sie sonst an der Börse nicht hätten“, weiß die DVS-Geschäftsführerin. Die Liste der schwarzen Schafe unter den Anbietern ist lang, deshalb rät Vollmann: „Wer noch Mittelstandsanleihen hält, die nicht vertragsgemäß bedient werden, sollte sich von einem auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalt beraten lassen. Wir vom DVS bieten eine kostenlose Erstbewertung Ihrer Mittelstandsanleihe durch unsere Vereinsanwälte an.“

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