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Lebendspende: Inkompatibilität der Blutgruppen bei Nierentransplantation mittelfristig ohne Nachteil

04.02.201518:53 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Lebendspende: Inkompatibilität der Blutgruppen bei Nierentransplantation mittelfristig ohne Nachteil
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(openPR) Nierentransplantation: Sind bei einer Lebendspende die Blutgruppen zwischen Empfänger und Spender inkompatibel, wendet das Transplantationszentrum Freiburg seit zehn Jahren ein besonderes Verfahren an. 100 ABO-inkompatible Nierentransplantationen wurden bisher vorgenommen; die Ergebnisse sind nicht schlechter als bei Blutgruppen-Kompatibilität, berichten Dr. Stefan Zschiedrich und Kollegen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Nieren- und Hochdruckkrankheiten".

Das Freiburger Protokoll zur ABO-inkompatiblen Nierentransplantation enthält zwei spezifische Maßnahmen:

- vor der Transplantation die einmalige Gabe des monoklonalen CD20-Antikörpers (Rituximab, Mabthera), der gegen B-Zellen gerichtet ist und für Monate die Antikörperproduktion hemmt, und

- Immunadsorptionen (vor und nach der Transplantation), die aus dem Plasma der Patienten selektiv Blutgruppenantikörper eliminieren

Zschiedrich und Kollegen vergleichen in ihrer Studie die Ergebnisse nach 100 ABO-inkompatiblen und 248 kompatiblen Lebendspenden - für Zeiträume zwischen zwei und 128 Monate. In diesen Zeitspannen überlebten 99% der inkompatibel und 80% der kompatibel transplantierten Patienten; 94% der inkompatibel und 88% der kompatibel übertragenen Nieren überlebten den Beobachtungszeitraum. Abstoßungen, Infektionen und maligne Erkrankungen waren in beiden Gruppen fast gleich häufig, obwohl die inkompatibel Transplantierten eine intensivere Immunsuppression benötigen.

>> Stefan Zschiedrich et al.: 2004 bis 2014 - Zehn Jahre ABO-inkompatible Nierentransplantation in Freiburg. In: Nieren- und Hochdruckkrankheiten 1-2015
www.dustri.de

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