(openPR) Zahntechniker aus Krefeld machten an diesem Samstag (27.7.13) mobil gegen den Kaffeeröster Tchibo. Dieser kam in der letzten Woche mit einer ZahnersatzCard an den Start. Für 24 Euro, gültig für zwei Jahre, verspricht der Kaffeeröster Preisnachlässe bis zu 50 Prozent für Zahnersatz. Dies sei eine Mogelpackung, so die Krefelder Zahntechniker. Die Karte gelte nur für Zahnärzte, die mit dem Laboranbieter Novadent zusammenarbeiteten – dies sei aber nur ein Bruchteil der Mediziner. Die meisten verließen sich zu Recht lieber auf Zahnlabore vor Ort, mit denen man bereits jahrelang kooperiere. Novadent lässt Zahnersatz in Fernost produzieren, über Qualität und Reklamationsverhalten gebe es da noch keinerlei Erfahrung.
Gegen das Angebot des Kaffeerösters laufen Krefelder Zahnlabore nach dem Motto „Schuster, bleib bei deinem Leisten“ Sturm. Am Samstag informierten sie die Bürger an Infoständen in der Krefelder Innenstadt. Trotz Platzregen nahmen viele Krefelder das Angebot wahr und kamen mit den Zahntechnikern ins Gespräch. „Zahnersatz aus Fernost? Nein, das kommt mir nicht in den Mund. Außerdem bin ich nicht bereit, meinen Zahnarzt zu wechseln“, so Günther Lobisch. Er vertraut lieber weiterhin seinem Zahnarzt und den Zahnlaboren vor Ort, denn „wenn es Reklamationen gibt, sind die Wege einfach kürzer.“ So wie er denken viele Krefelder und lassen das Zahn-Angebot von Tchibo links liegen. Markus Graatz, Zahntechnikermeister und Organisator der Aktion, ist mit dem Ergebnis und den Gesprächen am Infostand sehr zufrieden: „ Die Bürger haben gezielt Fragen gestellt. Von dem Unsinn der ZahnCard konnten wir sie schnell überzeugen. Wir haben bei 700 ausgeschenkten Kaffees ca. 3.000 Infoflyer ausgegeben.“ Die Informationsveranstaltungen der Zahntechiker geht an den kommenden Samstagen in anderen Städten an Rhein und Ruhr weiter.












