(openPR) Leipzig, 09.06.2006 – Viele Konsumenten sind vom Thema Fußball genervt und verkünden in Internetforen und so genannten Weblogs ihren Unmut. Neben dem Vertrieb von offiziellen WM-Merchandising-Artikeln boomt dadurch – v.a. im Internet – auch der Verkauf von Anti-WM- und Anti-Fußball-Artikeln.
Der Grund für diese Entwicklung liegt einerseits im monatelangen Dauerbombardement der Konsumenten mit WM-verwandter Werbung aller Spielarten und andererseits im umstrittenen Verhalten der FIFA – sei es bezüglich der Ticketvergabe, rigoroser Werbeverbote oder zweifelhaften Markenrechtsfällen. Im Internet kursieren bereits zahlreiche Beiträge, die gerade diese Markenrechtspolitik der FIFA anklagen und zynisch behaupten, Deutschland sei mit der WM in die Hände der FIFA übergegangen. Warum sonst könnte man Begriffe wie "WM 2006" markenrechtlich schützen?
Wie der Online-Merchandising Spezialist Spreadshirt vor diesem Hintergrund berichtet, nehmen die Verkäufe so genannter "Fußball-Hasser"-Artikel in den letzten Tagen vor der WM stark zu.
Spreadshirt erlaubt es Internet-Nutzern, einen eigenen kostenlosen Merchandising-Shop mit selbst gestalteten Artikeln einzurichten. Als Artikel stehen dafür Textilien und andere Druckartikel zur Wahl, die der Shop-Betreiber virtuell mit Grafik-Dateien versehen und zum Kauf anbieten kann. Da die Internet-Community dieses Angebot stark nutzt, um die eigene Meinung kund zu tun, wird Spreadshirt, wie auch schon bei vorherigen gesellschaftlichen Ereignissen wie der Wahl 2005, zum Gradmesser der aktuellen Stimmung.
Interessiert verfolgt Lukasz Gadowski (28), Gründer und Geschäftsführer von Spreadshirt, die momentan festzustellende Anti-WM-Stimmung, die Deutschland polarisiert: „Mein Lieblingsshirt zu dem Thema ist das „meine Karte hat ein Sponsor“-Shirt aus dem Spreadshirt-Shop von Zulu-Shirts.com. Auch der fussballhasser-shop unter fussballhasser.de ist der Renner. Die klar formulierte Aussage der dort gelisteten Produkte: contra Fußball und contra WM. Wer darüber hinaus mehr über das erste offiziell bekennende Vermarktungsopfer Deutschlands erfahren möchte, kann sich auch unter www.6002mw.net umschauen. Dort kennt die Satire über das Thema keine Grenzen.
Etwas Brisanz erhält die gesamte Thematik dadurch, dass Spreadshirt sich gerade in einem Rechtsstreit mit der FIFA befindet. Diese hatte Spreadshirt-Shop-Partnern kostenpflichtige Abmahnungen geschickt, welche Aufdrucke zum Thema Fußball WM verwendet hatten. Dabei handelt es sich z.B. um Schlüsselbänder mit dem Aufdruck "WM 2006 Germany". Die FIFA hatte sich - neben zahlreichen anderen - die Wortkombination "WM 2006" als Marke geschützt. Diese Schutzfähigkeit ist jedoch umstritten und es ist ein Löschungsverfahren anhängig. Entschieden wird jedoch voraussichtlich erst nach der WM – solange gilt der Schutz für die FIFA.
Und diesen setzt die FIFA rigoros durch. Eine Abmahnung könnte den Verwender dieser Marken damit mehrere tausend Euro kosten. Lukasz Gadowski rät daher zur Vorsicht: „ Auch wenn Motive von uns gewissenhaft geprüft werden, kann eine Abmahnung durch die FIFA nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden. Die FIFA verfolgt ihre Rechte sehr penibel – auch satirische Verfremdungen des Logos werden verfolgt.“
Unter Umständen können sogar Kosten anfallen, wenn kein einziger Artikel verkauft wurde. Viele Internet-User reagieren darauf verständnislos. Eine von Spreadshirt nach Bekanntwerden der Rechtsprobleme versendete Warnung per e-mail an die Shop-Partner erzeugte nach nur wenigen Stunden zahlreiche Weblogbeiträge, in denen sich die Autoren darüber entrüsteten, dass gebräuchliche Begriffe wie "WM 2006 oder „Deutschland 2006" geschützt seien.
Es liegt damit wohl in den Händen der FIFA, ob sie dem Boom um Anti-WM-Artikel weiteren Aufwind gibt.
Entsprechende Zahlen und Statistiken können auf Anfrage erhalten werden. Weitere Infos unter www.spreadshirt.de
Über Spreadshirt:
Die im Frühjahr 2002 in Leipzig gegründete Spreadshirt GmbH bietet Online-Merchandising zum Nulltarif. Ein Online-Shop-System bietet jedem Website-Betreiber die Möglichkeit, ohne Vorkosten und Mindestumsätze einen Shop mit eigenen Motiven und selbstgestalteten Textilien einzurichten und etwa als Fanshop zu betreiben. Diese Möglichkeit nutzen knapp 120.000 Shop-Partner aus den unterschiedlichsten Branchen, darunter zahlreiche Unternehmen, Organisationen, Vereine, Künstler und Privatpersonen. Großkunden nutzen ein eigens auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes umfangreiches Merchandise-Dienstleistungsangebot. Endverbraucher können auch ohne die Einrichtung eines eigenen Shops Textilien direkt online gestalten und "on demand" beziehen, aktuell sind etwa 200 Mitarbeiter in Leipzig beschäftigt.









