(openPR) Frankfurt, 8. Mai 2006. Der pro familia-Bundesverband will die Beteiligung von jungen Menschen im Verband fördern. Auf der Mitgliederversammlung am 7. Mai 2006 in Fulda wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die sich damit befassen wird, wie junge Menschen zur Mitarbeit animiert und in die Arbeit des Verbands integriert werden können.
Schon am Vortag, am 6. Mai 2006, hatten sich pro familia-Mitglieder und Gäste mit dem Thema Jugendpartizipation befasst. Die Fachtagung des pro familia-Bundesverbands im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung stand unter dem Motto „Jugendliche in der pro familia gefragt?! – Voraussetzungen und Möglichkeiten der Beteiligung von Jugendlichen“. Leitgedanke für die Wahl dieses Themas war, dass Kinder und Jugendliche Expertinnen und Experten in eigener Sache sind und auf Beratung, Sexualpädagogik und Sexualpolitik Einfluss nehmen können. Prof. Dr. Raingard Knauer vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Kiel ging in ihrem Grundsatzreferat der Frage nach, unter welchen Bedingungen Partizipation von Jugendlichen gelingen kann. Nachfolgende Berichte über Partizipationsprojekte, vor allem aber eine engagierte Podiumsdiskussion machten deutlich, dass Jugendpartizipation ein professionelles Konzept braucht, wenn sie ernst gemeint ist und nicht ergebnislos sein soll.
Pro familia hat mit ihren Überlegungen, junge Menschen zu beteiligen, eine internationale Diskus-sion aufgegriffen. Zahlreiche Regierungen und politische Institutionen haben mittlerweile das Ziel der Partizipation von Jugendlichen weitgehend anerkannt und entsprechende nationale und internationale Regelwerke entwickelt. Auch die internationale Dachorganisation der pro familia, die Inter-national Planned Parenthood Federation (IPPF) will die Beteiligung von jungen Menschen verstärken und hat auch ihre Mitgliedsorganisationen dazu aufgefordert.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde außerdem festgestellt, dass in der aktuellen famili-enpolitischen Diskussion das Recht auf Familienplanung insbesondere von jungen Frauen weitgehend ausgeblendet werde. In der emotionsbeladenen Diskussion um den demographischen Wandel in Deutschland würden kinderlose Frauen/Paare für die Rentenmisere und die „Überalterung“ der Gesellschaft verantwortlich gemacht. Das höchste Gremium der pro familia hat deshalb beschlossen, künftig besonderes Augenmerk auf dieses Thema zu legen und in seiner Öffentlichkeitsarbeit nachdrücklich für das Menschenrecht auf Familienplanung einzutreten, nach dem alle Menschen frei und eigenverantwortlich darüber entscheiden können, ob und wann die Geburt eigener Kinder erwünscht ist.
Pressekontakt: Regine Wlassitschau, Tel.: 069 / 63 90 02, E-Mail: ![]()










