(openPR) Bei kaum einer anderen Beethoven-Symphonie ranken sich so viele Gerüchte und Anekdoten um die Entstehungsgeschichte wie bei seiner „Dritten“, deren Beiname „Eroica“ auf das schwankende Verhältnis ihres Schöpfers zu einer zentralen Persönlichkeit seiner Epoche verweist: Napoleon Bonaparte. Sein Name stand auf dem Titelblatt der Symphonie – und wurde wieder getilgt. Gleich ob dies auf der Enttäuschung über die Anmaßungen des selbsternannten Kaisers oder auf einer Beethoven’schen Marketingstrategie beruhte – als „heroische Symphonie, komponiert, um die Erinnerung an einen großen Mann zu feiern“ ging sie um die Welt, auch wenn bis heute nicht restlos geklärt ist, wer der „große Mann“ gewesen sein mochte.
Der vorliegende Livemitschnitt der Symphonie Nr. 3 von Ludwig van Beethoven entstand 2012 anlässlich einer zyklischen Folge von Beethoven-Abenden, die Chefdirigent Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München gestaltet haben. Nachdem die preisgekrönte Komplettedition (BR-KLASSIK, 900119) auf beste Resonanz bei Kritikern und Publikum gestoßen ist, präsentiert BR-KLASSIK die Symphonien nun auch in Einzelveröffentlichungen. Daneben steht ein Werk des russischen Komponisten Rodion Shchedrin (*1932), das von Mariss Jansons und dem Symphonieorchester als aktuelle Reflexion auf Beethovens Dritte Symphonie in Auftrag gegeben wurde. Als gedankliches Bindeglied zur ungefähr gleichzeitig entstandenen „Eroica“ verwendet Shchedrin in seinem symphonischen Fragment „Beethovens Heiligenstädter Testament“ jenes erschütternde Dokument, in dem Beethoven seine trostlose gesundheitliche Konstitution und die fortschreitende Taubheit beklemmend schildert. Dazu findet Shchedrin zu der gut fasslichen, assoziationsreichen Klangwelt, für die er seit Jahrzehnten auch außerhalb Russlands bekannt ist.
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“
Rodion Shchedrin: Beethovens Heiligenstädter Testament
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Mariss Jansons
(Live-Aufnahme, München, Herkulessaal, 18./19.10.2012)
Produktnummer: 900134
Thomas Becker
BR-KLASSIK Label
Tel.:0895900837
BRmedia Service GmbH
Hopfenstraße 4
80335 München
www.br-media.de
Über das Unternehmen
Herausragende Musikaufnahmen der drei Klangkörper des Bayerischen Rundfunks werden unter einer gemeinsamen Marke den Musikfreunden angeboten. Das Label heißt BR-KLASSIK. Zum Start sind acht Tonträger sowie eine DVD am 18. September 2009 veröffentlicht worden. Mittlerweile umfasst der gesamte Katalog über 70 Aufnahmen.
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks genießen sowohl in der Region als auch international einen außergewöhnlichen Ruf in Bezug auf Qualität, künstlerische Kreativität und die Vermittlung von klassischer Musik. Im Konzertsaal und in Hörfunk- und Fernsehübertragungen sind die drei Klangkörper regelmäßig zu hören. Herausragende Konzerte, besonders gelungene Interpretationen und selten zu hörende Werke werden nun unter der gemeinsamen Marke BR-KLASSIK auf dem hauseigenen Label dokumentiert.
Das CD-Label BR-KLASSIK ist organisatorisch bei der BRmedia Service GmbH angesiedelt, dem für die Zweitverwertungen zuständigen Tochterunternehmen des Bayerischen Rundfunks, und wird von Stefan Piendl als Label-Manager geleitet. Mit ihm und Peter Alward als A&R-Consultant konnte der Bayerische Rundfunk zwei erfolgreiche, externe Experten mit umfassender, internationaler Erfahrung für die Mitwirkung an seinem neuen Label BR-KLASSIK gewinnen.
Als logische und konsequente Fortsetzung der Surround-Sound-Offensive im Hörfunkprogramm von Bayern 4 Klassik, das ausgewählte Sendungen im Mehrkanalton und mit erhöhter Datenrate überträgt, werden auch die Tonträger-Veröffentlichungen des Öfteren als audiophile SACD produziert. Die Hybrid-SACD-Tonträger lassen sich als herkömmliche CD abspielen, enthalten aber auch eine Stereo-Spur im hochauflösenden DSD-Format sowie eine Mehrkanal-Fassung in 5.0 bzw. 5.1-Surround.
In der Reihe BR-KLASSIK ARCHIVE bringt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks historische Aufnahmen des Labels zu Gehör. Z.B. war an zwei denkwürdigen Konzertabenden die Pianistin Martha Argerich zu Gast, 1973 unter Leitung von Eugen Jochum mit Mozarts Klavierkonzert KV 456 sowie zehn Jahre später mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 unter Seiji Ozawa.
Im Vertrieb werden die Neuerscheinungen von BR-KLASSIK weltweit durch NAXOS betreut. Damit ist eine bestmögliche Präsenz auf allen wichtigen internationalen Märkten gewährleistet. Neue Aufnahmen werden im Highprice-Segment veröffentlicht, die CDs der ARCHIVE- und WISSEN-Serie auf Midprice. Zu einer modernen Vertriebsstruktur gehört selbstverständlich auch die Möglichkeit des digitalen Downloads über Musikportale wie iTunes, Musicload u.a.. Auch dieser Vertriebsweg wird über die Firma NAXOS erschlossen. Die Naxos Music Library präsentiert zudem für Universitäten und öffentliche Bibliotheken via Internet einen ständig wachsenden Katalog mit Tausenden von Titeln weltweit führender Labels. Studenten, Lehrpersonal und andere Benutzer können sich jederzeit einloggen und in der Bibliothek, im Hörsaal, im Studentenwohnheim, im Büro oder zu Hause das komplette Repertoire abrufen - auch die Aufnahmen von BR-KLASSIK.