(openPR) Während sich die Unterhändler der Europäischen Union und der USA bereits auf die nächste Verhandlungsrunde zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP vorbereiten, hat sich der Bundesverband der Deutschen Volks- und Betriebswirte e.V. klar zu TTIP bekannt und vor antiamerikanischen Ressentiments gewarnt. Von der Europäischen Union fordert der Verband nach Worten von Präsident Peter Herrmann ein selbstbewusstes Auftreten in den Verhandlungen und ein Eintreten für die Errungenschaften Europas.
Gewichtige Gründe sprechen aus Sicht des bdvb e.V. für die transatlantische Freihandelszone. „Die Exportnation Deutschland hat in den Vereinigten Staaten nach wie vor ihren wichtigsten Handelspartner außerhalb der Unionsgrenzen. Allein im vergangenen Jahr exportierten deutsche Unternehmen, darunter viele mittelständische Firmen, Güter im Wert von 88 Milliarden Euro in die USA. Diese Unternehmen werden vom Wegfall von Zöllen und von weniger bürokratischem Aufwand profitieren“, so Peter Herrmann, der dem größten Netzwerk von Ökonomen in Deutschland vorsteht. „Auch tun Europa und die USA gut daran, dem rasanten Aufstieg Chinas zur Wirtschaftsmacht eine transatlantische Freihandelszone entgegenzustellen, in der immerhin rund 820 Millionen Menschen leben.“
Gleichzeitig jedoch wünscht sich Herrmann mehr Selbstbewusstsein auf Seiten der Europäischen Union. „Zu den Errungenschaften Europas und der Europäischen Union gehört die Soziale Marktwirtschaft. Eine Wirtschaftsordnung, in der die Wirtschaft den Menschen dient – nicht umgekehrt. Wir können stolz auf hohe Standards im Umwelt- und Verbraucherschutz sein und verfügen über eine bunte Kulturlandschaft, die – vom Verlagshaus bis zum staatlich subventionierten Theater – identitätsstiftend und unbedingt zu schützen ist.“
Schließlich mahnt der Verbandspräsident mehr Transparenz an: „Es ist ein Geburtsfehler von TTIP, dass man glaubte, Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit führen zu können. So hat man Ressentiments und Misstrauen Tür und Tor geöffnet. Im Interesse aller Beteiligten muss die Europäische Union daher in einen offenen und proaktiven Dialog mit ihren Bürgern treten und ihre Positionen, Papiere und Verhandlungsergebnisse auf den Tisch legen. Geschieht dies nicht, wird TTIP die Nationen auf beiden Seiten des Atlantiks nicht vereinen, sondern spalten.“







