(openPR) Verein Zukunft Europa startet internationale Kampagne
Solidaritätsaktion für Oriana Fallaci
Sorge um eines unserer höchsten Güter: Redefreiheit
Wroclaw, Juni 2006. Aus großer Sorge um höchste Güter westlicher Zivilisationen, nämlich Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit, startete der polnische Verein Zukunft Europa eine Solidaritätsaktion für die italienische Journalistin und Buchautorin Oriana Fallaci. Bekanntlich ist Fallaci in Italien angeklagt, in ihrem Buch "Die Kraft der Vernunft" den Islam beleidigt zu haben. Schon die Tatsache, dass ein Gericht die Klage zulässt, impliziert nach Einschätzung von Zukunft Europa eine Bedrohung für die Redefreiheit. Wer für den Schutz der Redefreiheit eintreten und seine Unterstützung für Oriana Fallaci kundtun will, kann auf der Internetseite www.orianafallacitrial.org unterschreiben.
Der Verein Zukunft Europa (Europa Przyszlosci) mit Sitz in Wroclaw (Polen) ruft zu einer internationalen Solidaritätsaktion für die italienische Journalistin und Buchautorin Oriana Fallaci auf. "Wir sind der Meinung, dass die Redefreiheit ein allgemein gültiger Wert ist. Sie sollte nicht von politischen, kulturellen oder religiösen Interessen abhängen", begründen die Mitglieder des Vereins ihre Kampagne. Sie betonen: "Oriana Fallaci hat ihr ganzes Leben für die Redefreiheit in ihrer Arbeit als Journalistin gekämpft. Wir wollen gleichermaßen für den Schutz der Redefreiheit eintreten und unsere Solidarität mit Oriana Fallaci zum Ausdruck bringen. Wir laden dazu ein, unseren Brief zu unterzeichnen. Obwohl wir uns der Umstrittenheit ihrer letzten Aussagen bewusst sind, sind wir gegen den Prozess, da dieser eine Verletzung der Redefreiheit darstellt und letztlich die Demokratie gefährden kann."
Oriana Fallaci genießt ein hohes Ansehen für den großen Mut, den sie beweist, wenn sie für ihre Meinungen einsteht. Sie gehört zu einer aussterbenden Spezies von Journalisten, die riskieren, ihre Meinung zu sagen - ungeachtet der Political Correctness, der öffentlichen Meinungen oder der allgemeinen Stereotypen. Ihre sind die heute am häufigsten zitierten und kommentierten Bücher und Artikel über den Islam und die arabische Welt.
Zukunft Europa erinnert anlässlich des Falls an Artikel 10 der Europäischen Konvention für Menchenrechte. Der Artikel besagt, dass "jeder das Recht der freien Meinungsäußerung hat", was "die Freiheit eine Meinung zu haben und die Freiheit, Informationen und Gedanken ohne Einmischung durch öffentliche Autoritäten unabhängig von Landesgrenzen zu erhalten und weiterzugeben", beinhaltet. Auf der viersprachigen Internetseite www.orianafallacitrial.org kann man nicht nur seine Solidarität mit der Journalistin per Unterschrift bekunden, sondern auch sehr viel über ihre Bücher, den aktuellen Fall und über die europäische Errungenschaft der Redefreiheit erfahren.
Zahlreiche Persönlichkeiten aus Öffentlichkeit, Politik, Wissenschaft und Medien in Polen haben die Solidaritätserklärung bereits unterzeichnet - darunter einige, die aufgrund ihrer Aktivitäten im antikommunistischen Widerstand bekannt geworden sind: Bronislaw Geremek, Adam Michnik, Taduesz Mazowiecki und Lech Walesa. Die Kampagne soll nun auf ganz Europa ausgedehnt werden. Die Internetseite wird in mindestens vier weitere Sprachen übersetzt. Im Herbst will Zukunft Europa in Warschau einen internationalen Kongress zu fundamentalen Bürgerrechten und Redefreiheit in der modernen Gesellschaft abhalten.
Der Verein Zukunft Europa wurde am 7. Mai 2005 in Wroclaw (Polen) gegründet. Für die Gründer stellt das Gedankengut der Menschenrechte den wichtigsten Wert dar, der von demokratischen Gesellschaften in Europa geschaffen wurde. Diese Rechte gehen davon aus, dass die Würde und die Gleichheit aller Menschen ein wesentlicher Bestandteil der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens bedeutet. Die Rechte der Rede- und Religionsfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die von den Verfassungen aller EU-Länder garantiert werden, sind von besonderer Bedeutung. Im 20. Jahrhundert sind sie ein Pfeiler der europäischen Identität geworden. Es ist nicht sicher, ob wir auch in Zukunft noch unsere Rechte und Freiheiten werden genießen können, deshalb ist es Absicht des Vereins, die Aufmerksamkeit auf ebendiese Rechte zu lenken und Informationen über die Verletzung dieser Rechte aus kulturellen, politischen oder anderen Gründen zu verbreiten, auch wenn dies vielleicht bedeutet, politisch nicht korrekt zu sein. Ziel ist ein sicheres, demokratisches Europa, in dem die Freiheit eines jeden Einzelnen von Politikern, Gesellschaften und Religionen geachtet wird. Die Aktivität des Vereins beinhaltet, Informationen zu verbreiten, die Gesellschaft aufzuklären und Einfluss auf die Geschehnisse zu nehmen. Auch verfolgt der Verein die Art von Aktivitäten von Politikern, die möglicherweise die Menschenrechte verletzen oder Freiheiten der Bürger begrenzen. Der Verein arbeitet mit anderen Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Behörden auf lokaler und nationaler Ebene zusammen. Unter anderem unterstützt er Voice for Europe, die paneuropäische Kampagne aus der Bürgerschaft zur Verhinderung eines EU-Beitritts der Türkei. Zukunft Europa steht mit keiner politischen Partei oder Bewegung in Verbindung. Die Internetadresse des Vereins ist www.europaprzyszlosci.org.
Kontaktpersonen sind:
Joanna Orska +48 607 464 627, Aleksandra Radziminska +48 607 464 881, Marek Socha +48 500 167 007
Europa Przyszlosci
Zukunft Europa
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