(openPR) Ausstellung in St. Petri
Westenhellweg, Dortmund (Nähe HBF)
Eröffnung: Sonntag, 5. März, 11.30 h
Laufzeit: 5. März - 5. April 2017
Ecclesia und Synagoga sind zwei Frauengestalten, die in der christlichen Kunstgeschichte als allegorisches Paar Christentum und Judentum darstellen. Meist unter dem Kreuz platziert spiegeln ihre Gestik, ihre Gewänder und ihre Zuordnung das Verhältnis zwischen den beiden Religionen aus Sicht der christlichen Kirche seit dem 9. Jahrhundert wider. Ecclesia als personifizierte „triumphierende Kirche“ und Synagoga – das „unterlegene Judentum“ - sind an zahlreichen Kathedralen und Kirchen, als Skulpturen oder in der Wandmalerei zu betrachten. Die spannungs- und konfliktreiche Ausgrenzung des Judentums in der christlichen Kunst und die letztendlich tödliche Wirkung von antijüdischer Sprach- und Bildsymbolik werden in 70 Bild- und Texttafeln aufgezeigt.
2017 begeht der Protestantismus das 500-jährige Jubiläum der Reformation. Blickt man auf die Aussagen Martin Luthers über „die Juden“ gibt es in dieser Hinsicht nichts zu feiern. In seinen antijüdischen Schriften hat er die Tradition der christlichen Judenfeindschaft aufgegriffen und teilweise sogar verschärft. Die Ausstellung will die verhängnisvollen Folgen dieser judenfeindlichen Ikonographie transparent machen und zu einer kritischen Auseinandersetzung anregen.
Im Rahmen von „500 Jahre Reformation“ und der Woche der Brüderlichkeit 2017 „Nun gehe hin und lerne“. Veranstaltet von: Ev. Stadtkirche St. Petri und Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. in Kooperation mit Katholische Stadtkirche, Volkshochschule, Schulreferat des Ev. Kirchenkreises, Ev. Akademie Villigst
ERWEITERTE ÖFFNUNGSZEITEN
dienstags–freitags von 11–17 h
donnerstags 11–19 h und samstags 10–16 h












