(openPR) Sie kündigen kostenlose Proben zu Hunderten und Werbeartikel, wie T-Shirts oder Basecapes en masse an. Sogar MP3-Player soll es schon kostenlos im Internet geben. Entsprechende Seiten im Internet versprechen häufig viel und halten wenig. Was ist wirklich von den ganzen Proben und Gewinnspielseiten im Internet zu halten? Julian Regenthal-Patzak hat es ausprobiert:
Die Suche nach kostenlosen Werbegeschenken beginnt meist auf einer Suchseite. Nach Eingabe des einfachen Wortes ‚kostenlos’ erscheinen Hunderte von Seiten, die versprechen, dass in den kommenden Wochen Dutzende von Geschenken im eigenen Briefkasten liegen. Vom Einmalrasierer über Stempel bis hin zu MP3-Playern – alles kommt kostenlos, angeblich. Die 26-jährige Susanne Krumbholz hat soeben ihre erste Wohnung bezogen und sich sehr intensiv mit Geschenken aus dem Internet auseinandergesetzt.
„Also, es gibt viele Seiten, die bieten so genannte Proben an. Da muss man dann einfach seinen Namen eingeben und bekommt mehrere Hundert Proben versprochen. Das Problem ist, dass das richtig Geld kostet. Ich hab leider den Fehler gemacht und insgesamt knapp 100 Euro zahlen müssen, was mir so vorher gar nicht bewusst war.“
Häufig verbergen sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sehr lange Kündigungsfristen, die dazu führen, dass mir nichts dir nichts ein so genanntes Proben-Abo für 12 Monate abgeschlossen wird. Tatsächlich bekommen hat Susanne Krumbholz übrigens lediglich drei Tütensuppen, eine Baby-Windel, zwei Kugelschreiber und eine lilafarbene Duschhaube.
„Es gibt auch andere Gratisangebote, wie zum Beispiel bei einem Versicherungsmakler-Büro, die einen MP3-Player versprechen. Angeblich bekommt man den bereits, wenn man nur seine Adresse und seine Telefonnummer angibt. Das hab ich auch einfach ausprobiert.“
Auch hier war das Ergebnis ernüchternd. Am nächsten Tag rief nämlich ein Versicherungsvertreter an, der der jungen Frau eine Lebensversicherung verkaufen wollte. Von einem MP3-Player wusste der Mann angeblich nichts.
„Durch Zufall bin ich auf die Seite kijiji.de gestoßen. Und dort hab ich umsonst einen Kühlschrank bekommen, den jemand dort inseriert hatte. Genau wie einen Schrank und dazu hab ich noch nette Leute kennen gelernt.“
Also merke: Kostenlos kann manchmal ganz schön teuer sein – vor allem dann, wenn die Versprechungen zu groß sind.










