(openPR) Drastische Erhöhung der Mehrwertsteuer bei der Kunst
Nun ist es amtlich: zum 1.1.2014 fällt für den Kunst-Bereich der ermäßigte Mehrwertsteuersatz. Waren es bisher 7% Mehrwertsteuer so sind es in Zukunft 19%.
Die europäische Mehrwertsteuer-Egalisierung war eine EU Forderung, jedoch zahlen deutsche Kunsthändler und Galeristen, und das ist einmalig in Europa, zusätzlich Künstlersozialkasse (Erhöhung von 4,1% auf 5,2 % ebenfalls zum 1.1.2014) bei Bezug der Arbeiten direkt beim Künstler. 4 % des Verkaufspreises gehen an die VG Bildkunst für das Folgerecht, wenn die Kunst über Editeure bezogen wird. Hiervon erhalten dann Urheber bei Weiterverkäufen einen, wenn auch geringen Prozentsatz am Verkaufspreis.
Zuerst einmal fragt man sich natürlich, warum einerseits die Mehrwertsteuer angehoben wird, dabei aber außer Acht gelassen wird, dass es in Deutschland weitere Abgaben gibt.
Vollkommen unklar ist, warum die Entscheidung zur Mehrwertsteuererhöhung bisher kaum publik ist. Es herrscht große Unsicherheit und Ratlosigkeit. Im Austausch mit Kollegen versucht man, mehr Klarheit zu erhalten. Aber es gibt nur wilde Spekulationen, über Ausnahmeregelungen, wie Differenzbesteuerungen etc.
Bis zum Jahresende sind es noch rund vier Wochen, all diese Änderungen brauchen klare Eckpunkte und eine Menge Vorbereitungszeit. Die Branche fühlt sich verunsichert
Klar ist: für den Kunststandort Deutschland wird es schwieriger, denn die Branche muss die Mehrwertsteuererhöhungen an die Kunden weitergeben.











