(openPR) Billigflug-Freunde haben es im Moment schwer. Zwar werben Ryanair und Co. mit Ticketpreisen ab einem Cent um die Kunden, doch bei der Buchung folgt oft die böse Überraschung: der Treibstoffzuschlag übersteigt oft ein Vielfaches des eigentlichen Ticketpreises. „Böse Billigflieger“, schimpft so mancher Reisebürogast. Doch die Fluggsellschaften trifft zumeist keine Schuld – sie müssen sich den gestiegenen Rohölpreisen anpassen.
Der Rohölpreis hat Ende Mai 2006 einen neuen Rekordstand erreicht: rund 70,50 Dollar kostet der Barrel (rund 159 Liter) derzeit auf dem Weltmarkt. Vor einem Jahr war diese Menge noch für rund 50,50 Dollar zu haben, vor zwei Jahren lag der Preis unter 40 Dollar. Und die Preisentwicklung zeigt weiter steil nach oben. Gründe für die gestiegene Nachfrage nach dem "schwarzen Gold": Massenkäufe aus China und aufstrebenden Schwellenländern stehen gesunkenen Fördermengen gegenüber.
Die Billigflieger geraten aufgrund der gestiegenen Rohölpreise in Turbulenzen: „Nachdem die Rohöl-Preise im April 2006 auf ein neues Rekordniveau gestiegen sind, ist auch für die dba der erhöhte Zuschlag nicht mehr vermeidbar“, erklärt dba-Sprecher Matthias Andreesen Viegas. Der Billigflug-Pionier dba erhöhte gerade erst seinen Kerosinzuschlag um fünf Euro auf nunmehr 17 Euro, bei Condor beträgt der Kerosinzuschlag inzwischen 16 Euro (vorher 14) und auch Air Berlin musste fünf Euro auf seinen bisherigen Spritzuschlag von 17 Euro draufschlagen. Lufthansa, Swiss und British Airways zogen kurz darauf nach.
Dba-Sprecher Matthias Andreesen Viegas versprach angesichts der gestiegenen Rohölpreise: „Der Kerosin-Zuschlag der dba ist zeitlich begrenzt – sobald es aufgrund der Ölpreis-Entwicklung möglich ist, wird die dba auf diesen Aufpreis wieder verzichten oder ihn verringern.“ Wann dies möglich ist, kann derzeit niemand absehen. Insbesondere die Angst vor einem Angriff der USA auf den Iran sorgt auf dem Rohstoffmarkt für Spannungen.
Dass es auch anders geht, zeigte unterdessen der slowakische Billigflieger SkyEurope. Die Günstig-Konkurrenz aus Osteuropa kippte gerade erst den Treibstoffzuschlag. Als "weiteren Schritt zur Demokratisierung des Reisens mit dem Flugzeug" bezeichnete der SkyEurope-Vorstandssprecher Christian Mandl die Initiative seiner Fluggesellschaft. Wie die Airline sich diesen Schritt leisten kann, bleibt das Geheimnis der Slowaken. Der Kampf um das „Schwarze Gold“ Öl nimmt weiter zu – und die Billigflieger haben immer mehr Schwierigkeiten, ihren Kunden den günstigsten Flugpreis anzubieten.
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