(openPR) „Suchet, so werdet ihr finden.“ (Mt. 7,7) so steht es geschrieben. Nicht geschrieben steht aber, dass es nicht von Nachteil sein kann, zumindest eine vage Vorstellung von dem zu haben, was man sucht. Denn das, wonach man Ausschau hält, gibt der Suche erst Hoffnung, Orientierung und einen Sinn. Der Aphorismenband „Notizen einer Suche“ ist ein Dokument einer Suche, dem „Wahrheit“ als Ideal die Richtung des Denkens vorgab.
Die „Notizen“ sind eine thematisch geordnete Zusammenstellung von Aphorismen, Sentenzen und ähnlichem und gleichsam als das (Zwischen-) Ergebnis eines Erkenntnisstrebens zu verstehen, das sich über die letzten sechszehn bewegten Lebensjahre des Autors erstreckte. In diesem Zeitraum experimentierte und reiste er viel (Südafrika, Namibia, Malawi, Indien, Andamanen, Nepal, Kuba, Schottland, Spanien, Frankreich, Thailand), studierte, dachte nach und dachte dagegen, arbeitete hier und da, litt, liebte, heiratete, fand einen Beruf, wurde Vater und etwas ruhiger… - kurzum: er erlebte so einiges und schrieb die wesentlichen Gedanken und Erkenntnisse aus dieser Zeit in aphoristischer Form auf! Die „Notizen einer Suche“ sind das Ergebnis davon. Und als „Notizen“ in Sinne von kurzen, aber treffenden Formulierungen können die Gedanken dieses Buches bezeichnet werden, weil kein Aphorismus bewusst länger als 160 Zeichen ist!
Inhaltlich werden im Zusammenhang dieser absichtlichen Kunst der Verknappung pointierte und verdichtete Gedanken zur Sprache gebracht, die als Lektüre für Zwischendurch gedacht sind. Neben humoristischen und poetischen Passagen sowie kleinen Kommentaren zu großen Namen, werden in einzelnen Hauptkapiteln Aspekte wie die Gegenwartsgesellschaft, Individuum, Leben und dessen Kunst, Zeit, Sinn, Glück, Mensch, Gott, Religion, Denken, Selbsterkenntnisse usw. thematisiert.
Am ehesten können die „Notizen“ aus diesen Gründen als pointierte und verdichtete Ausdrucksversuche eines Erkenntnisstrebens in Form einer Art „Mikro-Essayistik“ verstanden und auch einer skeptischen Pädagogik zugerechnet werden. Denn der Aphorismus als bewusst gewähltes Stilmittel ist aufgrund des Formats die Fraglichkeit immer schon eingeschrieben. Die Kürze provoziert die Fragwürdigkeit mit Blick auf den Geltungsanspruch der Aussagen. Jeder hat das Recht alles ganz anders zusehen. Und vielleicht hat man sogar, aus intellektueller Redlichkeit und dem aufklärerischen Appell zum eigenen Verstandesgebrauch, die Pflicht alles anderes zu betrachten. Denn hier darf und soll gedacht - und auch ein wenig gelacht werden.
Letztendlich zielen die „Notizen“ ihrem Anspruch nach darauf ab, ein paar „Aha“- und „Haha“- Erlebnisse zu wecken, indem sie als halbwegs niveauvolle und anregende Unterhaltung vielleicht einige Einsichten hervorrufen und Impulse für eine neue Nachdenklichkeit geben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Preis: 9,99 Euro
Umfang: 296 Seiten
U.a. erhältlich bei: http://www.bod.de/buch/mario-stenz/notizen-einer-suche/9783734760976.html
Journalisten haben zusätzlich die Möglichkeit, gegen Vorlage ihres Presseausweises beim Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zu bestellen.









