(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Wie zuvor angekündigt präsentieren Ihnen die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd. die Übersicht über den Mai dieses Jahres. In Deutschland wurde der Wonnemonat eher als zu kalt und zu nass empfunden. Wie sieht es aber im Vergleich mit dem langjährigem Mittel und dem Vorjahr tatsächlich aus?
In Hamburg, als Referenzstation für den Nordwesten, war der Mai 2006 um 0,9 Grad wärmer als das langjährige Mittel, und ein halbes Grad wärmer als 2005.
Trotz der erhöhten Niederschläge, etwa 10 mm Niederschlag mehr als die beiden Vergleichswerte, können wir uns über einem Mangel an Sonne nicht beschweren. Sie lachte 222 Stunden im letzen Monat, d.h. 5 Stunden mehr als das langjährige Mittel verspricht und sogar 13 Stunden mehr als es letztes Jahr der Fall war.
Kurzum: Etwas wärmer, feuchter und sonniger als sonst.
Berlin im Nordosten bestätigt diese Tendenz. Hier wurde in diesem Mai fast 1 Grad mehr als im Mittel gemessen, es fiel 6 mm mehr Niederschlag und die Sonne schien 13 Stunden länger als es der langjährige Mittelwert erwarten lässt.
Im Vergleich zum Vorjahr war es immer noch 0,7 Grad wärmer, um 30 mm feuchter und um ganze 29 Stunden sonniger. Es gab also von allem mehr.
Der Westen des Landes macht in Sachen Temperatur keine Ausnahme. Düsseldorf, als repräsentative Station, zeigt einen Wärmeüberschuss von knapp 1 Grad für beide Vergleichswerte.
Die Daten zeigen, dass es auch hier feuchter zur Sache ging, und das nicht zu knapp: 125 mm, 170% der durchschnittlichen Monatssumme rauschten im Mai 2006 vom Himmel, während der langjährige Durchschnittswert mit nur 70 mm und der Wert von 2005 mit 81 mm zu Buche stehen.
Bei so viel Regen blieb hier allerdings auch die Sonne lieber öfter mal hinter den Wolken: 185 Stunden Sonnenschein, das sind 15 bzw. 9 Stunden weniger als gewöhnlich.
Der Temperaturtrend hält mit ähnlichen Werten auch im Südwesten an.
Betrachtet man allerdings die Niederschlagswerte, so bietet sich uns ein anderes Bild. In Karlsruhe wurden nur 64 mm gemessen. Dieser Wert unterbietet das Vorjahr nochmals knapp um 2 mm, das langjährige Mittel jedoch deutlicher: 79 mm als Niederschlagsmittel, sodass nur 82 % des Erwartungswertes erreicht wurden.
Die Sonne ließ sich trotzdem etwas bitten: 207 Stunden gegenüber 211 Stunden im langjährigen Mittel ergeben 98%. Im Mai 2005 waren es noch 240 Stunden in Karlsruhe gewesen. Daraus kann geschlossen werden, dass auch im Südwesten mehr Wolken als sonst üblich unterwegs waren.
In der Rhein-Main-Region, mit Frankfurt als Repräsentant, war der Mai vor einem Jahr schon knapp 1 Grad wärmer als der Erwartungswert und hat dieses Jahr noch einmal 0,2 Grad zugelegt, so dass die 15 Grad-Marke als Mitteltemperatur erreicht wurde.
Wer in Frankfurt das Gefühl nicht los wurde, dass der Mai deutlich zu nass war, der lag völlig richtig. 101 mm Wasser sammelten sich in den Niederschlagsmeßgeräten, die sonst nur 61 mm enthalten und im Vorjahr 86 mm ergeben hatten. Damit plätscherten 160% des Normalwertes vom Himmel. Die klimatologisch betrachtete Halbwüste im Sommerhalbjahr im Rhein-Main-Gebiet wird es freuen, die Pflanzen danken es.
Die Sonnenstunden beliefen sich auf 185. Sie zeigen, dass Petrus hier mit 203 Stunden normalerweise etwas großzügiger ist. 2005 waren es noch 212 Stunden gewesen.
Als letzte Station soll München stellvertretend für den Südosten untersucht werden.
Auch hier lag eine andere Tendenz in der Mailuft als im Norden: Neben dem gewohnten Wärmeüberschuss war es trockener und gab weniger Sonne als im Mittel.
Der Thermometer schaffte es auf 13,5 Grad, genau wie im Vorjahr und erreichte somit 1,3 Grad mehr als das langjährige Mittel. Der Regenschirm hat 13 mm bzw. 11 mm weniger Nass abbekommen und die Sonnenbrille war 220 Stunden im Einsatz, das entspricht 108%. Die Sonnenstunden beliefen sich auf respektable 250 Stunden im Mai des Jahres 2005, betragen aber normalerweise lediglich 203 Stunden.
Aus diesem umfangreichen Datenvergleich kann man folgern, dass der Schein trügt. Insgesamt ist der Mai in ganz Deutschland etwas zu warm ausgefallen. In der Südhälfte war er zu trocken, in der Nordhälfte und in der Mitte zu nass. Im Westen und Südwesten wurde weniger, sonst mehr Sonne als gewöhnlich verzeichnet. Ungewöhnlich war nur das feucht-kühle Wetter zum Monatsende. Dafür hat uns aber zuvor die erste Hälfte des Monats mit mehr Wärme und wenig Regen erfreut.
Es bleibt zu hoffen, dass für den folgenden Sommer auch vom subjektiven Empfinden das Wetter sich mal so darstellt, wie es die statistischen Durchschnittswerte uns hinterher glauben machen wollen. Aber mit der Statistik ist es ja immer so eine Sache. Durchschnittswerte geben eben nur ein stark generalisiertes und vereinfachtes Bild ab. Dabei gehen naturgemäß nun mal viele Einzelinformationen verloren.
Bis zum nächsten Mal,
Jennifer Lerch, Redakteurin bei meteoXpress und Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
ÜBER METEOXPRESS:
meteoXpress ist ein unabhängiger und privater Wetterdienst und
beliefert seit 1998 in ganz Europa einen festen Kundenstamm mit
qualitativ hochwertigen und treffsicheren Wettervorhersagen. Dabei
ist das Unternehmen inzwischen Marktführer nach Auflage (Deutschland)
im Printbereich und betreibt im Internet über 15 Portale rund um das
Thema Wetter.
Veröffentlichung und Abdruck kostenfrei, Belegexemplar erbeten.
V.i.S.d.P.
Ansprechpartner für weitere Informationen und Bildmaterial:
Herr Florian Hirschmann
meteoXpress Ltd. - Niederlassung Deutschland
www.meteoXpress.com
www.wetterbote.de
www.biowetter.net
www.pollen-flug.de
www.wolkengalerie.de
www.wetter-gutachten.de
Emondsstraße 16
D - 55276 Oppenheim









