(openPR) Immer wieder werden exotische Reptilien oder Amphibien aus deutschen Terrarien in der Natur ausgesetzt, weil ihrer Halter überfordert oder der aufwendigen Pflege überdrüssig geworden sind. Tierschutz- und Tierrechtsvereine wie PETA Deutschland e.V. oder der Deutsche Tierschutzbund e.V. warnen seit Jahren vor den Gefahren für einheimische Arten, die von ausgesetzten Exoten ausgehen.
Eine Abfrage bei der Global Invasive Species Database (GISD) zeigt jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein exotisches Reptil in Deutschland als invasive Spezies in Erscheinung tritt, gerade einmal 0,02 Prozent beträgt. Bei exotischen Amphibien ist der Anteil sogar noch niedriger.
Zwar geht von jeder fremden Art eine mögliche Gefahr für die einheimische Fauna aus, beispielsweise durch Krankheitsübertragung (wie dem Chytridpilz übertragen durch wildgefangene asiatische Molche für den Gartenteich aus dem Baumarkt), Beutegreifer oder Nahrungskonkurrenz (wie z.B. aufgrund von streunenden Hauskatzen). Das Risiko, dass ein exotisches Terrarientier eine dauerhafte Population aufbaut und somit eine langandauernde Gefahr für die einheimische Fauna darstellt, ist jedoch extrem gering. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Säugetier in Deutschland als invasive Spezies in Erscheinung tritt, ist laut Berechnung der Abfrageergebnisse aus der GISD dagegen bis zu vierundzwanzigmal höher als bei einem Terrarientier.
Jeder Heimtierhalter sollte daher bedenken, dass seine Tiere ohne Aufsicht und Absicherung nichts im öffentlichen Raum zu suchen haben. Weder exotische Reptilien noch domestizierte Tiere wie Katzen oder Haushunde. Denn auch des Menschen bester Freund ist in der GISD als invasive Spezies für Deutschland aufgeführt.










