openPR Recherche & Suche
Presseinformation

BGH verhandelt über Olympiawerbung und die Verfassungsmäßigkeit des OlympSchG

28.04.201412:24 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: BGH verhandelt über Olympiawerbung und die Verfassungsmäßigkeit des OlympSchG

(openPR) Nach dem Olympiaschutzgesetz (OlympSchG) dürfen Begriffe wie Olympia, Olympiade, olympisch oder das Emblem der Olympischen Spiele ausschließlich vom Deutschen Olympischen Sportbund e.V. (DOSB) oder dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im geschäftlichen Verkehr verwendet werden. Der Bundesgerichtshof wird nun am 15.05.2014 um 9.00 Uhr in der Sache I ZR 131/13 erstmals darüber verhandeln, wie weit der Schutz des OlympSchG reicht und ob das Gesetz als solches verfassungsgemäß ist.

In der Vorinstanz hatte das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht (OLG Schleswig) im Jahr 2013 entschieden, dass bereits eine Werbung mit einem „Olympia-Rabatt“ oder „olympischen Preisen“ unzulässig ist und vom DOSB abgemahnt werden kann (Az. 6 U 31/12).

Grundlage für die Entscheidung des OLG Schleswig ist das Olympiaschutzgesetz, das in Zusammenhang mit der Bewerbung der Stadt Leipzig um die Olympischen Sommerspiele geschaffen wurde. Juristen wie Moritz Diekmann halten das Gesetz für verfassungswidrig, weil es allein den DOSB und das IOC begünstigt und somit zu einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung führt. Der Bundesgerichtshof muss am 15.05.2014 klären, ob die Werbung mit „Olympia-Rabatt“ und „olympischen Preisen“ tatsächlich verboten werden kann. Der Bundesgerichtshof wird sich in diesem Zusammenhang zudem damit zu befassen haben, ob das Olympiaschutzgesetz verfassungskonform ist.

Bis es ein endgültiges Urteil gibt, gilt allerdings, Vorsicht bei Werbung aus dem olympischen Umfeld walten zu lassen. Um einer Abmahnung zu entgehen, empfiehlt Diekmann, Werbemaßnahmen, die Bezug auf die Olympischen Spiele nehmen, zuvor von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 791798
 901

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „BGH verhandelt über Olympiawerbung und die Verfassungsmäßigkeit des OlympSchG“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von DIEKMANN Rechtsanwälte

Bild: Lufthansa muss Reisende auch nach Corona-bedingter Flugstreichung entschädigenBild: Lufthansa muss Reisende auch nach Corona-bedingter Flugstreichung entschädigen
Lufthansa muss Reisende auch nach Corona-bedingter Flugstreichung entschädigen
Hamburg, 12.11.2020 - Das Amtsgericht Köln (Az.: 159 C 182/29) hat einem Fluggast einen Ausgleichsanspruch in Höhe von 250,00 EUR für einen gestrichenen Flug zugesprochen, der ursprünglich für den 18. März 2020 geplant war. Die Deutsche Lufthansa weigerte sich mit Hinweis auf die Corona-Krise, den Passagier zu entschädigen. Die Lufthansa berief sich auf „außergewöhnliche Umstände“ im Sinne von Art. 5 Abs. 3 der Fluggastrechteverordnung und beantragte Klageabweisung. Zur Begründung ihrer Annullierungsentscheidung führte die Lufthansa allgeme…
Bild: Neues Online-Tool erleichtert Geltendmachung von Ausgleichsansprüchen nach der EU-FluggastrechteverordnungBild: Neues Online-Tool erleichtert Geltendmachung von Ausgleichsansprüchen nach der EU-Fluggastrechteverordnung
Neues Online-Tool erleichtert Geltendmachung von Ausgleichsansprüchen nach der EU-Fluggastrechteverordnung
Hamburg, 23.04.2015 - Fluggästen, die von einer Verspätung, Annullierung oder Beförderungsverweigerung betroffen sind steht nach der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 ein Ausgleichsanspruch in Höhe von bis zu 600 € zu. DIEKMANN Rechtsanwälte haben ein Online-Tool entwickelt, welches es den geschädigten Fluggästen ermöglicht, ihre Ansprüche ohne großen Aufwand bei der betreffenden Fluggesellschaft geltend zu machen. Tagtäglich sind tausende Fluggäste von Verspätungen, Annullierungen und Beförderungsverweigerungen betroffen. Die EU-Verordnung über …

Das könnte Sie auch interessieren:

Am Beispiel der COVID-19-Pandemie: Verfassungsrechtliche Bedenken mindern Akzeptanz politischer Maßnahmen
Am Beispiel der COVID-19-Pandemie: Verfassungsrechtliche Bedenken mindern Akzeptanz politischer Maßnahmen
… Behavioral Law and Economics. Das Forschungsteam arbeitete mit einem Online-Experiment, bei dem die Teilnehmenden in hypothetischen Szenarien durch Informationen über die Verfassungsmäßigkeit einzelner Maßnahmen während der COVID-19-Pandemie beeinflusst wurden. Die Pandemie bot ideale Bedingungen für diesen Forschungsansatz, da sie Staaten weltweit vor …
Bild: BGH: Olympische Preise für AlleBild: BGH: Olympische Preise für Alle
BGH: Olympische Preise für Alle
… Sportbund (DOSB) fand das nicht so gut und klagte gegen das Unternehmen. Hintergrund ist das Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen (OlympSchG), das die Verwendung der Bezeichnungen und Symbole (z.B. die Ringe) regelt. Das zunächst mit der Frage befasste Landgericht Kiel hatte dem Unternehmen noch Recht gegeben (hier …
Bild: Seminar EinkommensteuerBild: Seminar Einkommensteuer
Seminar Einkommensteuer
… Kapitalvermögen --Abgeltungssteuer ab 2009 --ausländische Kapitaleinkünfte --ausländische Quellensteuer --Jahresbescheinigung Kontrolle bei den Banken --Verfassungsmäßigkeit der Zinsbesteuerung Rentenbesteuerung --Verfassungsmäßigkeit? Private Veräußerungsgeschäfte -Verlustverrechnung und Verlustfeststellung -geplante Änderungen ab 2009 bei Wertpapiergeschäften und …
Bild: Steuerrecht: Ernstliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Abzugsverbots für häusliche ArbeitszimmerBild: Steuerrecht: Ernstliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Abzugsverbots für häusliche Arbeitszimmer
Steuerrecht: Ernstliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Abzugsverbots für häusliche Arbeitszimmer
… Lehrer, dem kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer als Werbungskosten im Lohnsteuerermäßigungsverfahren zu berücksichtigen sind. Es bestünden ernstliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Neuregelung, da die Frage, ob § 9 Abs. 5 Satz 1 i.V.m. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG verfassungsmäßig ist, …
Bild: Steuernachforderungen: BFH zweifelt an Verfassungsmäßigkeit der NachforderungszinsenBild: Steuernachforderungen: BFH zweifelt an Verfassungsmäßigkeit der Nachforderungszinsen
Steuernachforderungen: BFH zweifelt an Verfassungsmäßigkeit der Nachforderungszinsen
Für Steuernachzahlungen werden Zinsen in Höhe von 6 Prozent fällig. Der Bundesfinanzhof hat mit aktuellem Beschluss die Verfassungsmäßigkeit der Nachforderungszinsen in dieser Höhe in Frage gestellt. Für Steuererstattungen oder Nachforderungen gilt derzeit ein Zinssatz von sechs Prozent jährlich oder 0,5 Prozent im Monat. Kommt es nach einer Betriebsprüfung …
Lizenz zum Töten ist grundgesetzwidrig
Lizenz zum Töten ist grundgesetzwidrig
Thema: Luftsicherheitsgesetz / Bundespräsident Datum: 12. 01. 2005 Lizenz zum Töten ist grundgesetzwidrig Bundespräsident Köhler bezweifelt die Verfassungsmäßigkeit des Luftsicherheitsgesetzes. Dazu erklärt Petra Pau, Mitglied im Innenausschuss: Die Zweifel sind angebracht. Denn das vor Jahresfrist beschlossene Gesetz ist eine Lizenz zum Töten. Deshalb …
Bild: Bundesfinanzhof (BFH): Erstes Urteil zur EntfernungspauschaleBild: Bundesfinanzhof (BFH): Erstes Urteil zur Entfernungspauschale
Bundesfinanzhof (BFH): Erstes Urteil zur Entfernungspauschale
… erteilte der BFH eine deutliche Absage. Zwar wies der BFH darauf hin, dass mit dem jetzigen Beschluss noch keine abschließende Entscheidung zur Verfassungsmäßigkeit getroffen sei, Fahrtkosten seien aber nach seinem bisherigen Verständnis beruflich veranlasst und zur Erwerbssicherung unvermeidlich. Das letzte Wort hat das Bundesverfassungsgericht. Dort …
Bild: Sanktionen des Jobcenters in NRW vom Landessozialgericht trotz unklarer Verfassungslage gebilligtBild: Sanktionen des Jobcenters in NRW vom Landessozialgericht trotz unklarer Verfassungslage gebilligt
Sanktionen des Jobcenters in NRW vom Landessozialgericht trotz unklarer Verfassungslage gebilligt
… zum Aktenzeichen L 7 AS 987/19 entschieden, dass Sanktionen des Jobcenters zu 100 % ausgesprochen werden können, obwohl die Frage der Verfassungsmäßigkeit vom Bundesverfassungsgericht derzeit überprüft wird. Aus der Pressemitteilung des Landessozialgerichts NRW vom 04.09.2019 ergibt sich: Das Jobcenter (Antragsgegner) erlegte dem Antragsteller die Verpflichtung …
Bild: Liberaler Mittelstand nach Mietendeckel-Urteil weiter in SorgeBild: Liberaler Mittelstand nach Mietendeckel-Urteil weiter in Sorge
Liberaler Mittelstand nach Mietendeckel-Urteil weiter in Sorge
… Zickler.Allerdings muss die politische Grundhaltung der Gesetzesinitiatoren in Berlin weiterhin große Sorgen bereiten: „Das Bundesverfassungsgericht hat zwar das Gesetz gekippt, über die Verfassungsmäßigkeit seiner Inhalte hat das Gericht aber keine Aussage gemacht. Das war nicht Gegenstand des Verfahrens. Wenn Rot-Rot-Grün nach der Bundestagswahl im …
Bild: Abmahnung wegen Verwendung olympischer Symbole - Darf ich mit den "Ringen" werben?Bild: Abmahnung wegen Verwendung olympischer Symbole - Darf ich mit den "Ringen" werben?
Abmahnung wegen Verwendung olympischer Symbole - Darf ich mit den "Ringen" werben?
… Schutz genießen) als in den Regelungen des sog. „OlympiaSchG“ (Olympiaschutzgesetz von 1994), was den Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen" (OlympSchG) zum Inhalt hat. 1. Hintergrund des Gesetzes Das zum 1. Juli 2004 in Kraft getretene Gesetz soll markenrechtliche Lücken schließen, um sicherzustellen, dass olympische Spiele …
Sie lesen gerade: BGH verhandelt über Olympiawerbung und die Verfassungsmäßigkeit des OlympSchG